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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen?

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| 20. Februar 2010 - 12:16

Ich bin 29 und habe im Jahr 2005 erfolgreich mein Diplom (Note 2,0) an der FH Bremen im Bereich Siedlungswasserwirtschaft / Verkehrswegebau abgeschlossen. Arbeite jetzt seit 4 Jahren in einem kleinen Ingenieurbüro in Raum Osnabrück. Mein Aufgabenfeld umfasst die Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung von kleineren Bauprojekten (bis 1 Mio €). Des Weiteren kümmere ich mich um den Kontakt zu unseren Auftraggebern (kleinere Gemeinden / Kommunen / Wasserverbände). Jetzt würde ich gern wissen ob ein Monatseinkommen von 2700 € brutto für diese Art der Tätigkeit fair bzw. ausreichend ist? Was verdient ihr in ähnlichen Bereichen / Positionen?

ejjjj | 20. Februar 2017 - 19:31

Bauleiter Straßenbau, ca. 300 Mitarbeiter
Berufserfahrung
0 - 0,5 Jahre: 3200 € Gehalt ohne Abschluss (Praxissemester)
0,5 - 1,0 Jahre: 3482 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 6
1,0 - heute: 3700 € Gehalt B. Eng. Firmenwagen Golf 7

DD5 | 18. Februar 2017 - 20:38

@Jakub:
Nach meinen Erfahrungen kannst Du als Berufseinsteiger in Dresden zwischen 2500 bis 3000 EUR verdienen. Ich bin nach 5 Jahren Berufserfahreung bei 3700 EUR.

Statiker | 14. Februar 2017 - 11:16

@Baui-m, @BIM:
Entschuldigung der späten Rückmeldung, ich war schon ein paar Wochen nicht mehr im Forum. Ich bin einer der Glücklichen, die in der Automobilindustrie untergekommen sind, auch hier gibt es Bauabteilungen. Unsere Abteilung beinhaltet ca. 130 Baufachleute, weltweit. Also dementsprechend rar sind die Jobs und jeder möchte sie haben, von daher sehr hoher Konkurrenzdruck. Ich bin von der Statik in die Projektleitung gegangen, hier ist definitiv (auch außerhalb der Autoindustrie) mehr Geld zu machen. Von daher mein Tipp: Immer auch mal außerhalb der klassischen "Bauindustrie" nach Jobs suchen, z. B. Pharma, Chemie, Auto usw. Hier gibt es immer wieder sehr gute Jobs zu besetzen, allerdings wie bereits erwähnt, sind diese sehr schwer zu bekommen. Aber mit guten Referenzen und etwas Glück gehört man dazu.

Jakub | 14. Februar 2017 - 09:06

Ich bin 27, ein Jahr nach dem Abschluss (Technische Universität Breslau, Polen), Vertiefung Wasserbau und Tiefbau. Ich komme aus Polen und wohne seit 2 Jahren in Deutschland. Ich habe ein Semester Erasmusaustausch an der TU Dresden gemacht. Ich besitze sehr gute Deutschkenntisse und fließend Englischkenntnisse. Nach dem Abschluss habe ich ein 4-monatiges Praktikum gemacht (Bereich Baumanagement) und dann 5 Monaten als Bauführer in der Abteilung Abrechnung und Vermessung gearbeitet (Bereich Tiefbau). Monatsgehalt war 2500 €. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer neuen Arbeit (Dresden und in der Nähe). Wie viel könnte ich in dieser Region verdienen? Sind 2500 € Gehalt im Monat ein Maximum für Dresden?

