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16. Jahrgang | Ausgabe 5631 | Nr. 19
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen ? » Seite 7

1211 Kommentare | 455382 Aufrufe
Sandro | 18. Februar 2016 - 22:51

@TWPL:
In welcher Fantasiewelt leben Sie denn? Direkt als Projektleiter Statik mit Personalverantwortung für 4 Konstrukteure anzufangen, soll ein Witz sein, oder? Jeder der vier Konstrukteure kommt mindestens die ersten 2 Jahre besser zurecht als Sie. Dafür aber fast 60.000 € im Jahr zu kassieren ist sogar der noch größere Witz! Jeder und ich meine wirklich JEDER, der als Statiker auch 1 Tag gearbeitet hat, weiß, dass das NIE der Fall sein wird. Die Branche ist äußerst konservativ. 60.000 Verdienst wären bei größeren Projekten und viel mehr Erfahrung drin. Der Chef wird einen jungen Kollegen das nie anvertrauen und riskieren das Projekt zu vermasseln. Daher wird der junge Kollege auch die 60.000 Gehalt nur in seiner Fantasiewelt sehen. Das leuchtet jetzt hoffentlich ein, oder!? Wer realistische Werte sehen will (selbst in BAYERN), sollte sich lieber an @Bärchen orientieren und mit der Realität leben. Alle anderen sind selber Schuld, falls Sie später enttäuscht sind!

SelbstistderMann | 18. Februar 2016 - 10:36

Bauingenieur, Planung und Statik, selbstständig, 50-60 h Woche (mit Samstag und Sonntag), Jahresgehalt 130.000 € aufwärts (je nachdem wie gut es läuft).

Baulöwe | 16. Februar 2016 - 10:48

Kommune-TVÖD: E11 Altverträge mit Prämie, Zuschläge Bereitschaftsdienste, und alter Technikerzulage bedeuten in der letzten Stufe bei Kommunen tatsächlich 70.000 € Gehalt, bei Land und Bund sind die Tabellenwerte deutlich negativer, deshalb laufen den Ländern alle Ingenieure weg. Bei Projektverantwortung sind jedoch die 70.000 € Verdienst aus meiner Sicht schon zu niedrig, weil sonst niemand mehr Verantwortung übernimmt.

mapaba | 15. Februar 2016 - 20:33

@Berufserfahrung+++: Ganz genau so ist es!

Berufserfahrung+++ | 15. Februar 2016 - 13:24

@Mapaba:
Die Erfahrung habe ich auch gemacht, heutzutage muss man einfach flexibel sein. Und wenn das heißt, dass man einfach 1h-Fartstrecke hat. Wer Karriere machen will, der muss auch bereit dafür sein. Und dann sind auch hohe Gehälter möglich, nur sind - wie bereits erwähnt - die meisten mit der Region verheiratet. Jobwechsel bringen Gehaltsplus. Das habe ich mittlerweile schon 3 mal miterlebt. Und wenn es "bloß" 5000 € mehr Gehalt sind. Beim nächsten mal wieder und wieder und wieder. Wer mit 10+++ Jahren Berufserfahrung keine 55.000 € sieht (als Statiker) bzw. 65.000-70.000 € als Bauleiter/Projektleiter, der ist diesen Weg nicht gegangen. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies möglich ist! Aber man muss bereit sein, auch etwas dafür zu opfern und vielleicht nicht jeden Tag von der Frau daheim bekocht zu werden. Jeder darf und soll das für sich selber entscheiden, aber sich darüber beschweren, dass man nix verdient und dass der Bauingenieur nichts verdient ist so auch nicht richtig. Alles ist möglich, und jeder ist für das selbst verantwortlich, was er aus sich macht!

Mapaba | 14. Februar 2016 - 21:25

Ich habe 15 Jahre Berufserfahrung als Bauingenieur. Als Einstiegsgehalt sind 40.000 .- Euro im Jahr realistisch. Wer dann gelegentlich die Firma wechselt, wirklich gute Ergebnisse abliefert und bereit ist Verantwortung zu übernehmen, kann auch sein Gehalt steigern. Ich selber bin bei der Eisenbahn gelandet und verdiene mittlerweile über 80.000.- Euro per anno. Aber hier ist wirklich jeder selber seines Glückes Schmied. Wer immer - aus welchem Grund auch - mit seinem Büro verheiratet und örtlich ganz unflexibel ist, wird wohl kaum große Gehaltssprünge machen.

