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16. Jahrgang | Ausgabe 5631 | Nr. 19
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen ? » Seite 8

1211 Kommentare | 455379 Aufrufe
Alter Hase | 10. Februar 2016 - 14:05

Wie der jüngste Bürokostenvergleich des AHO (Arbeitsausschuss Honorarordnung der Ingenieur- und Architektenkammern) zeigt, sind von 2013 bis 2014 die Gehälter der angestellten Ingenieure mit drei bis zehn Jahren Berufserfahrung von 46.060 Euro brutto im Jahr ohne Arbeitgegeranteil auf 45.494 Euro um 1,2 Prozent gesunken
(Folie 76/155 http://www.aho.de/pdf/jahresumfrage...).

Nach knapp 20 Jahren in der Tragwerksplanung komme ich seit Anfang 2011 auf 40.000 € Verdienst und vielleicht einem Montatsgehalt pro Jahr verteilt auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Vorher hatte ich zehn Jahre lang unverändert 31.200 pro Jahr. Den Kolleginnen und Kollegen geht es nicht besser. Von 1996 bis 2009 gab es keine Veränderung der Honorarordnung bei gleichzeitig im Zuge der Baukrise signifikant sinkenden Baukosten und damit auch über die Kopplung der anrechenbaren Kosten sinkenden Honoraren. Wer technisch begabt und interessiert ist, sollte in den Maschinenbau, die Elektrotechnik oder die Informationstechnologie gehen. Dort gibt es interessante technische Aufgaben, gute Gehälter, Aufstiegsmöglichkeiten, irgend eine Form von Personalmanagement, Tarife, Anerkennung, kurz eine berufliche Perspektive.

Bauleiter | 10. Februar 2016 - 13:49

Ich bin mit Master in A5 eingestuft worden, bin allerdings auch bei einer kleinen Baufirma am Land. Hier wird einfach nicht das Geld gezahlt, was die großen Konzerne leisten können. Das muss einem einfach bewusst sein. Ich muss jedoch dazusagen, dass 2 meiner besten Freunde bei großen Bau-Konzernen untergekommen sind, und dort direkt zum Berufseinstieg mit A7 eingestellt wurden. Die haben natürlich 53.000 € + Auto zum Einstieg, was ich durchaus für respektabel halte im Alter von 24-26. Mittlerweile ist der Verdienst auch nochmal angestiegen, so dass ich persönlich auch schon überlege, mehr Richtung Großstadt zu gehen und für mehr Geld anzuheuern (vorausgesetzt, es findet sich eine Stelle). Also meine persönliche Einschätzung: Die hier aufgerufenen Gehälter von 60.000 €sind nicht die Regel, jedoch bei manchen Glücklichen durchaus machbar.

Statiker, M.Eng. | 10. Februar 2016 - 12:29

@M.Sc, Projektabwicklung:
Ich habe es selber schon angeboten, aber darauf geht ja niemand ein. Anscheinend haben die Leute Angst vor der Wahrheit, da Sie sich sonst eingestehen müssten, dass Sie irgendwas falsch gemacht haben.

TWPL | 10. Februar 2016 - 11:47

Also ich kann so manche Aussagen nicht ganz nachvollziehen. Habe vor 2,5 Jahren meinen Master als Bauingenieur in Deggendorf abgeschlossen. Wie es halt so ist habe auch ich einige Bewerbungen geschrieben und Gespräche geführt. Ich habe (bewusst) das Einstiegsgehalt mit 50.000 € angegeben, da ich wusste, dass einige meiner Kommilitonen ähnlich als Bauleiter gemäß Tarif eingestiegen sind.

Als angehender Tragwerksplaner war dieses Gehalt nicht so einfach zu erreichen, das musste ich schmerzlich feststellen. Schlussendlich habe ich aber eine Firma gefunden, bei der ich jetzt als Statiker (mit Personalverantwortung für 4 Konstrukteure) arbeite. Mein Wunschgehalt konnte ich nicht ganz erzielen, jedoch habe ich in der Probezeit 3.700 € und danach dann 4.000 € rausschlagen können. Somit war ich inkl. Weihnachtsgeld usw. im 1. Jahr bei ca. 48.000 € Verdienst bzw. Einstiegsgehalt, womit ich mich dann zufrieden gegeben habe. Mit dem Chef war vereinbart, dass wir uns nach dem 1. Jahr nochmal zusammensetzen, dann eben "weitersehen". Nach 14 Monaten (natürlich hat der Chef nicht von sich aus was gesagt) habe ich dann beim Chef eine Gehaltserhöhung anklingen lassen. Wir haben dann ein Gespräch geführt über das vergangene Jahr und was ich mir so vorstelle (ich habe einfach mal 60.000 € in den Raum geworfen). Er hat sich dann 2 Wochen Bedenkzeit erbeten und mich nach nicht einmal 2 Wochen ins Büro zitiert.

