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16. Jahrgang | Ausgabe 5760 | Nr. 148
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 4

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Hornisse | 12. März 2017 - 10:17

@Zivilingenieur:
Na klar. Nach 12 Jahren ausserhalb der Baubranche zurückgekehrt und gleich als Freelancer wieder Fuss gefasst. Und natürlich auch für € 100.000 Jahresgehalt aufwärts. Logo. Man braucht in der Baubranche ja auch überhaupt keine Kontakte zu Firmen, Planungsbüros, Behörden, Baufirmen etc. Nein. Das ist nicht notwendig. Ebenfalls nicht notwendig sind fundierte Kenntnisse der VOB, Ausschreibungen und Baurecht. Das alles braucht man nicht, wenn man Bauleistungen als Freelancer für einen Bauträger einkauft. Deshalb, weil man alle obigen Dinge (üblicherweise Berufserfahrung genannt) nicht braucht, steigt man nach 12 Jahren wieder ein und übernimmt gleich mal als Freelancer eine verantwortungsvolle Position. Weil man ja auch keine Kontakte und kein Portfolio benötigt um als Freelancer zu arbeiten, ganz klar. Freelancer kann jeder. Keine Kontakte, kein eigenes Portfolio, keine Berufserfahrung notwendig. Die Stories hier werden immer unglaubwürdiger.

Hornisse | 12. März 2017 - 09:40

aus "baulinks.de":
"(27.2.2017) Auch 2016 erzielten die im VBI zusammengeschlossenen unabhängig beratenden und planenden Ingenieurbüros Umsatz- und Renditezuwächse, wie die aktuelle VBI-Konjunkturumfrage zeigt. Dabei seien die Renditen im Vergleich mit anderen hochqualifizierten Dienstleistern weiterhin unterdurchschnittlich und weder adäquat zu der Verantwortung noch den Haftungsrisiken, die Ingenieurunternehmen regelmäßig zu übernehmen hätten."

Umsatzrenditen (und damit natürlich Gehaltsspielräume) auf niedrigstem Niveau. So sieht es im Bauwesen aus. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte zu Niedrigstgehältern, denn sonst lässt sich das Kartenhaus nicht aufrecht erhalten. Dass dieses Forum seitens der Baulobby konstant "betreut" und mit geschönten Berichten geflutet wird ist die logische Konsequenz daraus. Sieht man sich die Entwicklung der Studentenzahlen an, muss man zugeben, dass dies mit grossem Erfolg geschieht. Extrem hohe Absolventenzahlen bei äusserst bescheidenen Gewinnen des Bausektors. Viel Arbeit, viel Verantwortung bei geringem Einkommen. Ich glaube hier vor nicht allzu langer Zeit einen Beitrag zu den erzielten Umsätzen in Planungsbüros gesehen zu haben. Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Person in Planungsbüros war irgendwo zwischen € 90.000-100.000, Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn.

Wenn man beispielsweise einen Anzug kauft, wird man die Kaufentscheidung nicht nach dem Innenfutter fällen. Schlecht für die Hersteller des Innenfutters, aber Realität. In der Textilbranche wären Bauingenieure die Hersteller des Innenfutters.

Zivilingenieur | 10. März 2017 - 12:23

@Hornisse:
Keine Ahnung, warum Du hier den Beruf derart schlecht machst. Das sind doch alles Dinge von vor 10 Jahren, die Du hier verbreitest. TV-L West hat schon bei E10 ein Einstiegsgehalt von 2943.29 €. Ja, es gibt auch Stellen für Bauingenieure, die mit TV-L 9 ausgeschrieben werden. Aber wer bewirbt sich darauf?

Ich bin nach 12 Jahren in ganz anderen Bereichen gerne wieder zum Beruf zurückgekehrt und verdiene als Freelancer > 100.000 EUR p.a. vor Steuern. Eine Ingenieurstunde kaufe ich ja schon mit 59-75 EUR ein. Prüfingenieure kosten teilweise schon über 100 EUR. Alle Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, zahlen Ihren Ingenieuren bei entsprechender Leistung auch anständige Gehälter. Gleiches gilt für Ingenieurbüros. Machst Du da vielleicht etwas falsch oder bist in einer besonders ungünstigen Situation gefangen? Nutze die Gunst der Stunde und bewirb Dich. Es sei denn...

