mapupdateservices
 
bauingenieur24 - Online-Magazin für Bauingenieure mit Stellenmarkt
12 Jahre [2001-2013] - Online-Magazin mit Stellenmarkt für Bauingenieure
12. Jahrgang | Ausgabe 4291 | Nr. 140

Share |

Forum für Bauingenieure » Berufseinstieg/Konjunktur

Gast
26. Juni 2006 - 8:18

Hallo zusammen,

ich habe mit großem Interesse die Beiträge dieses Forums gelesen --> ich war nur bei manchen Diskussionen (besonders über das Thema Aussichten/Studieren/Absolventen) über die negative HALTUNG erschrocken! Ich muß sagen, daß ich (gerade fertig geworden) def. KEINE Probleme habe/hatte einen JOB zu finden! Ich habe 16 Bewerbungen geschrieben, hatte 3 Vorstellungsgespräche und davon 2 Zusagen! Und ich bin NICHT der Überflieger mit 8 Semester Studium und einem Abschluss von 1,0 inkl. Sprachen wie Spanisch,Russisch und Chinesisch!

Ich wollte nun mal von anderen Bauingenieurinnen und Bauingenieuren wissen, ob es auch wirklich "besser" wird, oder ob ich "nur" Glück gehabt habe. Ich möchte nämlich, daß sich das Bild des Bauingenieurs VERBESSERT!

Also, wie sind MOMENTAN Ihre Erfahrungen (2006)? Wie sieht es bei den Absolventen aus, wie bei den älteren Semestern?

Gruß

dsf
14. Februar 2010 - 16:13

Es ist leider richtig, daß häufig nur ein Bruchteil der HOAI für die Planung von Bauvorhaben gezahlt wird. Da kann es einen nicht verwundern, wenn nur noch mickrige Gehälter 1500-2000 € oder gar nur der Praktikantentarif ca. 400 € an die Archtekten und Ingenieure gezahlt wird.

Mißmutig stimmt es erst recht, wenn man sich ansieht, daß für die Baubranche in den nächsten Jahren ein weiterer Umsatzrückgang von 25% vorhergesagt wrid.

Besser die Uni meiden und Taxifahrer oder Hausmeister werden, das wird besser bezahlt!

Gast
5. Dezember 2009 - 17:26

Hallo Einsteiger,

ich möchte den Sinn Deiner Frage an einem Beispiel erklären:

"Ich mache gerne Urlaub, auf welchen Kontinent soll ich fliegen?"

Auf die Frage, was am besten für Deine Zukunft ist, kannst Du von Menschen, die nur wissen, dass Du Bauingenieur bist, keine hilfreiche Antwort erwarten. Ich kann Dir nur eine allgemeine Antwort geben: Versuche herauszufinden
- warum Du Dich für diesen Studiengang entschieden hast,
- was Dir während des Studiums besonders gefallen hat,
- wie Du Dir ein Leben als Ingenieur vorstellst (z. B. geregelter Alltag oder eher weltweite Abenteuer etc.)?

Danach musst Du überlegen, welche berufliche Laufbahn am ehesten Deinen Interessen entspricht. Und dann wirst Du auch überzeugende Antworten im Vorstellungsgespräch haben. Ob Du lieber auf Seiten des AG oder AN arbeiten möchtest, ist auch eine Typfrage. Das kann man nicht mit der Wirtschaftslage im Bauwesen beantworten.

Gast
5. Dezember 2009 - 17:25

Hallo,

bin auch gerade fertig geworden mit dem Studium und es wäre auch für mich Interessant zu wissen, welche Richtung man einschlagen sollte?

Erfahrung habe ich bisher, außer ein Praktikum, noch nicht wirklich sammeln können. Bin jetzt am Überlegen, ob ich vielleicht als Bauüberwacher einsteigen soll, oder ist es besser zuerst auf AN Seite Erfahrungen zu sammeln?