Kurzum, die 60.000 € habe ich nicht bekommen, jedoch wurde das Monatsgehalt auf 4.500 € angehoben (zuerst kam er mit 4.300, aber da habe ich nachgehakt). Mit Weihnachts-/Urlaubsgeld sowie einer kleinen Leistungszulage komme ich aber dennoch auf 57.000 €, und das damals vor knapp 1 Jahr. Für den Sommer haben wir wieder ein Gespräch über meinen Werdegang vereinbart, ich bin also gespannt wie es weitergeht. Die 60.000 € sollten dann hoffentlich auch geknackt werden.

Ich bin den klassischen Werdegang gegangen: Abitur mit 18, Studium in Regelstudienzeit (10 Semester), zwischendurch ein paar Praktika usw. Jetzt bin ich 27 Jahren bei einem Verdienst von 57.000 €. Ich kann also einige Aussagen meiner Vorredner durchaus nachvollziehen, da es auf meine Situation ähnlich zutrifft. Was im Detail möglich ist, hängt meiner Meinung nach viel von einem Selber ab, wie man sich verkauft, wie hartnäckig man ist. Aber viele verkaufen sich in meinen Augen wirklich komplett unter Wert. Einer meiner Kumpels hat nach dem Bachelor angefangen und hat keine 40.000 € gesehen. In meinen Augen absolut unter Wert! (Er ist gelernter Maurermeister). Aber so läuft es eben, manche geben sich mit wenig zufrieden, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn andere mehr verdienen. Was ich damals auch sehr stark sehen konnte war, dass kleinere Büros mir trotz Master teilweise keine 40.000 € zahlen wollten/konnten. Da musste ich nicht lange überlegen.

Also in meinen Augen sind beide Seiten sehr plausibel, sowohl die guten Verdienste wie bei "Statiker, M.Eng." also auch die etwas schlechteren bzw. viel schlechteren Verdienste manch anderer Vorredner. Und dass es regional nochmal gewaltige Unterschiede (Ost/West oder Großstadt/Umland) gibt, sollte jedem bewusst sein. Also bringt es in meinen Augen nicht viel, hier Leute aus dem Großraum München mit Leuten aus dem Großraum Berlin oder Umland zu vergleichen. Dieses Lohngefälle ist faktisch einfach da.

M.Sc, Projektabwicklung | 10. Februar 2016 - 08:00

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich rede hier ebenfalls vom Bundesland Bayern, im speziellen Ober-/Niederbayern. Es ist doch immer wieder amüsant zu sehen, wie Leute (aus dem Osten und Norden Deutschlands) über die Gehaltskonditionen in Bayern urteilen wollen. Solche Stammtischparolen sind nicht angebracht und fehl am Platz.

@Statiker, M.Eng:
Gratulation zu dem Verdienst, der ist mit 15 Monaten Erfahrung durchaus respektabel, aber nicht unwahrscheinlich. Ich persönliche halte das für den Großraum München aber für durchaus möglich, wenn es auch sicherlich nicht die Regel ist!
@Jimmy:
So sehe ich das auch. Diese Leute reden sich ein nicht mehr wert zu sein, und sind auch resistent gegenüber anderen Argumenten. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn der Verdienst so gering ist.

Ich persönlich bin nach dem Studium vor 3,5 Jahren als Bauleiter mit in der Tarifgruppe A7 eingestiegen. Das waren damals glaube ich rund 3900 € Grundgehalt + Zulagen + Firmenwagen zur privaten Nutzung. Am Ende lag ich im 1. Jahr bei knapp 51.000 €. Die Arbeitszeiten waren sehr variabel, 40 h hat man i.d.R. nicht gearbeitet, sondern eher 45-50 h. Aber solange man jung ist, kann man das auch machen. Jetzt, vor knapp 5 Monaten habe ich den Job gewechselt. (Mittlerweile hatte ich deutlich höhere Zulagen gehabt) so dass ich bei etwa 60.000 € Jahres-Verdienst war, mit etwas mehr als 2 Berufsjahren. Jedoch haben mich die Arbeitszeiten auf Dauer schon aufgeregt, da ich mich ungern ausnutzen lasse.