Sandro | 09. März 2017 - 21:48

Muss @Hornisse recht geben. Bei Vielen hier hat sich das Wunschdenken eingestellt. Die Realität bleibt fernab oder wird einfach ignoriert und/oder umgestrickt. @Glücklicher realisiert zwar selber, dass die besten Jahre der "Kernkraftwerke" vorbei sind, ist aber trotzdem überzeugt, dass er demnächst die 70.000 € Gehalts-Grenze "reißt". Ist ja auch das Mindeste für eine wertvolle Fachkraft wie ihn. Außertarifliche Vereinbarungen und 100.000 € wären selbstverständlich für ihn auch drin, wenn er sich demnächst dazu entscheidet. Sein Unternehmen hat da keine Wahl! Anscheinend ist man nach 2 Jahren Berufserfahrung "unsterblich" in der Baubranche. Kein Wunder auch, bei dem "Fachkräftemangel" der da draußen herrscht. Da findet man sicherlich schwer einen, mit den 10-fachen an Erfahrung, der die gleiche Arbeit für 1/3 weniger machen würde, oder!?

Bei 2 Dingen bin ich aber mit @Hornisse nicht einverstanden:
1. Das ist nicht die Lobby, das sind Studenten, die noch keine Stunde in der Baubranche abgeleistet haben. Die haben sich im Internet ein paar Zahlen reingezogen und sich den Rest selber ausgedacht.
2. "Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten". Mag sein, dass es teilweise stimmt. Da unterscheidet sich aber der Bauingenieur von den anderen Ingenieuren ganz bestimmt nicht.
Frohes posten an all die Wunschdenker :) Das wichtigste ist, dass man selber an das was man schreibt glaubt!

Glücklicher | 09. März 2017 - 19:00

@Hornisse:
Ganz ehrlich, ich glaub dass du der Troll hier bist. Es kommen keine sinnvollen Beiträge von dir. Du stellst alle als Lügner dar, die mehr verdienen, als du es dir vorstellen kannst und wirfst mit fragwürdigen Begriffen, wie postfaktisch etc. um dich. Auch deine Politikverdrossenheit lässt du unverhohlen raushängen, was dich nicht gerade glaubwürdiger macht. Vielleicht solltest du dich hier zurückziehen und den Erfahrungsaustausch hier nicht ständig torpedieren. Ich verfolge das Thema hier schon seit einigen Jahren und es hat mir bei der Orientierung in der Vergangenheit mehrfach geholfen.

M.Eng. | 09. März 2017 - 13:42

@Hornisse:
Ich habe niemals gesagt, dass es der Baubranche gut geht bzw. man hier das beste Geld verdient. Ich will lediglich relativieren, dass der Bauingenieur von vornherein unterbezahlt ist, weil dem nicht so ist. Gerade wir Bauingenieure haben ein extremes Defizit an Nachwuchs, und so schlecht wie so manch einer hier darüber redet, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Situation nicht besser wird!

Nun zu deinen Fragen/Thesen:

zu Frage 1:
Ja, ich habe mich abgekoppelt. Dies habe ich gemacht, weil ich außerhalb der Baubranche über einen Headhunter ein extrem attraktives Angebot bekommen habe. Ich denke da würde jeder sofort wechseln. Schlussendlich muss jeder schauen, dass er zu seinem Geld kommt. Und ich habe mich ja nicht vom Bauwesen abgekoppelt, ich bin ja weiterhin als Projektleiter für Bauprojekte tätig. Nur eben in einer anderen Branche.

zu Frage 2:
Ich denke zuerst startet man ein Studium mal, weil es einen interessiert! So war es bei mir auch, ich fand den Bau schon immer interessant, also habe ich damit begonnen. Ich habe mich ehrlicherweise vorher nicht darüber informiert, was man so verdienen könnte (war vielleicht auch besser so!). Die Ernüchterung kam dann im 3. oder 4. Semester als wir mal eine Infoveranstaltung von der Bayerischen Ingenieurkammer hatten. Hier hat uns dann so eine Tante erzählt, dass man nach dem Studium mit ca. 40.000 € Einstiegsgehalt rechnen kann. Das war damals schon etwas ernüchternd, aber kein Grund aufzuhören. Schlussendlich sind das eben Zahlen im Durchschnitt, es gibt dann eben die eine Seite und die andere Seite.