Daniel | 13. Februar 2016 - 13:23

Ich bin 30 Jahre alt und seit knapp 3 Jahren im öffentlichen Dienst (TV-L in NRW) mit meinem Bachelor of Science angestellt. Hier liege ich mit der E11 in Stufe 3 und einer Techniker-Zulage bei 3560 €/Monat bei 12,8 Gehältern. Insgesamt sind das etwa 45.600 € brutto Verdienst im Jahr. Was man dabei aber nicht vergessen darf, ist meiner Meinung nach die Betriebsrente (VBL). Hierfür gehen etwa 55 € netto von meinem Gehalt ab, allerdings bezuschusst das Land diesen nochmal, sodass insgesamt fast 300 € in die Betriebsrente eingezahlt werden.

Sollte ich in unserer Behörde keine höhere als meine jetzige Sachbearbeiterstelle bekommen, so läge ich nach heutigem Tarif in der Endstufe (in 7 Jahren) bei etwa 57.000 € im Jahr. Ich denke da geht es manch anderem Akademiker schlechter. Zusätzlich macht mir die Arbeit auch Spaß und ich gehe gerne ins Büro.

Realist | 12. Februar 2016 - 10:34

@Alter Hase:
Das ist echt erschütternd! Dass dieses Lohngefälle so dramatisch ist, kann und mag man sich gar nicht vorstellen. Aber jemand mit 20 Jahren Berufserfahrung ist das schon eine absolute bodenlose Frechheit. Da fehlen mir leider Gottes die Worte. Und dass von diesem Verdienst nicht viel hängen bleibt, das glaube ich gerne! Ich sehe das bei mir, als Alleinverdiener, Haus abzahlen, Kinder, Auto usw. Da bleibt selbst von 70.000 € nicht mehr die Welt über. Ich weiß da selber jetzt auch keinen Rat mehr, die Zelte abbrechen und woanders neustarten wird vermutlich auch keine Option mehr sein?!

Alter Hase | 11. Februar 2016 - 17:23

@Realist:
Arbeitsort Sachsen (Ostsachsen), Unternehmensgröße 5 bis 10 MA, insbesondere in den Jahren 1999 bis 2010 hieß es, die Lage ist schlecht, die Honorare werden unterboten oder es steht allen frei, ihr Glück woanders zu versuchen - "Es gibt nichts zu verteilen." Die Strategie, sich unter diesen Umständen vom Angestelltendasein zu befreien und einen eigenen Betrieb aufzumachen hat sich dabei häufig als wenig hilfreich erwiesen. Netto wurde es kaum mehr, allerdings reichte das Geld nicht für eine vernünftige Altersvorsorge oder die Arbeitszeiten fraßen das Familienleben völlig auf.

Bauing | 11. Februar 2016 - 08:38

@Alter Hase:
Für das Gehalt, nach 20!! Jahren Berufserfahrung, brauche ich nicht zu studieren, sorry. Jeder Bachelorabsolvent steigt mittlerweile besser ein bzw. bei schlecht bezahlten Positionen minimal darunter. Aber nach 20 Jahren so ein Gehalt, dann sind Sie entweder genügsam und loyal, unglaublich naiv und dumm, oder haben verschlafen was mittlerweile gezahlt wird. Ohne Sie hier angreifen zu wollen, aber wofür haben Sie studiert und geackert, tragen einen Haufen Verantwortung auf ihrem Rücken? Sie sind streng genommen für Menschenleben verantwortlich! Dafür ist das einfach zu wenig Geld.

Während dem Studium haben uns Leute der Ingenieurkammer schon gesagt, dass man mit Bachelor gute 40.000 € Einstiegsgehalt fordern und erwarten kann. Und diese Forderungen sind bei uns (Bayern) meistens auch gezahlt worden bzw. noch übertroffen worden. Also kann ich ihre Situation absolut nicht nachvollziehen, das ist echt traurig!

