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Das mit der Gewerkschaft fand ich schon vor Jahren gut, wird aber immer wieder ignoriert. Wundert mich heute auch nicht mehr, wenn man sieht wie Bauingenieure sich darueber streiten, wer denn nun den besseren Abschluss hat. Irgendwie will immer jeder besser sein und den laengsten Schwanz haben. Das scheint der Industrie ansich egal zu sein, denn absolut betrachtet kann man nicht feststellen, das mehr FH Absolventen arbeitslos sind oder eben umgekehrt. Gehaltsunterschiede treten zumeist auch nur bei Behoerden auf.
Ich kann nicht feststellen, dass es jetzt einen akuten Mangel an Bauingenieuren gibt. Das halte ich in der Tat fuer dummes Zeug. Allerdings gibt es auch keinen erheblichen Ueberschuss, wie noch vor 10 Jahren. Ich denke wir haben zur Zeit eher eine ziemlich ausgewogene Arbeitsmarktsituation. Das heisst aber nicht, das man jetzt unmittelbar oder in naher Zukunft Traumgehaelter erwarten kann. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war man froh das man ueberhaupt als Bauingenieur arbeiten durfte. Damals war man schon gut davor, wenn man nicht nur einen Zeitvertrag bekam.
Wie auch immer - mich wuerde mal interessieren, was sich Bauingenieure denn so als Gehalt wuenschen? Gebt doch mal ne Zahl an, die Ihr fuer vertretbar haltet. Moeglichst nach FH und UNI getrennt.
@Hornisse:
Dein Beitrag vom 15. Feb. lässt erkennen, dass Du schon sehr lange keinen anderen Arbeitsplatz mehr gesucht hast. Ansonsten würdest Du ganz sicher nicht behaupten, dass der schwarz auf weiß belegbare Fachkräftemangel bei den Bauingenieuren ein Märchen sein soll.
@Magnus:
Danke für Deine entlarvenden sowie erfrischenden Gedanken in Deinem Beitrag vom 14. Feb. - einfach köstlich!
Hier noch ein Beitrag,
wie es sich mit dem Einstiegsgehalt ungefähr meiner Ansicht nach verhält habe ich ja schon erläutert. Mir stellt sich aber auch die Frage: Wie entwickelt sich mein Gehalt während meines Berufslebens von 40 Jahren?
Hierzu bin ich dem Beitrag von Bau-insch vom 12.01.2012 16:09 teil b) dankbar. Die Entwicklung von Gehältern ist beim TVöD gut festgehalten.
Für die Berufseinsteiger: Im Gegensatz zur freien Wirtschaft zählt bei der Einstufung der Gehälter im öffentlichen Dienst allein der akademische Grad. D.h. meine Einstufung in E11, E12 oder E13 wird abhängig gemacht ob ich Bachelor-/Diplom-FH, Master-FH/-Uni oder Dr. bin! Jeder der dann mit der Arbeit im öffentlichen Dienst anfängt, startet bei Stufe1 und erhält alleine durch seine Berufsjahre mehr Geld. Auch macht es einen Unterschied ob man beim Bund oder bei den Kommunen arbeitet. Bei den Kommunen wird man tendenziell besser bezahlt als beim Bund. oeffentlicher-dienst.info
Grundgehälter ohne Sonderzahlungen TVöD-Rechner 2013a:
Bruttogehalt nach E11/Kommunen (Vielleicht Bachelor/DiplomFH):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 2.800 bzw. 33.800
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.100 bzw. 37.500
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.300 bzw. 40.300
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 3.700 bzw. 44.400
- ab dem 10.Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.200 bzw. 50.300
- ab dem 15.Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.400 bzw. 53.000
Bruttogehalt nach E12/Kommunen (Vielleicht MasterFH/Uni und DiplomUni):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 2.900 bzw. 35.000
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.200 bzw. 39.000
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.700 bzw. 44.400
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 4.000 bzw. 49.100
- ab dem 10. Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.600 bzw. 55.300
- ab dem 15. Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.800 bzw. 58.000
Bruttogehalt nach E13/Kommunen (Vielleicht Doktoren):
- ab Arbeitsbeginn (Stufe 1) etwa 3.200 bzw. 39.100
- ab dem 1. Berufsjahr (Stufe 2) etwa 3.600 bzw. 43.400
- ab dem 3. Berufsjahr (Stufe 3) etwa 3.800 bzw. 45.700
- ab dem 6. Berufsjahr (Stufe 4) etwa 4.200 bzw. 50.200
- ab dem 10. Berufsjahr (Stufe 5) etwa 4.700 bzw. 56.500
- ab dem 15. Berufsjahr (Stufe 6) etwa 4.900 bzw. 59.100
Man sieht hieran also gut, dass ich im Laufe des Arbeitslebens irgendetwas zwischen 3000 € - 5000 € pro Monat bzw. 36000 € - 60000 € pro Jahr als Bauingenieur verdienen kann. Vielleicht sind das ja auch gute Anhaltswerte für die Ingenieurbüros in der freien Wirtschaft. Der Stundenlohn würde sich dann auf 18,75 €/h - 31,25 €/h (bei 40 h/Woche) für den Beruf Bauingenieur begrenzen.
