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bauingenieur24 - Online-Magazin für Bauingenieure 10. Jahrgang | Ausgabe 3308 | Nr. 253
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Fachbeiträge -> Immobilien
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst

Verwaltete Immobilienvermögen in Europa noch stabil

21.01.2010

Die von professionellen Immobilienfondsmanagern verwalteten Vermögenswerte (Assets under Management, AuM) wuchsen im vergangenen Jahr um 5 Prozent. Eigenkapitalzuflüsse von 4 Prozent sowie ein höheres Leverage von 8 Prozent glichen die Bewertungsrückgänge von 7 Prozent in Europa mehr als aus. Das ergab der zweite europäische Real Estate Asset Management Survey der Unternehmensberatung McKinsey & Company.


Fondsmanager mit einem großen Engagement in Großbritannien verzeichneten laut der Studie einen stärkeren Einbruch. Dort fielen die Abwertungen mit 22 Prozent höher aus. In Kontinentaleuropa betrugen sie hingegen bisher nur 2 Prozent. Die Profitabilitätsmargen sanken von 37 auf 32 Basispunkte. Insbesondere gingen die eingenommenen Verwaltungsgebühren um 7 Prozent zurück. Die Kostenbasis blieb in Europa stabil. Dank umfangreicher Maßnahmen zur Kostensenkung konnten aber einige Real Estate Asset Manager ihren Gewinn unter dem Strich um bis zu 20 Prozent steigern. Für die Untersuchung wurden 48 europäische Fondsgesellschaften befragt, die zusammen rund 250 Milliarden Euro managen.

"Die Gewinne der Fondsmanager geraten unter Druck. Mit einer grundlegenden Entspannung ist in naher Zukunft nicht zu rechnen", sagt Philipp Koch, Partner im Münchener Büro von McKinsey und Co-Autor der Studie. Obgleich die europäischen Real Estate Asset Manager das Platzen der Immobilienblase bislang gut überstanden haben, deuten jüngste Marktentwicklungen und Szenarioberechnungen darauf hin, dass weitere Neubewertungen und Deleveraging zu einem anhaltenden Gewinnrückgang führen können. Demnach könnten die Gewinne 2009 selbst im optimistischsten Szenario nur 80 Prozent der Höchstwerte aus dem Jahr 2006 erreichen. In einem pessimistischeren Szenario könnten die Gewinne sogar nur 35 Prozent der Höchstwerte von vor drei Jahren erreichen.

Die von europäischen Immobilienfondsmanagern verwalteten Vermögenswerte wuchsen im Vergleich zu 2007 um 5 Prozent, Abb.: McKinsey

Angesichts des zunehmenden Gewinndrucks und der trüben kurzfristigen Wachstumsaussichten scheinen künftig große, bekannte Traditionsmarken mit einem globalen Vertriebsnetz sowie Boutiquen, die in bestimmten regionalen Märkten oder Immobilienarten kontinuierlich eine Outperformance erzielen, als besonders wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle im Vorteil.


Infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen erscheint es notwendig, dass Real Estate Asset Manager ihre Geschäftsmodelle stärken oder neu ausrichten. Dies erfordert ein verbessertes Anlageversprechen sowie größere Kundennähe bei Produkten und Services. Dafür sind die Weiterentwicklung von Vertriebsmodell, Organisationsstruktur und Personalentwicklung notwendig, heißt es bei McKinsey.


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