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Die zu bearbeitende Diplomarbeit wurde in Zusammenarbeit mit einem der größten
Generalunternehmer Deutschlands bearbeitet. Im Verlauf dieser Arbeit wird das Unternehmen nur noch mit GU bezeichnet. Im Blick auf die Darstellung und Formen dieser Arbeit wurde auf die Vorgaben der DIN 1421 (Gliederung und Benummerung in Texten, Abschnitten, Absätzen, Aufzählungen) und die DIN 1301-1 (Einheitsnamen, Einheitszeichen) geachtet. Seit ca. 2 Jahren müssen erhebliche Anpassungen durch den GU bei der ersten
Angebotskalkulation erfolgen, um bei der ständig härteren Konkurrenz Aufträge zu
erhalten (tatsächlichen Marktpreis). Die Anpassung der ersten Angebotssumme an den "politisch" gezwungenen Preis ist unvermeidbar, um am Markt bestehen zu
bleiben.
Wie in der Abbildung dargestellt, betrug die Differenz zwischen der kalkulierten Angebotssumme und der endgültigen Vertragssumme bis zum Jahr 2001 ca. 15%.
Ab dem Jahr 2002 vergrößerte sich die Differenz auf 22%, welche kaum zu dokumentieren ist. Vermutlich liegt die Ursache darin, dass sich in diesem Zeitraum viele Bauunternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet auf die Region Rhein-Main konzentriert haben. Die Ursache kann nicht exakt bestimmt werden und ist auch nicht Gegenstand dieser Arbeit. Der immer härter werdende Preis- und Konkurrenzkampf zwischen den Bauunternehmen hat einen negativen Einfluss auf die Angebotssumme und verkürzte somit die Gewinnspanne in den letzten Jahren deutlich. Die Folge: ein noch größerer Preiskampf. Anzumerken ist dabei jedoch, wie aus der Abbildung zu erkennen ist, dass ab einem gewissen Zeitpunkt eine Konstanz eingesetzt hat.
Der GU arbeitet überwiegend mit Subunternehmern und ist auf schnelle Nebenangebote in der Angebotserstellung angewiesen, um im vorgegebenen Zeitrahmen zu bleiben.
Die Problematik ergibt sich, wenn Nebenangebote von Subunternehmern nicht rechtzeitig erstellt werden. Dabei stellt sich die Frage, ob mit den externen Datenbanken eine seriöse Quelle gefunden wurde, um erste realistische Baupreisangaben für ein Angebot annehmen zu können.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, ob die am Markt erhältlichen
externen Datenbanken, für das zuvor beschriebene Problem, geeignet sind. Zunächst soll herausgefunden werden, wie sich die externen Datenbanken voneinander unterscheiden (u.a. Benutzerfreundlichkeit und Vollständigkeit). Außerdem soll erörtert werden, welche Aussagekraft der Angebotskalkulation erzielt wird, wenn man mit externen Datenbanken arbeitet.
Mit dieser Gliederung möchte ich dem Leser einen knappen Überblick über diese Arbeit geben und den Inhalt kurz er läutern.
In "Kapitel 1 - Einleitung" wird die zu untersuchende Problemstellung erläutert und näher beschrieben. Es werden die Schwerpunkte, Fragestellungen und Ziele dieser Diplomarbeit gesetzt.
In "Kapitel 2 - Datenbanken" werden im ersten Schritt die auf dem Markt erhältlichen externen Datenbanken in Kürze vorgestellt und ihre Anwendungsgebiete definiert. Im zweiten Schritt wird die für diese Arbeit am geeignetsten befundene Datenbank ausgewählt und präziser untersucht.
In "Kapitel 3 - Kalkulation des Projektes" wird zunächst auf das Projekt eingegangen. Das Bauvorhaben wird dann auf der Grundlage von einer ausgewählten Datenbank, wie im Kapitel zuvor festgelegt, für die erste Stufe der Angebotskalkulation kalkuliert.
In "Kapitel 4 - Auswertung der Kalkulation" werden die Ergebnisse der
kalkulierten Projekte aus dem vorigen Kapitel mit der herkömmlichen Methode der
Kalkulation vom GU verglichen und analysiert.
In "Kapitel 5 - Schlussbetrachtung" werden die ausgewerteten Daten näher dokumentiert und Überlegungen für die Einsetzbarkeit der Datenbanken erwogen. Es werden die in Kapitel 1 gestellten Fragen beantwortet und das Ziel der Diplomarbeit aufgezeigt. |