bauingenieur24 - Online-Magazin für Bauingenieure 9. Jahrgang | Ausgabe 3125 | Nr. 70
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Fachbeiträge -> Politik
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst

VBI kritisiert Haushaltskürzung in der Gebäudesanierung

05.02.2010

Im aktuellen Entwurf des Bundeshaushaltes 2010 will die Bundesregierung nur noch knapp die Hälfte der Mittel des Jahres 2009 (2,2 Mrd. Euro) für die Förderung der Maßnahmen zur Gebäudesanierung zur Verfügung stellen. Dies sei ein fatales Signal für den Klimaschutz in Deutschland, so VBI-Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Klaus Rollenhagen.


"Die energetische Gebäudesanierung ist ein wesentlicher Eckpfeiler in den Bemühungen, den Gebäudebestand in Deutschland zukunftstauglich zu gestalten. Die Förderung jetzt um die Hälfte zurückzufahren, heißt Sparen am falschen Ende. Wir fordern die Bundesregierung auf, an den Zielen des Koalitionsvertrages festzuhalten und die Mittel für die energetische Sanierung auszubauen statt zu kürzen", sagte Dipl.-Ing. Klaus Rollenhagen.

"Die öffentliche Förderung der energetischen Sanierung hat in den vergangenen Jahren erhebliches privates Kapital mobilisiert. In diesem Zusammenhang haben sich viele Hauseigentümer und Investoren dazu entschlossen, umfangreiche Erneuerungen und Sanierungen im Gebäudebestand vorzunehmen. Es ist wenig sinnvoll, in Bereichen zu sparen, die in den nächsten Jahren helfen werden, Energiekosten in großem Umfang zu senken."

Mehr Unabhängigkeit von Öl und Gas: Für die klimapolitischen Ziele sind die energetischen Modernisierungsmaßnahmen an Bestandsgebäuden von ganz besonderer Bedeutung, Foto: Total Deutschland

Die Förderung der Gebäudesanierung trage in der Planungsbranche dazu bei, zahlreiche der über 300.000 hochqualifizierten Arbeitsplätze zu sichern. Mit nicht zu Ende gedachten Streichlisten, müsse hier genauso wie im Bereich der öffentlichen Infrastruktur äußerst behutsam vorgegangen werden, erläuterte Rollenhagen.