Fondsmanager mit einem großen Engagement in Großbritannien verzeichneten laut der Studie einen stärkeren Einbruch. Dort fielen die Abwertungen mit 22 Prozent höher aus. In Kontinentaleuropa betrugen sie hingegen bisher nur 2 Prozent. Die Profitabilitätsmargen sanken von 37 auf 32 Basispunkte. Insbesondere gingen die eingenommenen Verwaltungsgebühren um 7 Prozent zurück. Die Kostenbasis blieb in Europa stabil. Dank umfangreicher Maßnahmen zur Kostensenkung konnten aber einige Real Estate Asset Manager ihren Gewinn unter dem Strich um bis zu 20 Prozent steigern. Für die Untersuchung wurden 48 europäische Fondsgesellschaften befragt, die zusammen rund 250 Milliarden Euro managen.
"Die Gewinne der Fondsmanager geraten unter Druck. Mit einer grundlegenden Entspannung ist in naher Zukunft nicht zu rechnen", sagt Philipp Koch, Partner im Münchener Büro von McKinsey und Co-Autor der Studie. Obgleich die europäischen Real Estate Asset Manager das Platzen der Immobilienblase bislang gut überstanden haben, deuten jüngste Marktentwicklungen und Szenarioberechnungen darauf hin, dass weitere Neubewertungen und Deleveraging zu einem anhaltenden Gewinnrückgang führen können. Demnach könnten die Gewinne 2009 selbst im optimistischsten Szenario nur 80 Prozent der Höchstwerte aus dem Jahr 2006 erreichen. In einem pessimistischeren Szenario könnten die Gewinne sogar nur 35 Prozent der Höchstwerte von vor drei Jahren erreichen. |