Als ich meinen Bachelor fertig hatte, habe ich mich beworben, da ich zwecks Master noch unschlüssig war. Mir wurde dann von einem Baukonzern (ich sag mal den Namen: Züblin) nach Tarif ca. 45.000 € geboten (ich glaube das war Stufe A6?). Soweit so gut, ich war sehr glücklich damit und habe mich gefreut, dass es schon mal nicht ganz so schlecht steht wie alle einem einreden wollen. Ich habe schlussendlich meinen Master gemacht und parallel 20 h als Werkstudent bei Züblin gearbeitet (Konditionen vergleichbar Bachelorgehalt auf 20 h gerechnet, also auch super). Ich war dort in der Bauleitung und habe so manches mitgemacht und erlebt. Während dieser Zeit habe ich auch gesehen, dass der Bauleiter eine Knochenjob ist (gut bezahlt, aber elendige Arbeitsbedingungen, 50-6 0h pro Woche). Dafür bekommt man aber auch gutes Geld (also muss das jeder für sich selber entscheiden). Ich habe mich aber für mein Leben entschieden, ich bin nach dem Master weg von der Bauleitung in Richtung Statik/Projektabwicklung/Planung. Dort bin ich dann mit 48.000 € eingestiegen (inkl. Bonus), war aber dann auch nach 2 Jahren dank guter Arbeit und Vertrauen vom Chef bei 4700 € Gehalt monatlich, bevor ich gewechselt habe in meine derzeitige Position.

zu Frage 3:
Das kann ich dir nicht beantworten. Dieses Forum dient hier auch nur als Basis des Austauschs von Erfahrungen. Ich kann meine Erfahrung nur weitergeben, mir ist durchaus bewusst, dass ich auch Glück habe/hatte. Und mir ist es auch bestens bekannt, dass es auch die negativen Fälle mit 3000 € Gehalt brutto gibt, wie schon mehrfach beschrieben. Und das kann ich ebenfalls nicht für gut heißen. Nur was mich wirklich stört ist, wenn hier anscheinend von manchen Leuten wie dir nur eine Richtung akzeptiert wird. Ich kenne deine persönliche Situation nicht, aber anscheinend ist diese sehr frustrierend, ansonsten würdest du hier nicht so vehement gegen gutes Gehalt argumentieren.

Also zusammenfassend möchte ich nur mal eins klarstellen:
Ich habe es nicht nötig hier Lügen zu verbreiten, mir persönlich ist es auch egal, was gewisse Leute mir glauben. Nur geht es mir massiv gegen den Strich, dass hier der Bau bzw. die Gehälter durch den Dreck gezogen werden. Klar ist, von den Ingenieuren verdienen wir vermutlich am schlechtesten, aber nach meiner Erfahrung, und das ist mein persönlicher Eindruck den ich durch Austausch mit Kommilitonen erlangt habe, ist es (zumindest in meinem Einzugsgebiet Südbayern/Ostbayern) nicht so wild wie hier propagiert wird.

Ich bin gerne zu einem Erfahrungsaustausch bereit @Hornisse, bitte lass mir deine Kontaktdaten da und wir können uns gerne mal austauschen, wenn du mir nicht glauben magst. Es liegt doch auch an uns, was wir aus unserem Leben und Job zu machen. Wer engagiert arbeitet kann es mit etwas Glück auch weit schaffen! Man muss nicht als Statiker oder Bauleiter versauern, man kann in die Qualitätssicherung, Projektsteuerung, Arbeitssicherheit und und und... Es gibt so viele Möglichkeiten, die möglich sind mit einem Absclhuss im Bauingenieurwesen! Viele sind mit ihrem Job verheiratet, aber ich denke es ist durchaus auch wichtig sich alle paar Jahre umzuorientieren oder zumindest mal den Arbeitgeber zu wechseln.

Und gerade jetzt seit Einführung des Bachelor/Master ist man doch derart flexibel, dass man nicht nur auf den Bau festgefahren ist. Man kann sich in fast alle Bereiche weiterentwickeln/weiterbilden. Es ist so viel möglich, also lasst euch nicht entmutigen. Es gibt einfachere Arbeitsplätze als den Bau, aber wer es wirklich will, der kommt damit klar.

Achja, hier noch eine Link zum Tarifvertrag IG Metall zu eurer Info, für die Ungläubigen: EG 10 A bekommt man i.d.R. mit Master/Dipl.-Ing. mit 1-2 Jahren Erfahrung. (Nach 1,5 Jahren im Betrieb wird man automatisch in die Gruppe B befördert). Zu dem Gehalt gibt es laut Tarifvertrag dann noch eine Zulage, die sich bis max. 28 % vom Bruttogehalt beläuft (anfangs wenig, dann immer mehr logischerweise). On Top kommt dann noch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Gewinnbeteiligung und schwupps bist du bei ca. 70.000 € Jahresgehalt (wie in meinem Fall).

https://www.igmetall.de/docs_25...