Schlussendlich habe ich ca. 10 Bewerbungsgespräche hartnäckig geführt (über ungefähr 1 Jahr, da ich meine 60.000 € auf jeden Fall wieder sehen wollte), manche wollten mich noch mehr ausnutzen, manche waren fair. Schlussendlich bin ich bei einem mittelständischen Bauunternehmen gelandet, bin hier (zumeist) für die Projektabwicklung zuständig. Gezahlt wird außertariflich, die Arbeitszeiten sind bei 40 h (manchmal auch mehr, aber bisher habe ich immer die Möglichkeit erhalten, diese "Überstunden" wenn es möglich ist, auch mal abzufeiern). Mein Gehalt hier ist sogar etwas höher mit knapp 62.000 € jährlich (ca. 500-2000 € können je nach Jahresbilanz am Ende des Jahres noch einmalig dazukommen).

Aus diesem Grund sind für mich persönlich manche Aussagen hier durchaus nachvollziehbar, da ich ein ähnliches Gehalt hatte/habe. Ich selber bin jetzt auch erst 29 Jahre und seit September 2012 im Beruf. Unverständlich sind deshalb auch Aussagen mancher Leute, die aus der Ferne beurteilen wollen, wie die Verdienstmöglichkeiten hier sind. Es gibt derzeit teilweise gravierende Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern. Und wenn ihr noch 1000 mal sagt, dass es diese Gehälter nicht gibt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass ich (und evtl. auch Statiker, M.Eng. und auch andere) sie dennoch haben.

Es wäre doch ganz einfach, postet eure E-Mail und dann sollen euch die Leute ihren Gehaltsnachweis (Namen geschwärzt?) durchschicken. Dann zeigt sich doch die Wahrheit, ob Statiker, M.Eng und weitere Blödschmatzer sind, oder sich der Rest unter wert verkauft? Oder habt ihr Angst vor der Wahrheit?! In diesem Sinne, schöne Woche noch und danke für die tolle Unterhaltung die letzten Tage in diesem Forum!

Hornisse | 08. Februar 2016 - 08:56

Bisher dachte ich, dieses Forum sei eine Fundgrube für Hobbypsychologen und Studenten der Psychologie, die sich an ihre ersten Fallstudien heranwagen wollen. Mittlerweile bin ich aber der Meinung, dass bei einigen Teilnehmern (Patienten) hier eine Chefarztbehandlung angeraten ist:

"Von ehemaligen Kommilitonen weiß ich, Einstiegsgehalt bzw. Verdienst als Bachelor ca. 42.000-51.000 €, Diplom/Master 51.000-58.000 €. So hast Du ungefähr einen Richtwert. Je nach Verhandlungsgeschick, bisheriger Leistung und persönlichem Auftreten kommen 13. Gehalt, Firmenwagen, usw. hinzu".

Also die neuesten Wasserstände aus der Lobbyisten-Fibel für Forentrolle: Einstiegsgehalt Bauingenieur sind € 58.000 a 12 Monatsgehälter + 13. Monatsgehalt + Firmenwagen = € 63.000 + Firmenwagen! Schöne neue Welt...

1234 | 07. Februar 2016 - 12:49

Hier mal wieder ein Beitrag von jemanden, der tatsächlich schon im Berufsleben angekommen ist.

Abschluss: B.Eng
Einsatzbereich: Ausschreibung/Vergabe von Ausbaugewerken
Arbeitgeber: Baufirma > 500 Mitarbeiter, Süddeutschland
Im Beruf seit Anfang 2014

Ich werde nach Tarif bezahlt, wobei ich die Einstufung für willkürlich halte. Eingestellt mit A IV + geringer Zulage waren das 3.000 €/Monat bzw. ca. 38.000 €/Jahr (inkl. Weihnachts- und Urlaubsgeld). Nach 1 Jahr erhielt ich 3.500 €/Mon bzw. 45.000 €/Jahr. Nach 2 Jahren wurde ich nun auf A VI hochgestuft, das sind ca. 3.850 €/Mon bzw. 49.000 €/Jahr. Ich habe dort keine Personalverantwortung und arbeite 40-45 Stunden pro Woche (manchmal auch mehr). Überstunden werden nicht bezahlt und ich bekomme auch keinen Freizeitausgleich dafür.

Ich habe mich Ende 2015 in einigen Ingenieurbüros beworben, weil ich mit meiner Arbeitszeitregelung nicht glücklich bin (feste Arbeitszeiten, also keine Gleitzeit möglich und aus meiner Sicht unfaire Überstundenregelung). Das Ergebnis war mehr als ernüchternd. Mehr als 43.000 € wollte niemand bezahlen.

