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15. Jahrgang | Ausgabe 5430 | Nr. 184
Fachbeiträge für Bauingenieure » Energie
 
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Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst
 

Energieeffizientes Bauen: Kommunen profitieren von neuer Förderung

 

Erstmals Unterstützung für energetischen Neubau. Wirtschaftsminister rechnet mit steigendem Bedarf an Schulen und Krankenhäusern. Programm soll entscheidenden Beitrag zu klimaneutralem Gebäudebestand leisten

 

KfW erweitert Förderprogramme zur Energieeffizienz

Kommunale Neubauten, die nicht Wohnzwecken dienen sollen, wie etwa Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime, können durch ein neues KfW-Programm gefördert werden. Foto: Bernd Sterzl / Pixelio Kommunale Neubauten, die nicht Wohnzwecken dienen sollen, wie etwa Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime, können durch ein neues KfW-Programm gefördert werden. Foto: Bernd Sterzl / Pixelio

Wie zuvor angekündigt, fördert die KfW Bankengruppe seit dem 1. Oktober erstmals auch den energieeffizienten Neubau von kommunalen und sozialen Nichtwohngebäuden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW setzen damit eine weitere Maßnahme des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) um. Die Mittel hierfür sollen aus dem so genannten "CO2-Gebäudesanierungsprogramm" kommen.

Für Kommunen bedeutet dies, dass sie nun, wie schon gewerbliche Unternehmen seit dem Sommer, von niedrigen Zinsen und hohen Tilgungszuschüssen profitieren können. Hinzu kommt eine Verbesserung der bestehenden Förderung für die Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur. BMWi und KfW wollen damit deutliche Investitionsanreize für mehr Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden setzen.

 

Politik erwartet Bedarfssteigerung bei kommunalen Neubauten

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) begründet die Erweiterung der Förderprogramme mit den ehrgeizigen Zielen der Bundesregierung: "Wir wollen bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Hierzu brauchen wir auch im Nichtwohngebäudesektor Effizienzfortschritte. Kommunen als zentrale Impulsgeber und Gestalter können dazu einen starken Beitrag leisten."

Aus diesem Grund sei es wichtig, die angesprochenen Kommunen zu unterstützen und "in ihrer Energiekompetenz" zu stärken. Gabriel geht davon aus, dass das neue, erweiterte Förderangebot für viele Kommunen hilfreich sein dürfte. Schließlich würde neben der erforderlichen Bestandssanierung in einigen Regionen auch der Bedarf an Neubauten, wie z.B. Schulen und Krankenhäuser, in den kommenden Jahren zunehmen.

 

Nichtwohngebäude mit 42 Prozent des gesamten Primärenergiebedarfs

Den Grund für die allgemeine Förderung von Nichtwohngebäuden durch die KfW nennt Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der Bankengruppe: "In Nichtwohngebäuden schlummern erhebliche Effizienzpotenziale, die Kommunen und Unternehmen neben deutlichen CO2-Einsparungen auch reale Kostenvorteile bringen. 42 Prozent des Primärenergiebedarfs aller Gebäude entfällt auf Nichtwohngebäude."

Die nach Ansicht der KfW bewährte Systematik der Effizienzhäuser mit Anforderungen an den Energiebedarf und die Dämmung der Gebäudehülle wird auch für die Nichtwohngebäude fortgeführt. Die Förderung für bestehende Gebäude soll ebenfalls verbessert werden. Unabhängig vom Alter des zu sanierenden Gebäudes sind hier zum Beispiel Tilgungszuschüsse in Höhe von 5,0 Prozent des Kreditbetrages für energetische Einzelmaßnahmen möglich.

 
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