Und nochmal, das ist nicht die Regel. Aber jeder kann diesen Weg oder auch einen anderen gehen. In anderen Branchen wird noch mehr gezahlt wie nach IG Metall!

MS | 08. März 2017 - 14:09

@M.Eng.:
Danke für deinen Beitrag. Hornisse hat auch in einem anderem Thema schon mein Gehalt angezweifelt. Naja, ich hab ihm mal meine Handynummer gegeben, dann kann man das auch gerne persönlich klären. Scheinbar sind hier in Bayern wohl andere Gehälter möglich. Aus meinen Abschlussjahrgang (wie treffen uns so 2-3 Mal im Jahr zum Stammtisch) kenne ich auch keinen der unter 50.000 €/a verdient. Vor allem die Bauleiter mit Firmenwagen 60+ Stundenwoche verdienen echt ordentlich. Natürlich gibt es auch ein paar die sind an der Uni, aber auch die haben ja mit E13 Stufe 3 bzw. 4 sogar schon über 50.000 €/a und deutlich weniger Stress. Ich finde es halt nur schade, dass man die jungen Bauingenieure mit den hier teilweise negativen Äußerungen über unseren Beruf abschreckt. Aber vielleicht wollen manche auch keinen Nachwuchs im Beruf haben!?

Hornisse | 08. März 2017 - 08:07

@M.Eng.:
Nette und wohlfeile Phrasen, die Du da drischst. Du selbst hast Dich von der Baubranche entkoppelt und verdienst nach (2 Jahren?) ausserhalb der Baubrache demnächst 70.000 EUR Gehalt.

Frage 1: Wenn es in der Baubranche so gut läuft, wie Du hier postulierst (ich kenne jemand, der jemanden kennt, der verdient 50.000), warum arbeitest Du dann ausserhalb des Bauwesens?

Frage 2: Warum sollte man Bauwesen studieren um dann doch nur verzweifelt zu versuchen zu den 0.1 % der Leute zu gehören, die es mit viel Glück / Beziehungen und/oder per Zufall herausgeschafft haben?

Frage 3: Wieviele Bauingenieure arbeiten ausserhalb der Baubranche? Wieviele innerhalb der Baubranche in tarifgebundenen Firmen und wieviele Stunden werden dort von ihnen pro Woche abgeleistet?

Komischerweise posten hier nur noch Trolle oder Lobbyschreiber. Alle irgendwie ausserhalb des Bauwesens bei 2-5 Jahren Berufserfahrung für 70.000 EUR aufwärts tätig oder im Bauwesen bei 35 Stunden die Woche und Dienstwagen bei 65.000 EUR. So dreist, wie in diesem "Fachforum" gelogen wird, so dreist lügt man ja nicht mal in der deutschen Politik. Die Realität ist leider eine andere. Bauwesen ist ein Studiengang für die unteren sozialen Schichten. Denen wird beigebracht wie man zu schuften hat, nicht wie man Geld macht. Wer Bauingenieur wird, entscheidet sich für einen Job, der wenig Geld bei viel Arbeit mit sich bringt. Was in einer Lowtech-Branche auch normal ist.

Jan | 07. März 2017 - 22:40

Es ist total verschieden. Kleine Büros zahlen gerade am Anfang nicht mehr als 38.000 Euro Gehalt im Jahr. Mittelständige 40.000 Euro Gehalt im Jahr. Das ist so die Regel für einen angehenden Statiker. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ein Freund von mir fängt bei einem bekannten Bauunternehmen an, welches von Spaniern übernommen wurde, und er verdient ohne Erfahrung ca. 54.000 Euro im Jahr. Dafür muss er aber auch mehr als 40 h Arbeiten und auch für eine längere Zeit ins Ausland. Ein anderer Kommilitone arbeitet als Bauingenieur für einen Stahlrohrhersteller im Ruhrgebiet. Bei ihm lag das Einstiegsgehalt bei knapp 56.000 Euro. Er arbeitet allerdings auch mehr als 40 h und ist in ganz Europa unterwegs.

