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16. Jahrgang | Ausgabe 5694 | Nr. 82
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

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DA73 | 02. Februar 2017 - 22:00

Das Institut der Freien Berufe IFB hat seinen neuen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Architektur- und Ingenieurbüros herausgegeben. Für vollzeitbeschäftigte Ingenieure ist dabei besonders interessant das Diagramm 2.3.12. Demnach sind zwischen 2013 und 2015 bei den Ingenieuren die Brutto-Jahresgehälter in allen Berufserfahrungsgruppen gesunken. Bei ein und zwei Jahren Berufserfahrung 2014 -0,6 Prozent und 2015 noch einmal -1,7 Prozent, bei drei bis zehn Jahren -1,2 Prozent und dann -1,7 Prozent und bei mehr als zehn Jahren Berufserfahrung -0,5 Prozent und dann sage und schreibe -8,0 Prozent.

Die Babyboomer gehen in Rente und die Nachrücker holen gehaltsmäßig nicht auf, im Gegenteil. Bedenkt man, dass dies in einer Zeit allgemeiner Lohnsteigerungen passiert und einer Zeit reger Bautätigkeit, in der die Baukosten und damit die Honrare gestiegen sind und dass die nominalen Bruttogehälter noch nicht mal inflationsbereinigt sind, liegt der Schluss nahe, um Ingenieurbüros im Bauwesen einen großen Bogen zu machen. Augen auf bei der Berufswahl. Gerade im Vergleich zum öffentlichen Dienst ist noch zu beachten, dass es da ja nicht nur die allfälligen Tariferhöhungen gibt, sondern auch noch die Höherstufungen innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe nach Dienstjahren. Dabei ist das Ende der Fahnenstange (nach unten) für die allergrößtenteils nicht tarifgebundenen Ingenieure in den Planungsbüros noch nicht erreicht, gibt es doch seitens der EU zunehmend Bestrebungen, die HOAI auszuhebeln. Hier noch ein Link zur Studie: http://bingk.de/wp-con...

Schorch | 31. Januar 2017 - 10:58

Danke für das Feedback @Farang und @PM:
Ich konnte mich jetzt nach wochenlangem verhandeln auf folgende Konditionen einigen: Spezialtiefbau eines Großkonzerns und Platzierung in Nord-Deutschland. Einstiegsgehalt Brutto 75.000 Euro inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld exkl. Erfolgsprämie. Wohnung wird temporär gestellt, danach gemäß Einsatzort verhandelbar. Firmenwagen wird gestellt (Größe Oberbauleiter, inkl. Tankkarte und Privatnutzung).

Möchte anmerken, dass ich noch weitere attraktive Angebote hatte (Max. Brutto 85.000 Euro), aber mir sowohl Position, Perspektive und Unternehmen des ersteren Angebotes deutlich besser gefallen haben. Für mich soll das obige Einstiegsgehalt nicht das Ende der Fahnenstange sein, weshalb ich andere Faktoren höher in Ihrer Priorität angesetzt habe. Kann wirklich nur jedem ans Herz legen, solange man es sich zeitlich und finanziell leisten kann, sollte man sich genau anschauen, mit wem man die nächsten Jahren zusammenarbeiten möchte. Gruß, Schorch

BD | 31. Januar 2017 - 00:43

Da ich hier während meines Studiums insgesamt über Jahre mitgelesen habe, möchte ich auch meine eigenen Erfahrungen (+ Studienkollegen) preisgeben. Ich möchte dazu sagen, dass ich alle Verträge gesehen habe und es sich dabei nicht um Gerede handelt. Die angegebenen Stunden spiegeln die reale Arbeitszeit wieder.

Einstiegsgehälter:
-Projektsteuerer Stuttgart 48.000 EUR bei 55-60 Stunden
-Business Development Bauzulieferer 52.000 EUR - 38 Stunden
-Bauabteilung eines großen Maschinenbauers 61.000 EUR bei 35 Std. Tarif (real Schnitt 38-es wird z.T. ausgestempelt und weitergearbeitet)
-Bauleiter Bereich Abbruch 51.000 + Firmenwagen 60 Stunden
-Bauleiter Bauunternehmen 39.000 + Firmenwagen - 55 Stunden

Alle haben wir ein Masterstudiengang absolviert und sind vor einem halben bis dreiviertel Jahr eingestiegen. Alle Unternehmen sind in Baden-Württemberg oder Bayern.

Das Forum hier hat mich oftmals an meiner Studienwahl zweifeln lassen. Ich habe mich (auch aufgrund des Forums) frühzeitig breit aufgestellt und schon während des Bachelors Projektmanagement vertieft. Den Master habe ich ebefalls in diesem Bereich gemacht. Aufgrund dieser Entscheidung war ich nicht nur für Bauunternehmen, -Zulieferer und Projektsteuerer attraktiv, sondern auch für Unternehmen außerhalb der Branche. Letztlich habe ich bei einem Bauzulieferer einen sehr guten Job gefunden. Das bringt mir zahlreiche Vorteile aus den hier oftmals zitierten anderen Industrien (insb. Sozialleistungen und Work-life-Balance), aber lässt mich immer noch an meiner Leidenschaft - dem Bauen - teilhaben.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es wirklich kein Problem war einen Job zu finden. Lediglich einer von uns 5 war 2 Monate lang nach dem Studium ohne Anstellung. Ich kann nur jedem raten, der sich zu schlecht bezahlt fühlt, die aktuelle Situation auf dem Markt zu nutzen! Hier (ich spreche für Süddeutschland) suchen nahezu alle Bauunternehmen bzw. Unternehmen aus der Branche händeringend nach Mitarbeitern (insb. Bauleitern). Ich selbst konnte das bereits für die erste Gehaltsverhandlung nach der Probezeit nutzen. Keiner weiß wie lange das anhält - deshalb jetzt oder nie!