Wenn man auf AG Seite anfängt, könnte man dann noch auf AN Seite wechseln, falls es einem zu langweilig wird ?? ;-)

Für Eure Entscheidungshilfe wäre ich sehr dankbar.

Gast
5. Dezember 2009 - 17:24

Lass Dich von dem Hinweis auf die Berufserfahrung nicht immer abschrecken. Versuche anhand des Stellenangebotes zwischen den Zeilen zu erkennen, ob nicht doch ein Anfänger in Frage kommt. Dabei hilft vor allem die Tätigkeitsbeschreibung

Noch ein viel besserer Tip: Ruf einfach an und frag ob du dich auch ohne Berufserfahrung bewerben sollst. Dann hat man auch gleich einen guten Start bei der Bewerbung und kann bezug auf das "freundliche und informative" Telefongespräch nehmen und wie telefonisch besprochen seine Bewerbungsunterlagen zusenden.

Noch was nebenbei:
Tragwerksplanung in Hamburg: 8 Bewerbungen, 5 Vorstellungsgespräche und 2 Zusagen. Gehalt jetzt 39.000 p.a. + Weihnachtsgeld als Berufseinsteiger.

greetz Dene

Gast
5. Dezember 2009 - 17:23

Hallo Travelmate,

Bewerbungsphasen können frustrierend sein, aber man darf sich dann zusätzlich zu den selbst erhaltenen Absagen nicht noch negative Erfahrungen von Kommilitonen ständig vor Augen halten. Ich sehe die Gefahr, dass Ihr Euch gegenseitig "runterzieht". Konzentrier Dich auf die Fälle, in denen Bekannte von Dir den Berufseinstieg bereits geschafft haben.

Meine Tipps sind folgende:
- Je größer die Firma, desto größer ist oft die Bereitschaft, Anfänger einzustellen. Bewirb Dich auch bei den großen Konzernen und bei großen Mittelständlern. Nicht nur in der Zentrale, versuche Ansprechpartner passend zu Deinem Einsatzgebiet zu finden (Homepage, Telefon)
- Bewirb Dich überregional (bundesweit). Mit ein paar Jahren Berufserfahrung in der Tasche kann man immer noch zurück in die Heimat. Dann ist es leichter.
- Ziehe auch Alternativen in Erwägung. Z.B. ein Refrendariat im öffentlichen Dienst o. ä.
- UND GANZ WICHTIG: Deine Bewerbungsmappe muss gerade in schlechten Zeiten vom Feinsten sein! Also lass nicht nur irgendwelche Freunde oder Verwandte drüber schauen, sondern auch Profis.

Die findest Du u. a. auf Bondingmessen oder in Uni-Städten bei regelmäßig kostenlos angebotenen Bewerberseminaren (Infos liegen oft in der Mensa aus). Dazu gibt es in der Regel jede Menge Bücher in der Uni-Bibliothek zum Thema Bewerben.

Wer für die erste Bewerbung nicht mindestens eine Woche vollzeit investiert hat, hat i. d. R. noch keine ordentliche Bewerbung. Da kann man sich das Abschicken gleich ganz sparen. Später reichen dann wenige Stunden pro Bewerbung.

- Lass Dich von dem Hinweis auf die Berufserfahrung nicht immer abschrecken. Versuche anhand des Stellenangebotes zwischen den Zeilen zu erkennen, ob nicht doch ein Anfänger in Frage kommt. Dabei hilft vor allem die Tätigkeitsbeschreibung.

- Und last but not least: Dass Praktika keine Berufserfahrung im eigentlichen Sinne sind, das gilt für alle Branchen. Solche Rückmeldungen darf man weder persönlich nehmen noch deswegen mit der Studienwahl hadern. Und dass Dein Bekannter eine Absage bekommen hat, weil das Unternehmen jemanden sucht, der sofort (ohne Einarbeitung) starten kann, ist auch in anderen Branchen nicht ungewöhnlich.

