Die Decke oberhalb dieser Rissbildung bestand aus Stahlbeton und hatte eine Ausdehnung von ca. 20,0 x 10,0 m. Die Decke hatte keine Trennlage zwischen dem POROTON – Mauerwerk und dem Stahlbeton. In der Mitte der Längswand bildete sich ein geometrischer Festpunkt aus. Schwindverkürzungen der Stahlbetondecke bewirken eine Kraftübertragung auf das Mauerwerk, die mit zunehmender Entfernung zum geometrischen Festpunkt steigt. Die Beanspruchbarkeit auf Scheibenschub hängt im Wesentlichen von der Auflast ab, die jedoch i.d.R. bei den oberen Decke eines Gebäudes nicht sehr hoch ist. Übersteigt die Beanspruchung die Beanspruchbarkeit, so kommt es zur Rissbildung. Nun stellt sich jedoch die Frage, warum die Rissbildung nicht unterhalb der Decke, sondern in halber Geschosshöhe erfolgte. Die Antwort gibt folgender Kräfteverlauf.
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