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12. Jahrgang | Ausgabe 4294 | Nr. 143
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Fachbeitrag aus Tiefbau für Bauingenieure
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst

Kellerlichtschächte im drückenden Wasser

26.11.2010

Bei fehlerhafter Montage von Kellerlichtschächten können Wärmebrücken entstehen. Eine neu entwickelte Montage-Dämmplatte von MEA Bausysteme soll das verhindern, auch bei drückendem Wasser


Der Einsatz des Systems ist in Baugebieten möglich, die etwa durch hohe Grundwasserstände oder zeitweise drückendes Wasser spezielle Anforderungen an die Ausführung stellen. Die neue Montage-Dämmplatte ist ab Werk mit den passenden Befestigungspunkten für alle gängigen Größen versehen. So soll der Einbau beim Einsatz einer Perimeterdämmung schneller und sicherer ablaufen.

Für die Montage wird das Mauerwerk grundiert und die Dickbeschichtung auf Wand und Dämmplatte aufgebracht. Anschließend wird das Bauelement aufgeklebt und gegen Verrutschen gesichert. In einem nächsten Arbeitsschritt dichtet der Monteur Meafix komplett ab. Danach steht eine 24 Stunden lange Trocknungszeit an, bevor der Lichtschacht montiert werden kann. Messen und Bohren entfallen vollständig. Die Dichtebene wird nicht beschädigt und Wärmebrücken können so nicht entstehen, verspricht der Hersteller. Der Lichtschacht wird dann mit einem speziellen Klebstoff abgedichtet und befestigt. Nach weiteren 24 Stunden ist er begehbar und die Arbeiten abgeschlossen.

Der druckwasserbeständige DWD-Lichtschacht: Alle benötigten Befestigungspunkte an der Montagedämmplatte sind ab Werk angebracht, Foto: MEA Bausysteme GmbH
Der druckwasserbeständige DWD-Lichtschacht: Alle benötigten Befestigungspunkte an der Montagedämmplatte sind ab Werk angebracht, Foto: MEA Bausysteme GmbH

Die stabile Montage-Dämmplatte hat eine Druckfestigkeit von 200 bis 300 kPa bei 10 Prozent Stauchung sowie eine Rohdichte von 30 kg/m³. So ist der Bereich optimal gedämmt und die Standards für Niedrigenergie- und Passivhäuser problemlos erfüllt. Kaschiert mit einer Faserzementplatte muss die Wand nicht mehr durch Verputzen zeitintensiv weiterverarbeitet werden. Sie kann einfach mit der Sockelfarbe überstrichen werden.


Kommt neben der Montage-Dämmplatte zusätzlich das neue Meafix Sockelelement zum Einsatz, sollen sich in diesem Bereich Frostschäden durch Bodenfeuchte vermeiden lassen. Das Bauteil besteht je nach Wahl aus einem 10 oder 12 Zentimeter starken Dämmstoff. Es sind nach der Montage keine zusätzlichen Nachbearbeitungen (wie etwa Verputzen) notwendig, die hochfeste Oberfläche schützt vor Beschädigung des Dämmstoffes.


Der DWD-Lichtschacht ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Die Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (MPA) Karlsruhe hat das Bauteil über einen Zeitraum von fünf Jahren unter permanenter Wasserbeanspruchung getestet. Die Ergebnisse bestätigten die Verwendbarkeit im Sinne der DIN 18195.


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