Bärchen | 10. Februar 2016 - 22:28

Mein Alter ist 31 Jahre und ich habe gerade jetzt mein Studium beendet, Bauingenieurwesen Bachelor an der Ohm Hochschule Nürnberg. Ich arbeite hier in der Region in einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung - 10 Personen sind Angestellt. Mein Verdienst ist 9 Monate 1800 Brutto (Davon 3 mit meinen Bachelor-Abschluss) und dann 9 Monate 2300 Brutto und dann 3200 Brutto. Es gibt kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Arbeitszeit ist 44 Stunden die Woche, Überstunden werden nicht bezahlt oder abgefeiert. Der Urlaubsanspruch ist 28 Tage. Die Stelle ist in Mittelfranken (Bayern). Wie findet ihr diese Situation?

Rotkehlchen | 10. Februar 2016 - 18:50

Erfahrungen/Werdegang in Baden-Württemberg: Ingenieurbüros zahlen nicht besonders. 2013 mit 36.000 € bei 40 h/Woche und Überstunden abfeiern eingestiegen, 2015 mit 43.000 € wieder ausgestiegen. Planung, Überwachung, Gutachten. Daraufhin im Projektmanagement bei einer ausführenden Firma mit 52.000 € und Dienstwagen bei einer 42 h/Woche incl. Überstunden eingestiegen. Realarbeitszeit 42-46 h/Woche. Demnächst Verhandlung, ich sehe realistisch einen Verdienst von 54.000 €. Das ist dann ok für mich.

Die Erfahrung deckt sich mit meiner Umwelt. Wobei kleinere Ingenierbüros auch mal nur 36.000 € nach 2-3 Jahren Erfahrung zahlen und größere Baufirmen auch mal mehr. 60.000 € zu Beginn oder auch nach nur zwei-drei Jahren hingegen habe ich in der Baubranche noch nicht gesehen- würde es aber auch nicht völlig ausschließen.

Realist | 10. Februar 2016 - 15:39

@Alter Hase:
Wo bitte arbeiten Sie? Welches Bundesland? Unternehmensgröße? Ich finde es eine bodenlose Frechheit was Sie verdienen! Aber diese Meinung hier zu propagieren, tut mir als Statiker und Bauingenieur weh! Denn es geht auch definitiv anders, und unser Job ist abwechslungsreich und spannend. Ich mache das mit Leib und Seele. Ich kann nur von mir selber reden, ich bin seit fast 10 Jahren angestellter Statiker (in Nordbayern), aber die 40.000 € hatte ich fast als Berufseinstieg. Nach nunmehr 10 Jahren habe ich fast 70.000 €, wobei ich auch sehr gut mitgeholfen habe, das Büro aufzubauen.

Hier so pauschal zu propagieren, dass man als Bauingenieur nichts erreichen kann, ist wieder einmal typisch und halte ich persönlich mehr für Lobbyarbeit als so manch anderer. Was auch ich am Rande mitbekommen habe ist, dass diese Einstiegsgehälter von 50.000 € aufwärts für Berufseinsteiger als Bauleiter mittlerweile durchaus realistisch sind. In der Statik ist das leider nicht so der Fall, aber auch hier habe ich jüngst mitbekommen, dass Berufseinsteiger mit Master schon gerne mal 42.000-45.000 € Verdienst als Einstieg bekommen.

"Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast" sag ich da nur! Wir Bauingenieure werden gerne künstlich unten gehalten, aber wenn ich hier so manche lese, die vehement die niedrigen Gehälter vertreten und sagen es gibt nicht mehr, dann wundert mich das nicht mehr! Steht endlich auf und fordert was für eure Arbeit! Wir sind verdammt nochmal Ingenieure, und müssen auch wie solche bezahlt werden.

Und wenn man nach 20 Jahren 40.000 € verdient, dann haben Sie irgendwas nicht richtig gemacht. Schauen Sie sich mal etwas um, wie soll man von 40.000 € noch vernünftig leben? Und es gibt immer einen Trumpf als Tragwerksplaner: Machen Sie sich selbstständig! Hier liegt das Geld vergraben...

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