DA73 | 02. Februar 2017 - 22:00

Das Institut der Freien Berufe IFB hat seinen neuen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Architektur- und Ingenieurbüros herausgegeben. Für vollzeitbeschäftigte Ingenieure ist dabei besonders interessant das Diagramm 2.3.12. Demnach sind zwischen 2013 und 2015 bei den Ingenieuren die Brutto-Jahresgehälter in allen Berufserfahrungsgruppen gesunken. Bei ein und zwei Jahren Berufserfahrung 2014 -0,6 Prozent und 2015 noch einmal -1,7 Prozent, bei drei bis zehn Jahren -1,2 Prozent und dann -1,7 Prozent und bei mehr als zehn Jahren Berufserfahrung -0,5 Prozent und dann sage und schreibe -8,0 Prozent.

Die Babyboomer gehen in Rente und die Nachrücker holen gehaltsmäßig nicht auf, im Gegenteil. Bedenkt man, dass dies in einer Zeit allgemeiner Lohnsteigerungen passiert und einer Zeit reger Bautätigkeit, in der die Baukosten und damit die Honrare gestiegen sind und dass die nominalen Bruttogehälter noch nicht mal inflationsbereinigt sind, liegt der Schluss nahe, um Ingenieurbüros im Bauwesen einen großen Bogen zu machen. Augen auf bei der Berufswahl. Gerade im Vergleich zum öffentlichen Dienst ist noch zu beachten, dass es da ja nicht nur die allfälligen Tariferhöhungen gibt, sondern auch noch die Höherstufungen innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe nach Dienstjahren. Dabei ist das Ende der Fahnenstange (nach unten) für die allergrößtenteils nicht tarifgebundenen Ingenieure in den Planungsbüros noch nicht erreicht, gibt es doch seitens der EU zunehmend Bestrebungen, die HOAI auszuhebeln. Hier noch ein Link zur Studie: http://bingk.de/wp-con...

Schorch | 31. Januar 2017 - 10:58

Danke für das Feedback @Farang und @PM:
Ich konnte mich jetzt nach wochenlangem verhandeln auf folgende Konditionen einigen: Spezialtiefbau eines Großkonzerns und Platzierung in Nord-Deutschland. Einstiegsgehalt Brutto 75.000 Euro inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld exkl. Erfolgsprämie. Wohnung wird temporär gestellt, danach gemäß Einsatzort verhandelbar. Firmenwagen wird gestellt (Größe Oberbauleiter, inkl. Tankkarte und Privatnutzung).

Möchte anmerken, dass ich noch weitere attraktive Angebote hatte (Max. Brutto 85.000 Euro), aber mir sowohl Position, Perspektive und Unternehmen des ersteren Angebotes deutlich besser gefallen haben. Für mich soll das obige Einstiegsgehalt nicht das Ende der Fahnenstange sein, weshalb ich andere Faktoren höher in Ihrer Priorität angesetzt habe. Kann wirklich nur jedem ans Herz legen, solange man es sich zeitlich und finanziell leisten kann, sollte man sich genau anschauen, mit wem man die nächsten Jahren zusammenarbeiten möchte. Gruß, Schorch

BD | 31. Januar 2017 - 00:43

Da ich hier während meines Studiums insgesamt über Jahre mitgelesen habe, möchte ich auch meine eigenen Erfahrungen (+ Studienkollegen) preisgeben. Ich möchte dazu sagen, dass ich alle Verträge gesehen habe und es sich dabei nicht um Gerede handelt. Die angegebenen Stunden spiegeln die reale Arbeitszeit wieder.

Einstiegsgehälter:
-Projektsteuerer Stuttgart 48.000 EUR bei 55-60 Stunden
-Business Development Bauzulieferer 52.000 EUR - 38 Stunden
-Bauabteilung eines großen Maschinenbauers 61.000 EUR bei 35 Std. Tarif (real Schnitt 38-es wird z.T. ausgestempelt und weitergearbeitet)
-Bauleiter Bereich Abbruch 51.000 + Firmenwagen 60 Stunden
-Bauleiter Bauunternehmen 39.000 + Firmenwagen - 55 Stunden

Alle haben wir ein Masterstudiengang absolviert und sind vor einem halben bis dreiviertel Jahr eingestiegen. Alle Unternehmen sind in Baden-Württemberg oder Bayern.

