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Fachbeiträge ->
Geotechnik
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| 52499 Baesweiler | Nordrhein-Westfalen |  |
Nachgründungen-Gründungssanierungen-Unterfangungen durch patentiertes Pfahlsystem / Lösungen beim Heben oder Senken von Bauwerken / Horizontieren von großen und kleinen Bauwerken
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Autor: Dr. Ing. Knut Marhold Herausgeber: ERKA Pfahl GmbH |
Druckansicht
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Nachgründung eines Wohnhauses in Hamburg / ERKA Segmentpfahlsystem |
| 05.04.2004 |
Nur etwa 300 Meter entfernt von Deutschlands wohl berühmtester Polizeiwache, der
Davidswache an der Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli, ging es im Sommer
2003 um ein "Opfer" ganz anderer Art: Ein Mehrfamilienhaus in der Otzenstraße
war "Opfer" der dort vorhandenen schlechten Bodenverhältnisse geworden. Das
Wohnhaus steht auf Sand, der sich mit Torfschichten abwechselt - ein äußerst
labiler Untergrund. |
Nichttragfähiger Baugrund mit bis zu 11 m Schichtstärke |
Bis zu elf Metern reichen die Torfschichten unterhalb des Gebäudes - kein
Wunder, dass es auf die "schiefe Bahn" geraten war. Durch die starken Setzungen
wies die alte Bausubstanz bereits beachtliche Risse in allen Bauteilen auf -
teilweise so breit, dass eine ausgewachsene Bauarbeiter-Hand hindurch passte. Um
die etwa 20 Wohneinheiten wieder nutzbar zu machen, wurde die
Spezial-Tiefbaufirma ERKA Pfahl GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Baesweiler
beauftragt. Mit deren patentierten Verfahren, dem ERKA Segmentpfahlsystem,
wurde das 5-geschossige Bauwerk im Rahmen einer Komplett-Sanierung wieder
gerade ausgerichtet. |
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| Gesamtansicht des Wohnhauses in der Otzenstraße, Hamburg |
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Der "ERKA-Pfahl" ist ein seit Jahren bewährtes System zur nachträglichen
Herstellung von Gründungspfählen und zur Sanierung nicht tragfähiger Gründungen.
Aufgrund des geringen Platzbedarfs und kleiner Maschinen eignet sich das
Verfahren gut für beengte und schwer zugängliche Örtlichkeiten. Das hydraulische
Einpressverfahren ist oft die einzige Möglichkeit, Pfähle erschütterungsarm in
den Baugrund einzubringen. |
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| Risse in der Fassade - hervorgerufen durch Setzungen |
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Tiefgründiges Spezialsystem |
Das Wohnhaus in der Otzenstraße wurde mit etwa 80 solcher Segmentpfähle, die die
Torfschichten durchörtern, nachgegründet. Die Länge der Pfähle variiert von ca. 7 – 12 m Länge, je nach Schichtdicke des nichttragfähigen Baugrundes. Die einzelnen Segemente, die nach dem Nut-/ Feder-Prinzip vorgefertigt sind, wurden so lange in den Untergrund
gepresst, bis die Pfähle die notwendige Gebrauchslast sicher trugen und den tragfähigen Baugrund erreichten. Auf diese Weise lassen sich auch Schiefstellungen von Bauwerken korrigieren. |
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| Nachgründung: rot markiert ist der Kopf der hydraulisch eingepressten Pfahlsegmente erkennbar |
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Durch die aktive Vorpressung der Segmentpfähle wird - auch unter widrigen
Umständen - eine nahezu setzungsfreie Tiefgründung hergestellt. Dadurch wird dem
Bauherrn künftig ein hohes Maß an Schadensfreiheit garantiert. |
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