Kleine Ingenieurbüros und Baufirmen stellen neues Personal oft erst nach einem großen Auftragseingang ein und dann muss alles ganz schnell gehen. Aus einzelnen Absagen sollte man aber keine allgemeinen Schlüsse ziehen nach dem Motto "niemand nimmt einen Anfänger".

Gast
5. Dezember 2009 - 17:21

Hallo Kollegen,

so langsam bin ich es leid, mich als frisch gebackener BauIng zu bewerben. Jedes Stellenangebot ist mit dem Hinweis versehen:
mehrjährige Berufserfahrung.

Ich frage mich wirklich, woher soll ich die nehmen, wenn ich nicht in den Job reinkomme.
Bei den vorangegangenen Gesprächen hiess es
sogar, dass meine Praktika nicht als Berufs-
erfahrungen gelten.

Ein Freund von mir hat sich telefonisch bei
einer Firma erkundigt: er hat in Geotechnik
vertieft. Doch die Firma liess ihn wissen,
dass die Firma jemanden sucht, der
sofort anfangen soll. Für frisch gebackene
Leute hätte die Firma keine Zeit, sie
einzuarbeiten.

Das ist wirklich schlecht. Da studiert man und hofft auf einen Job, gerade in diesen Zeiten und hört immer das gleiche.

Ich dachte, wir hätten einen Fachkräfte-
mangel in Deutschland.

Castigliano
2. Juli 2006 - 15:04

Hallo,

meiner Meinung nach zieht die Konjunktur ein wenig an. Das heißt nicht, daß es "rosig" aussieht, aber es zeigt sich ein gewisser Aufwärtstrend.

Ich glaube, man kann den Bauingenieur-Studenten Hoffnung machen, in 1-2 Jahren siehts wirklich besser aus. Natürlich kann ich mich auch irren!

Gruß

Matthias Stricker
31. August 2006 - 16:49

Hallo,

ich denke, ganz so schlimm wie es noch vor einem oder zwei Jahren ausgesehen hat, ist es jetzt nicht mehr. Aber generell kommt es doch stark darauf an, in welcher Region man arbeiten möchte und ob es schon Beziehungen zu Firmen, wie z.B. durch Praktika, gegeben hat. Jemand mit Erfahrung im Ausland sollte es nicht allzu schwer haben einen Job zu finden.

Grüße, Matthias

Tiefbau
3. September 2006 - 11:15

Hallo,

in meiner Region wurden in letzter Zeit auch mehrere Bauingenieure gesucht.
Ich hoffe mal nicht, dass der lange Winter und damit die kurze Bauphase im Sommer der Grund für die komprimierten Einstellungen sind.

Ich hatte meiner Meinung nach auch Glück, was auch dazu gehören muss. Die große Frage ist aber immer wieder...Was wird einem Jung-Ingenieur bezahlt...und ...Machen wir uns gegenseitig den Tarif und das Gehalt kaputt indem man die Gehaltsangebote der Firmen ohne weitere Verhandlungen akzeptiert.

Ein Vergleich mit anderen Ingenieur-Guppen oder gar Berufschullehrern ist nicht ratsam.
Dennoch bin ich guter Dinge, da die "Alten" irgendwann ausscheiden werden und die Studentenzahlen immernoch rückläufig sind, nach Adam Riese also die Nachfrage steigen sollte.

Absolvent
13. September 2006 - 14:14

Also ich habe schon 20 Bewerbungen geschrieben und habe noch keine einzige positive Nachricht bekommen.

Raum: Bremen-Hannover
Note: 2,7 Gesamtnote (FH)

@Staiker

Aus welchen Teilen Deutschlands kommst du?
Mit welchem Gehalt fängst du an?

mfg

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bild-CAPTCHA
Bitte die im Bild dargestellten Buchstaben (ohne Leerzeichen) eingeben.