Ich denke schon, dass viele Gehälter nicht gelogen sind und man sollte immer im Hinterkopf behalten, wie viel man dafür arbeiten muss. Mein Einstiegsgehalt als Statiker lag bei 3.600 Euro Brutto im Monat, was einen Stundenlohn von 22,50 Euro entspricht, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 h. Würde ich 50 h die Woche arbeiten, hätte ich die gleiche Arbeitszeit wie ein Bauleiter (wenn nicht sogar weniger) und ein Monatsgehalt von 4.500 Euro. Also macht euch nicht verrückt und denkt immer daran, dass mit steigendem Gehalt, die Freizeit sinkt.

Glücklicher | 07. März 2017 - 22:19

@Hornisse:
Das könnte tatsächlich passieren. Ich werde mich nächstes Jahr auf 40 h/Woche hochstufen lassen und außerdem ist nächstes Jahr wieder Tarifverhandlung. Die 70.000 € werde ich dann wohl reißen. Um bei uns über 100.000 € Gehalt zu kommen braucht man allerdings eine Stelle mit Mitarbeiterführung/Disziplinarverantwortung. Wäre dann außertariflich. Maximale Tarifstufe ist 5.650 € / Monat x 14,6 + 850 €. Das wäre derzeit auch die geplante Endstufe für meine Stelle.

@Wolf:
1x Weihnachtsgeld (Novembergehalt)
1,6x Unternehmenserfolg + Leistungsprämie für 100 % Leistung (Aprilgehalt)

@DA71:
In der Energiebranche arbeiten (Netzbetreiber). Ist Konzerntarifvertrag (IGBCE). Leider geht es den Kraftwerkern grad nicht sonderlich gut. Deshalb gab es bei der letzten Runde nur 2,5 % für 2 Jahre.

Als Bauingenieur ist man doch Generalist und kann in vielen Branchen arbeiten. Und in allen Branchen gibt es Bauwerke, die geplant, gebaut und unterhalten werden müssen.

Max.1 | 07. März 2017 - 14:34

Bremen, Öffentlicher Dienst, Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst, Bruttogehalt gesamt: 3380,51 EUR, Master 3 Jahre Berufserfahrung.

Absolvent14 | 07. März 2017 - 10:13

@Glücklicher:
Dem entgegen stehen aber auch genug, die für weit weniger arbeiten. Ich habe ehemalige Kommilitonen, die jetzt in "Wald-und-Wiesen-Büros" Statik machen und deren Bezahlungsgrundlage die "Unverbindliche Gehaltstarifempfehlung" der Architektenkammer BaWü ist, obwohl sie keine Architekten sind. Kein Bonus, kein 13. geschweige denn 14. Gehalt. Daran ändert sich bei denen auch nach 5 Jahren nichts und schlimm genug, dass es noch ausreichend "Dumme" gibt, die sich für solche Stellen finden.

M.Eng. | 07. März 2017 - 08:30

@Hornisse:
Da muss ich meinem Vorredner rechtgeben, ich bin seit 3 Jahren im Geschäft (nicht in der Baubranche, aber als Bauingenieur tätig) und habe 4950 € (brutto) + Weihnachtsgeld + Urlaubsgeld + Erfolgsprämie... (ca. 70000 € jährlich, Tendenz steigend, da bald wieder Gehaltsverhandlung ansteht) Mir ist aber bewusst, dass viele Bauingenieure nicht das Geld sehen, von daher hast du auch recht. Jedoch ist es nach meiner Erfahrung und den Infos, die ich von vielen Freunden und Kommilitonen, habe bei weitem nicht so schlecht wie überall propagiert wird. Nach 2 Jahren ist jeder über 50000 € jährlich, alles in Bayern.

Also anstatt immer die "Lobbyarbeit" zu propagieren, sollte man sich auch mal eingestehen, dass durchaus auch mehr mögich ist. Es ist als Bauingenieur wie überall auch, was man aus sich macht, hat man immer noch (größtenteils) selbst in der Hand. Und wie bereits erwähnt ist die Situation mittlerweile für Bauingenieure durchaus ganz gut im Vergleich zu früher, deshalb kann ich persönlich die Statistiken nicht nachvollziehen. In meinen Augen sollte man darauf achten, dass der Betrieb tarifgebunden ist (egal ob Bau, Auto, Chemie, Pharma ...), denn nach Tarif wird i.d.R. mehr gezahlt. In kleine Ingenieurbüros ist dies oftmals nicht möglich, mit diesen Gehältern mitzuhalten.

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