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15. Jahrgang | Ausgabe 5457 | Nr. 211
Fachbeiträge für Bauingenieure » Berufswelt
 
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Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst
 

Duales Studium: Bauingenieur und Maler in einem

 

Führungskräftemangel in beiden Sparten steigt. Maler- und Lackierer-Innung bietet mit Fachhochschule neuen dualen Ausbildungsweg mit zweifachem Abschluss an. Studium mit Lehre in neun Semestern umsetzbar

 

Praxiserfahrung hilft beim Planen

Zusammen mit dem Erlernen des Malerberuf können Auszubildende im Rhein-Main-Gebiet ein Studium zum Bauingenieur (B.Eng.) absolvieren. Foto: Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main Zusammen mit dem Erlernen des Malerberuf können Auszubildende im Rhein-Main-Gebiet ein Studium zum Bauingenieur (B.Eng.) absolvieren. Foto: Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Erfolgreiche Bauingenieure profitieren im Laufe ihrer Karriere oft von einem Punkt ihrer Vita ganz besonders: dem Praxisbezug zum Bauen durch eine handwerkliche Ausbildung. Viele der auf diesem Portal interviewten Fachkräfte hatten vor ihrem Studium bereits einen Facharbeiter in der Tasche (vgl. Beispiel unter Quellen und Verweise).

Der direkte Kontakt zum ausführenden Gewerbe garantiert unter anderem ein klareres Verständnis dafür, was auf der Baustelle tatsächlich praktikabel ist und was nicht. Letztlich erlaubt eine zweifache Ausbildung logischerweise auch die Ausübung beider Berufe. Für Arbeitgeber ist eine Fachkraft, die gleich zwei Bereiche aufgrund solider Ausbildungen, abdeckt, allemal ein Gewinn.

In Zeiten, da Bauingenieure in Deutschland dringend gesucht werden, müssen neue Wege gefunden werden, Fachkräfte für diese Tätigkeit zu entwickeln. Um nicht erst darauf zu warten, dass sich Handwerker nach ihrer standardgemäßen Ausbildung für ein Studium des Bauingenieurwesens entscheiden, bietet die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences jetzt eine Kombination aus beidem an.

 

Absolventen als zukünftige Führungskräfte für Betriebe interessant

Die Verantwortlichen räumen den Absolventen gute Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt ein, da sowohl die theoretische als auch praktische Tauglichkeit für die Baubranche garantiert würden. Voraussetzung für den neuen Ausbildungsweg ist das Abitur oder Fachabitur.

Grundsätzlich kann das duale Studium von allen ausbildungsberechtigten Betrieben angeboten werden. Sie müssen dabei nicht zum Innungsbezirk gehören. Zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Lehrling wird neben dem normalen Ausbildungsvertrag eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen, welche die Ausbildung im Rahmen des dualen Studiengangs Bauingenieurwesen regelt.

Zu den näheren Beweggründen, ein solches duales Studium anzubieten, äußerte sich der Geschäftsführer der Maler- und Lackierer-Innung Rhein Main, Felix Diemerling, jüngst in einem Interview mit der Deutschen Handwerkszeitung: "Wir haben in der Branche einen großen Bedarf an Führungskräften. Fachkräfte, die gleichzeitig betriebswirtschaftliche Kenntnisse und technisches Wissen vorweisen können, sind Mangelware. Uns war es deshalb wichtig, Abiturienten eine Ausbildung mit langfristiger Perspektive anbieten zu können."

 

Dualer Studiengang umfasst neun Semester

Die duale Ausbildung gliedert sich in zwei Abschnitte. Die Regelstudienzeit für das gesamte Studium inklusive Lehre beträgt neun Semester, dauert also nicht länger als ein gewöhnliches Studium.

Im ersten Abschnitt erfolgt eine gewerbliche Berufsausbildung als Maler und Lackierer in einem Ausbildungsbetrieb. Diese umfasst mit Gesellenprüfung durch die Maler- und Lackierer-Innung Rhein-Main insgesamt 30 Monate. Die Aufnahme des Studiums an der Frankfurt University of Applied Sciences erfolgt parallel dazu.

Im zweiten Abschnitt wird das Studium des Bauingenieurwesens innerhalb von vier Semestern (inkl. Anfertigung der Bachelor-Arbeit) mit dem Bachelor of Engineering (B.Eng.) abgeschlossen.

 
Quellen und Verweise
Erfahrener Bauingenieur und gelernter Maurer - Nachgefragt bei: Richard Wilbert
 
Kurz-Link zu diesem Beitrag
http://www.bauingenieur24.de/url/700/2702
 
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