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Massivbau
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| 76534 Baden-Baden | Baden-Württemberg |  |
Mit hochwertigen einbaufertigen Bauteilen bietet Schöck rationelle Lösungen in den Bereichen Wärmedämmung, Trittschallschutz und Bewehrungstechnik für die Baustelle und im Fertigteilwerk...
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Autor: Dipl.-Ing. Arno Bidmon Herausgeber: Wapenhans und Richter - Bausachverständige, Dresden |
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Schadensbeispiele im Mauerwerksbau - Teil 3/4 |
| 10.09.2001 |
Teil 3 - Rissverlauf infolge des Schwindprozesses der Stahlbetondecke bei fehlender Papplage |
4. Außenwandrisse im Eckbereich |
Das nächste Schadensbeispiel zeigt einen Horizontalriss im Außenmauerwerk und zwar an einer
Gebäudeecke. Auf dem ersten Blick war dieser Riss etwas ungewöhnlich, jedoch nach weiteren Untersuchungen konnte anhand des Kraftverlaufes die Ursache ermittelt werden.
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| Eckriss in der Außenwand, Foto: Wapenhans und Richter |
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Die Decke oberhalb dieser Rissbildung bestand aus Stahlbeton und hatte eine Ausdehnung von ca. 20,0 x 10,0 m. Die Decke hatte keine Trennlage zwischen dem POROTON – Mauerwerk und dem Stahlbeton. In der Mitte der Längswand bildete sich ein geometrischer Festpunkt aus. Schwindverkürzungen der Stahlbetondecke bewirken eine Kraftübertragung auf das Mauerwerk, die mit zunehmender Entfernung zum geometrischen Festpunkt steigt. Die Beanspruchbarkeit auf Scheibenschub hängt im Wesentlichen von der Auflast ab, die jedoch i.d.R. bei den oberen Decke eines Gebäudes nicht sehr hoch ist. Übersteigt die Beanspruchung die Beanspruchbarkeit, so kommt es zur Rissbildung. Nun stellt sich jedoch die Frage, warum die Rissbildung nicht unterhalb der Decke, sondern in halber Geschosshöhe erfolgte. Die Antwort gibt folgender Kräfteverlauf.
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| Typischer Rissverlauf infolge des Schwindprozesses bei fehlender Papplage zwischen MW und Geschossdecke, Abb.: Wapenhans und Richter |
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Systembedingt wird dieser Effekt durch die geringeren Auflasten in den Ecken einer vierseitig gelagerten Decke überlagert und hängt außerdem von der Plattensteifigkeit ab.
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| Eckriss infolge abhebende Ecke, Foto: Wapenhans und Richter |
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Hinweise zur Schadensvermeidung bietet die
DIN 18530 "Massive Dachkonstruktionen für Dächer" Planung und Ausführung - In der DIN 18530 heißt es: "Massive Deckenkonstruktionen für Dächer" Planung und Ausführung - "3.2.2 Biegeverformungen
Infolge der Durchbiegung der Dachdecke entstehen an den äußeren Auflagern Deckenverdrehungen. Sofern die Dachdecke der üblichen Baupraxis entsprechend nicht zentrisch und frei drehbar gelagert ist, erhalten die darunter liegenden Wände Biegeverformungen und ungleichmäßige Normalverformungen. Ist der Drehwinkel der Dachdecke am Deckenauflager größer als derjenige der Wand, so hebt sich die Dachdecke außen von der Wand ab. An den Ecken kann sich die Dachdecke vollständig abheben." |
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| Mangelhafte Ausführung - Außenwand ohne Bituminöse Papplage, Abb.: Wapenhans und Richter |
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Weiter heißt es: "4. Konstruktive Planungsgrundsätze - Die Gefahr des Auftretens von Rissen infolge zu großer Verformungen in den Wänden kann durch konstruktive Maßnahmen eingeschränkt werden. Solche Maßnahmen sind z. B.: Wahl geeigneter Baustoffkombinationen und Konstruktionsarten von Decken und Wänden bezüglich ihres Verformungsverhaltens, hohe äußere Wärmedämmung auf der Dachdecke, Anordnung von Trennschichten bzw. von Gleit- oder Verformungslagern zwischen Dachdecke und Wänden und Anordnung von Gebäudedehnfugen."
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| Empfohlene Lösung - Außenwand mit Bituminöser Papplage, Abb.: Wapenhans und Richter |
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