Beispielsweise schlug Bau-insch damals vor E12 zu nehmen. Hierbei würde ich keinen Unterschied zwischen Bachelor, Master oder Diplom machen!:
Berufsanfänger mind. 3000 bzw. 36.000
Ab dem 1. Berufsjahr 3200 bzw. 38.400
Ab dem 5. Berufsjahr 3900 bzw. 46.800
Ab dem 10. Berufsjahr 4600 bzw. 55.200
Ab dem 15.-40. Berufsjahr bis zur Rente:) 48000 € bzw. 57600 €
Vielleicht hilft das dem ein oder anderen. Wobei ich persönlich erst mal mit 4000 € nach den 5. Berufsjahr zufrieden sein werde (Die gute Mitte).
@biene:
Dem was du mal gesagt hast würde ich etwas anhängen: Verkauft euch nicht unter Wert, aber lauft dem Geld nicht hinterher! Wenn die Arbeitsstunden, die Kollegen, die Arbeit, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten gut sind, kann man dann nicht ein glücklicher und zufriedener Bauingenieur sein?
MfG Bautiger Tom
Die relativ geringe Anzahl von Bauingenieur-Studenten um die Jahrtausendwende hat momentan einen relativ guten Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppe zur Folge. Auf die Gehälter hat dieses aber wie in zig- Erhebungen nachgewiesen, nur marginale Auswirkungen. Sie sind weiterhin das Schlusslicht beim Ranking innerhalb der Ingenieur-Bereiche. In dem Zusammenhang garantieren die ab dem Jahr 2008 explosionsartig ansteigenden Studentenzahlen (siehe beigefügte Übersicht vom Statistischem Bundesamt) eine Stabilisierung dieser Situation.
Wobei viele der Absolventen froh sein werden, wenn sie überhaupt einen Job erhalten. Aber genau dieses Szenario ist für die Bauindustrie nichts Neues, sondern der seit Jahrzehnten zu bewältigende Megatrend. Es handelt sich eben um eine Low Tech - Branche mit negativen Wachstumsaussichten (Stichworte Demographie, kaum noch umsetzbare Grossprojekte wie S21 etc.). Unerklärlich ist mir, dass es die Bauindustrie aber immer noch versucht und schafft, tausende von offensichtlich naiven Abiturienten in diese Sackgasse zu führen.
P.S.: Vergessen werden sollten bei diesen Betrachtungen natürlich nicht die Architekten, denen die gleiche, negative Zukunft bevorsteht.
Jahr Studienanfänger
1993 13 373
1994 13 818
1995 13 485
1996 12 335
1997 11 520
1998 9 908
1999 8 759
2000 8 425
2001 7 908
2002 8 123
2003 9 491
2004 8 814
2005 8 290
2006 8 086
2007 8 936
2008 10 701
2009 12 612
2010 14 535
2011 17 530
2012 16 302
@Tom:
Versuchs mit 4000-4500, du siehst ja was dann bei rum kommt. 40000 sind eher als Bachelor-Einstiegsgehalt möglich. Ich denke schon, dass die 4000 mit deiner Vertiefung möglich sind. Aber letztendlich ist es eine Verhandlung, die du führen musst.
@bauinsch:
Danke für "einige" deiner Beiträge und schade, dass du dich zurückgezogen hast.
