Der Fall ist besonders interessant weil es um eine kleine Gemeinde ging, die ihre Turnhalle mit Gesamtkosten von rund 1,95 Mio. Euro modernisieren wollte. Die Arbeiten wurden nach Dringlichkeit gestaffelt und in drei Planungs- und Bauabschnitte aufgeteilt, die folgendes Honorar ergaben:
1. Phase im Jahr 2008: 104.000 EUR
2. Phase im Jahr 2009: 89.000 EUR
3. Phase im Jahr 2010: 70.000 EUR
Honorarsumme: 263.000 EUR
Nach Auffassung der Gemeinde waren aus haushaltsrechtlichen Gründen drei unabhängige Bauabschnitte zwingend – und ein förmliches Vergabeverfahren entbehrlich, weil die Schwellenwerte nicht erreicht waren. |