Ich möchte mich hier an dieser Stelle noch bei allen bedanken, die ihre Gehälter, Sorgen, Probleme und Wünsche geteilt haben! Auch wenn man hier nicht jeden Beitrag für Voll nehmen sollte, gibt es einem eine gute Orientierung. Dankeschön hierfür!

Baui-m | 26. Januar 2017 - 20:31

@Statiker:
In welche Branche hast du gewechselt und was machst du jetzt, wo du die Statik an den Nagel gehängt hast?

BIM | 26. Januar 2017 - 17:03

@Statiker:
Würdest du uns auch verraten, in welcher Branche du untergekommen bist?

M25 | 17. Januar 2017 - 15:30

Ich bin 25 Jahre alt, habe einen Masterabschluss im Baubetrieb. Angestellt als Bauleiter in einem Unternehmen >1000 Mitarbeiter. Brutto-Jahresgehalt von 50.000 Euro + Firmenwagen, obendrauf als Einstieg.

Statiker | 16. Januar 2017 - 11:22

@Jens:
Ich halte es für realistisch. Hängt auch ein wenig von dem Standort usw. ab. Ich bin nach dem Studium, ebenfalls Master, als Statiker mit 4000 € EUR eingestiegen, wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass das schon eher hoch ist. Die meisten meiner Kommilitonen sind in vergleichbarer Anstellung eher mit 3500 € Gehalt eingestiegen. Also ich denke es ist ein vernünftiger Lohn für den Einstieg. Ich selber bin mittlerweile nach 4 Jahren bei knapp 70000 € Gehalt angekommen, habe aber die Branche und den Job als Statiker gewechselt, da dort auf lange Sicht keine großen Sprünge zu sehen sind, außer man geht in die Selbstständigkeit.

GHT | 16. Januar 2017 - 01:06

Ich bin 25 Jahre alt, Studium vor kurzem abgeschlossen, Vertiefung: Baubetrieb und Wirtschaftswissenschaften, Notendurchschnitt 1,7, Einstiegsgehalt 52000 EUR, Mitarbeiter >1000.

Jens | 13. Januar 2017 - 16:50

Ich habe letztes Jahr mein Studium im konstruktiven Ingenieurbau (Master) mit einem Schnitt von 1.1 abgeschlossen. Würde gerne wissen ob ein Jahresgehalt von 44000 als Einsteiger ohne Berufserfahrung in der Tragwerksplanung/Projektingenieur angemessen ist?

Postfaktiker | 04. Januar 2017 - 17:07

Die Gehälter richten sich nach dem Umsatz, den ein Ingenieur erwirtschaften kann. Davon müssen natürlich erstmal die Fixkosten für Bürounterhalt, Firmenwagen, Computerhardware, Softwarelizenzen, Versicherungen etc. abgezogen werden. Danach hat man ein Gefühl für die real existierenden Bauingenieursgehälter jenseits von Schönrederei und Propaganda.

Zitat: "... Wer seine planerischen Leistungen als Einzelkämpfer anbietet, erwirtschaftet damit im Schnitt etwa 89.000 Euro Umsatz. Bei Büros mit zwei bis zu fünf Personen beträgt der durchschnittliche Umsatz je tätiger Person knapp 94.000 Euro und bei Büros mit sechs bis zu zehn tätigen Personen knapp 90.000 Euro. Auch in den Kategorien mit über 10 Personen zeigen sich Büroumsätze je tätiger Person in ähnlichen Größenordnungen. Die höchsten durchschnittlichen Umsätze sind laut Umfrage im Bereich des Sachverständigenwesens vorzufinden...."

Quelle:
http://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/konjunktur/jedes...

Daniel | 29. Dezember 2016 - 14:54

Nach dem Studium wäre ein Gehalt von unter 3000 Euro brutto Monatsverdienst aber bescheiden. Natürlich will man am Anfang Praxiserfahrung sammeln und auch die Größe des Unternehmens spielt eine Rolle. Aber 2700 Euro Verdienst sind eindeutig zu wenig.

Heinz | 22. Dezember 2016 - 19:00

Meine Gehalts-Erfahrungen zur kürzlich abgeschlossenen Stellensuche: Gebiet Sachsen, Aufgabe Bauleitung, 5 Jahre Berufserfahrung, 3 Angebote habe ich erhalten:
1. kleinere Baufirma (100 MA): 40.000 EUR + Dienstwagen
2. Bauträger: 45.000 EUR + Dienstwagen
3. großes Bauunternehmen (>3000 MA): 52.500 EUR + Dienstwagen

Bauigel07 | 11. Dezember 2016 - 23:18

Bauingenieur 43 Jahre, Vertiefung Konstruktiver Ingenieurbau mit 16 Jahren Berufserfahrung, Statikabteilung bei größerem Unternehmen, 65.000 EUR Jahresgehalt mit 40 Std. Vertrag, aber meistens mehr ohne Ausgleich.

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