Das Forum hier hat mich oftmals an meiner Studienwahl zweifeln lassen. Ich habe mich (auch aufgrund des Forums) frühzeitig breit aufgestellt und schon während des Bachelors Projektmanagement vertieft. Den Master habe ich ebefalls in diesem Bereich gemacht. Aufgrund dieser Entscheidung war ich nicht nur für Bauunternehmen, -Zulieferer und Projektsteuerer attraktiv, sondern auch für Unternehmen außerhalb der Branche. Letztlich habe ich bei einem Bauzulieferer einen sehr guten Job gefunden. Das bringt mir zahlreiche Vorteile aus den hier oftmals zitierten anderen Industrien (insb. Sozialleistungen und Work-life-Balance), aber lässt mich immer noch an meiner Leidenschaft - dem Bauen - teilhaben.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es wirklich kein Problem war einen Job zu finden. Lediglich einer von uns 5 war 2 Monate lang nach dem Studium ohne Anstellung. Ich kann nur jedem raten, der sich zu schlecht bezahlt fühlt, die aktuelle Situation auf dem Markt zu nutzen! Hier (ich spreche für Süddeutschland) suchen nahezu alle Bauunternehmen bzw. Unternehmen aus der Branche händeringend nach Mitarbeitern (insb. Bauleitern). Ich selbst konnte das bereits für die erste Gehaltsverhandlung nach der Probezeit nutzen. Keiner weiß wie lange das anhält - deshalb jetzt oder nie!

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch bei allen bedanken, die ihre Gehälter, Sorgen, Probleme und Wünsche geteilt haben! Auch wenn man hier nicht jeden Beitrag für Voll nehmen sollte, gibt es einem eine gute Orientierung. Dankeschön hierfür!

Baui-m | 26. Januar 2017 - 20:31

@Statiker:
In welche Branche hast du gewechselt und was machst du jetzt, wo du die Statik an den Nagel gehängt hast?

BIM | 26. Januar 2017 - 17:03

@Statiker:
Würdest du uns auch verraten, in welcher Branche du untergekommen bist?

M25 | 17. Januar 2017 - 15:30

Ich bin 25 Jahre alt, habe einen Masterabschluss im Baubetrieb. Angestellt als Bauleiter in einem Unternehmen >1000 Mitarbeiter. Brutto-Jahresgehalt von 50.000 Euro + Firmenwagen, obendrauf als Einstieg.

Statiker | 16. Januar 2017 - 11:22

@Jens:
Ich halte es für realistisch. Hängt auch ein wenig von dem Standort usw. ab. Ich bin nach dem Studium, ebenfalls Master, als Statiker mit 4000 € EUR eingestiegen, wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass das schon eher hoch ist. Die meisten meiner Kommilitonen sind in vergleichbarer Anstellung eher mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Also ich denke es ist ein vernünftiger Lohn für den Einstieg. Ich selber bin mittlerweile nach 4 Jahren bei knapp 70000 € Gehalt angekommen, habe aber die Branche und den Job als Statiker gewechselt, da dort auf lange Sicht keine großen Sprünge zu sehen sind, außer man geht in die Selbstständigkeit.

GHT | 16. Januar 2017 - 01:06

Ich bin 25 Jahre alt, Studium vor kurzem abgeschlossen, Vertiefung: Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften, Notendurchschnitt 1,7, Einstiegsgehalt 52000 EUR, Mitarbeiter >1000.

Jens | 13. Januar 2017 - 16:50

Ich habe letztes Jahr mein Studium im konstruktiven Ingenieurbau (Master) mit einem Schnitt von 1.1 abgeschlossen. Würde gerne wissen ob ein Jahresgehalt von 44000 als Einsteiger ohne Berufserfahrung in der Tragwerksplanung/Projektingenieur angemessen ist?

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