Ich habe auch mit meinen ehemaligen Studienkollegen gesprochen, die noch ein Masterstudium gemacht haben. In seltenen Fällen sind wohl tatsächlich Einstiegsgehälter von 55.000 € möglich. Das sind dann aber deutschlandweit eingesetzte Bauleiter, die bereits langjährig an die Firmen gebunden waren (Ausbildung, Praxissemester, Werkstudententätigkeit). Das Privatleben dieser Leute beschränkt sich auf Samstag und Sonntag. Deshalb halte ich das dort auch für gerechtfertigt. In einem Ingenieurbüro, egal ob als Tragwerksplaner oder Fachplaner für irgendeinen anderen Bereich, halte ich derart hohe Gehälter für absolut unrealistisch. Selbst mit 5 Jahren Berufserfahrung bekommt dort kaum jemand die hier erwähnten 60.000 € - das ist aus meiner Sicht eine reine Wunschvorstellung von Studenten die sich noch nicht beworben haben.

Jimmy | 07. Februar 2016 - 09:20

@Hornisse:
"Lobbyistenposts" sind einfach zu erkennen. Es sind meistens nur Posts mit einer Aussage und nicht ständige Antworten, Diskussionen oder irgendwas. Klar gibt es die. Aber die meisten wird man schon erkennen. Das Problem ist einfach auch die Fraktion von Extrem-Naiven zu überzeugen. Aber das geht nicht so leicht, wenn Gehälter nicht offen gelegt werden. Die Arbeitgeber profitieren ja davon, dass einige nicht wissen, dass sie (vorallem jetzt) mehr verdienen könnten. Das würden einige Leute eher erfahren, wenn sie skeptisch ihre Lage hinterfragen. Aber ihr steuert ja auch dagegen, weil ihr selbst davon überzeugt seid, dass nicht mehr geht. Bei Anwälten wird einen eingetrichtert, dass sie viel wert sind. Bei Ingenieuren muss sich das noch entwickeln. Das bedeutet gegen die Lobby des Bundes zu arbeiten. Der möchte nämlich die Kosten für Bauten gering halten und spricht von einem Fachkräftemangel. "Fachkräftemangel von Leuten im niedrigen Lohnniveau"

Zurück zum Thema:
Gehalt als Einsteiger B. Sc. A5-A6, M. Sc. A6-A7, - nicht drücken lassen.

Jimmy | 07. Februar 2016 - 09:02

@Sandro, Hornisse und Kevlar:
Tut euch den Gefallen und hört euch einfach um! Eure Frustration und Naivität führen indirekt dazu, dass ihr von einem niedrigen Gehalt ausgeht und ihr das auch vetretet. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass viele so denken wie ihr, führt das rein theoretisch dazu, dass das Lohnniveau nur bedingt steigt. Leute wie ihr, die nicht wissen wie viel man wert ist, sind auch ein Grund dafür, dass die Gehälter nach unten gezogen werden.

Mal nebenbei. Wie kann man euch helfen? Was für Beweise verlangt ihr? Posten von Verträgen, Kontoauszügen? Ich sehe ja jetzt schon die skeptischen Antworten. Als ob hier Lobbyisten sich die Mühe machen versteckte Werbung zu machen. Was für ein Schwachsinn. Prüft es einfach.

Sandro | 05. Februar 2016 - 15:17

@Hornisse:
Man könnte sich gut über die Storys von Statiker M.Eng., Baulöwe, etc. amüsieren, wäre das Ganze nur nicht so traurig.

@Statiker M. Eng., Jimmy:
Bin selber Tragwerksplaner in einem mittelständischen Ingenieurbüro und weiss ziemlich genau was man da verdient ;) Habe auch Kommilitonen in Büros mit ähnlicher Größe und weiss auch was die bekommen und es ist in allen Fällen so gut wie das Gleiche. Und mit der Bayern-Keule zu kommen, braucht ihr wirklich nicht. Habe mich im Herbst des letzten Jahres da beworben und das Gehalt ist nicht annährnd so gut wie von euch beschrieben. Aber was weiss ich...

Bei BMW in München bekommen Ingenieure mit dieser Erfahrung nicht 60.000 im Jahr. Aber bei einem mittelständischen Büro ist das natürlich realistisch. Schließlich ist das Angebot-Nachfrage Verhätnis im Baugewerbe deutlich besser - wer fährt schon heute noch ein Bimmer!? Die vielen Widerholungen hier bestätigen das natürlich und keiner braucht wirklich Argumente um das Ganze glaubwürdig zu gestalteten. 70.000 € Verdienst bzw. Gehalt ohne Personalverantwortung im E11 TVöD? Oh, hier kann man sich wirklilch prächtig amüsieren! Wenn man nur die Realität ausblenden könnte, wie die Jimmys und Statiker...

