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Die Arbeit soll die Chancen, die Verfahren und die möglichen Folgen und
Probleme eines Energieausweises darstellen. Dazu gehört neben der kritischen Beschreibung
der Energieausweiserstellung auch die Darstellung energetischer Sanierungsmöglichkeiten
und die Möglichkeit der energetisch höherwertigen Auslegung von Neubauten. Denn die
energetische Verbesserung des heutigen und des zukünftigen Gebäudebestands, und damit die
Verringerung des CO2-Ausstoßes, ist letztendlich das Ziel dieses Ausweises.
Zu Anfang der Arbeit werden die Gründe und die Ziele der Einführung eines
Energieausweises sowie die verschiedenen geplanten Arten des Ausweises dargestellt. Hierzu
werden anhand eines Altbaus die Vorgehensweise gezeigt und verschiedenste
Bewertungsmethoden der energetischen Qualität eines Gebäudes erläutert. Die Ergebnisse
sämtlicher nach EnEV zugelassener und nicht zugelassener angewandter Bewertungsmethoden werden kritisch analysiert.
Nach der Ausstellung der Energieausweise aus unterschiedlichen Bewertungsmethoden, werden Verbesserungsmöglichkeiten der Energieeffizienz des Gebäudes geprüft. Hieraus wird ein Stufenplan für das Erreichen unterschiedlicher energetischer Niveaus erarbeitet. Dazu werden unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Reihenfolge von sinnvollen Maßnahmen zur Verbesserung der energetischen Qualität von Gebäudetechnik und thermischer Hülle, auch unter Berücksichtigung des Einsatzes regenerativer Energien, festgelegt.
Es folgt eine Kostenbewertung der Maßnahmen, mit deren Hilfe mittels einer Gegenüberstellung von Energiekostenersparnis und nötiger Investitionskosten die Wirtschaftlichkeit durch Amortisationsrechnung geprüft wird. Hierbei werden die Fälle selbst genutzter Altbau und vermieteter Altbau unter Berücksichtigung sämtlicher mietrechtlicher und steuerrechtlicher Einwirkungen und der Inanspruchnahme von Fördermitteln untersucht.
Für einen Neubau findet eine ähnliche Betrachtung statt, wobei hier die Möglichkeiten und
die Wirtschaftlichkeit energetischer Alternativniveaus (KfW-40/60-Haus) erläutert werden.
Abschließend findet mit den aus beiden Beispielgebäuden gewonnenen Erkenntnissen eine
kritische Bewertung der geplanten Form des Energieausweises und seiner Möglichkeiten zum
Schaffen von Markttransparenz statt. Es folgt noch ein Blick in die Zukunft und auf die
wirtschaftlichen Perspektiven für Aussteller von Energieausweisen. |