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Autor: Michael Braun Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst |
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"Jedes Jahr fehlen etwa 1000 Hochschulabsolventen" |
| 11.06.2009 |
Ob Autobahnbrücke, Einkaufscenter oder Fußballstadion – was Bauingenieure konstruieren, nutzt allen und ist von Dauer. Nach Ansicht der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau (BayIKa) hat auch deswegen derzeit kaum ein anderer Beruf so gute Chancen wie der des Bauingenieurs. |
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Im vergangenen Jahr seien in der Bauwirtschaft zahlreiche offene Ingenieurstellen nicht besetzt worden. "Der Bedarf ist groß, aber Ingenieurbüros können nicht genügend Leute finden", beschreibt Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, die Situation. Auf absehbare Zeit könne der jährliche Einstellungsbedarf von rund 4500 Bauingenieuren nicht gedeckt werden. "Jedes Jahr fehlen etwa 1000 Hochschulabsolventen", so Schroeter. Die Zahl arbeitsloser Bauingenieure geht seit Jahren kontinuierlich zurück und hat nun einen historischen Tiefststand erreicht. Die Beschäftigungsquote liege bei 97 Prozent.
Obwohl die Zahl der Studienanfänger in den Studiengängen Bauingenieurwesen im Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/2009 wieder gestiegen ist, will Schroeter keine Entwarnung geben: "Die deutsche Bauwirtschaft und die Planungsbüros bieten gut ausgebildeten Ingenieuren hervorragende Karrieremöglichkeiten. Auch in der öffentlichen Verwaltung sind Ingenieure gefragt wie selten zuvor", so der Kammerpräsident. Berufseinsteiger starten mit einem Durchschnittseinkommen in Höhe von 39.000 Euro (brutto), erfahrene Ingenieure verdienen durchschnittlich 55.000 Euro (brutto) pro Jahr. |
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| Ohne Ingenieure geht und steht nichts. Ohne sie gebe es keine Brücken, keine Straßen, keine Infrastruktur. Die Luftaufnahme zeigt das Freizeitbad in Deggendorf während der Bauphase, Foto: Häussler Ingenieure GmbH |
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Wer im Studium seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefe, dem stünden auch international alle Türen offen, empfiehlt Schroeter. Mit einigen Jahren Berufserfahrung könne man als Ingenieur im Bauwesen auf der Karriereleiter nach oben klettern und Oberbauleiter, Abteilungs- oder Niederlassungsleiter werden – oder den Grundstein für ein eigenes Unternehmen legen. |
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Ein weiterer Grund für den Ingenieurmangel sieht der Kammerpräsident im sinkenden Interesse für Technik und Mathematik: "Schon in den Schulen wird viel zu wenig Augenmerk auf die Bedeutung der naturwissenschaftlichen Fächer gelegt." Er ruft dazu auf, der Technik in Schul- und Hochschulausbildung wieder den Stellwert einzuräumen, der ihr der volkswirtschaftlichen Bedeutung nach zukomme. |
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Einen Mangel an motivierten, neugierigen, innovativen und technikbegeisterten Experten könne sich die Gesellschaft nicht leisten. Neuerdings informiert die Kammer mit einer CD-ROM ausführlich über den Beruf des Ingenieurs im Bauwesen. "Die CD soll vor allem Schüler ansprechen und informiert über Voraussetzungen, Studium, Arbeitsfelder und Karrierechancen", sagt Schroeter. Die CD ist kostenfrei bei der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau erhältlich. |
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