Hornisse | 05. Februar 2016 - 13:25

@Jimmy:
Es ist sehr naiv zu glauben, dass von Lobbyinteressenvertretern in Online-Foren keine Werbung gemacht wird. Es geht eine mediale Werbekampagne auf die naiven Deutschen los und die Online-Foren werden aussen vor gelassen? Nur Präsenzveranstaltungen und Jobmessen, aber keine Werbung im Internet? Das nenne ich mal naiv.

Wenn Sie sich die Mühe machen würden die Postings der beiden letzten Jubel "perser" hier zu lesen, dann würden Sie die Widersprüche sehr schnell entlarven. Der "Statiker, M.Eng" hat auf die Frage von @Kevlar ob er auch unter dem Synonym "Master of Engineering" die gleiche "Erfolgsstory" gepostet hat verneint. Das ist eine offensichtliche Falschaussage.

Beide haben exakt das gleiche Profil gepostet (im Abstand von ein paar Minuten):
Beide sind gleich alt
Beide arbeiten in Bayern
Beide haben knapp unter 1,5 Jahren Berufserfahrung
Beide arbeiten als Statiker bei einem Mittelständler
Beide haben ein Praktikum in einem Baukonzern absolviert
Beide haben nach einem Jahr eine Gehaltserhöhung von 10.000 Euronen bekommen (also ca. 20 % bei einem bereits üppigen Einstiegsgehalt)
Beide haben mit knapp 50.000 Euronen als Einstiegsgehalt begonnen.

Aber natürlich sind das nur Zufälle und beide haben bis auf diese Dinge nichts miteinander zu tun. Wer, wie "Statiker, M.Eng" auf eine Frage so dreist und offensichtlich die Unwahrheit sagt, der wird wohl auch sonst kaum glaubwürdige Angaben posten.

Diplommaurer | 05. Februar 2016 - 12:00

@Runner:
2700 € Gehalt bei einer 42,5 h Woche ist viel zu wenig. Als Maurer hatte ich einen Stundenlohn von 17,50 € bei 42,5 h/Woche, also fast 3.000 € brutto im Monat. Mit deinem Werdegang und Masterabschluss würde ich alles unter 4.000 €/Monat sofort ablehnen. 3.500 € wie Statiker, M.Eng. schreibt, finde ich in den ersten paar Monaten in der Probezeit als unterste Grenze.

Natürlich schwankt das Gehalt von Region zu Region. Wie Master of Engineering schon sagt, ist in Ballungsräumen und größeren Städten ein deutlich höheres Gehalt möglich (jedoch auch hohe Lebensunterhaltungskosten). Größere Konzerne zahlen oft auch besser als kleinere Büros. Von ehemaligen Kommilitonen weiß ich, Einstiegsgehalt bzw. Verdienst als Bachelor ca. 42.000-51.000 €, Diplom/Master 51.000-58.000 €. So hast Du ungefähr einen Richtwert. Je nach Verhandlungsgeschick, bisheriger Leistung und persönlichem Auftreten kommen 13. Gehalt, Firmenwagen, usw. hinzu. Bist du mit dem angebotenem Gehalt nicht zu frieden, lehn das Jobangebot ab. Zur Zeit werden Bauingenieure gesucht, nimm nicht gleich das erste Angebot/die erste Jobzusage an.

Jimmy | 04. Februar 2016 - 21:43

@Sandro, Hornisse und Kevlar:
Tut euch den Gefallen und hört euch einfach um! Eure Frustration und Naivität führen indirekt dazu, dass ihr von einem niedrigen Gehalt ausgeht und ihr das auch vetretet. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass viele so denken wie ihr, führt das rein theoretisch dazu, dass das Lohnniveau nur bedingt steigt. Leute wie ihr, die nicht wissen wie viel man wert ist, sind auch ein Grund dafür, dass die Gehälter nach unten gezogen werden. Mal nebenbei. Wie kann man euch helfen? Was für Beweise verlangt ihr? Posten von Verträgen, Kontoauszügen? Ich sehe ja jetzt schon die skeptischen Antworten. Als ob hier Lobbyisten sich die Mühe machen versteckte Werbung zu machen. Was für ein Schwachsinn. Prüft es einfach.

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