@Tom:
Ich finde es lobenswert, dass Du dem Gehaltsverfall bei den Bauingenieuren entgegen wirken möchtest und drücke Dir die Daumen! Aber Du solltest bei Deiner kleinen Rechnung eines nicht vergessen: Wenn ein Ingenieurbüro vom Auftraggeber ein Stundenhonorar für eine Tätigkeit erhält, dann kann dieses Honorar nicht einfach in den Bruttolohn den Mitarbeiters umgesetzt werden. Aus den Honoraren, die ein Büro erzielt sind "nebenbei" sämtliche Kosten des Büros abzudecken:
- Da wäre zuerst der Arbeitgeberanteil zu den ganzen Lohnnebenkosten (Krankenversicherungen, Rentenversicherung etc.). In Deinem Bruttolohn steckt ja nur der Arbeitnehmeranteil!
- Dann hätten wir noch Deine Bürokosten für Deinen Arbeitsplatz (Miete, Strom, Heizung, Wasser, Reinigung, Büromöbel etc.)
- Dazu noch Softwarelizenzen und andere laufende Ausgaben (Versicherungen), die Deine Arbeit überhaupt ermöglichen
- Da die Sekretärin des Büros nicht nach außen abgerechnet werden kann, muss ihr Gehalt von den "produktiven" Mitarbeitern erwirtschaftet werden.
- Auch der Chef des Büros wird sein Einkommen in der Regel nicht durch eigene Planungsleistung vollständig erwirtschaften, sondern sitzt häufig "unproduktiv" in Meetings oder telefoniert. Auch "sein Geld" muss durch abrechenbare Leistungen verdient werden.
Als grobe(!) Hausnummer würde ich mal schätzen, dass Du mindestens mit dem Doppelten Deines persönlichen Bruttostundenlohns nach außen abgerechnet werden musst, damit die Rechnung für das Ingenieurbüro aufgeht.
@Tom:
Mit deinem Beitrag zeigst du eindrucksvoll, dass es vielen an wirtschaftlichen und sozialen/politischen Grundkenntnissen mangelt.
"also mittlere maximale Bezahlung des Bauingenieurs 46 €/h:
46 €/h x 160 h/Monat = 7360 €/Monat -> x 12 = 88320 €/a"
a.) selten wird nach Stunden abgerechnet
b.) Du berechnest die Einnahmen für das Büro. Davon müssen aber neben dem Bruttolohn noch weitere Kosten bezahlt werden:
- SV-Beiträge Arbeitgeberanteil
- deine Kranken- und Urlaubstage
- Kosten für Miete des Büros
- Kosten für Büroinfrastruktur
- die Säkreterin
- ... usw.
Um wirtschaftlich zu arbeiten muss man also das Brutto des AN mit dem Faktor 2,5 bis 3 multiplizieren. Bei deinem Wünschgehalt gilt:
-> 4.500 € brutto * 3 = 13500 € bei 160 anrechenbaren Stunden macht das 84,4 €/h. Das entspricht dem Stundensatz des Büroinhabers.
"3000 € / 160 h/Monat = 18,75 €/h"
Ein Monat hat nicht 4 sondern 4,3 Wochen!
3000 / (4,3 * 40) = 17,44 €/h -> Das ist ein Fehler von ca. 7%
"40000 €/a / 12 Monate/a"
Das es Jahressonderzahlungen gibt wurde hier bereits erwähnt.
"Wäre das nicht mal ein guter gesetzlicher Mindestlohn für uns Ingenieure, 20 €/h bei genau einer 40 Stundenwoche?"
Womit willst du die Forderung politisch begründen wo selbst die LINKE nur einen Mindestlohn von 10 €/h fordert?
"Warum gibt es eigentlich noch keine Gewerkschaft deutscher Bauingenieure?"
Weil eine Gewerkschaft in der zersplitterten Baubranche mit ihrer "Sub-Kultur" nichts ausrichten kann. Wenn bei VW am Band die Arbeiter streiken bleibt das Band stehen und der Umsatz geht zurück. Wenn bei Ingenieurbüro Erwin Müller zwei von fünf Mitarbeiter in den Streik gehen, dann müssen die anderen drei das ausbaden oder Erwin Müller kommt in Verzug, muss Vertragsstrafe zahlen und wird nicht mehr mit Folgeaufträgen bedacht. Die Aufträge bekommt dann Ewald Maier bei dem nicht gestreikt wurde.
Wenn du gut bist kannst du realistisch mit 45.000 p.a. in deine Bewerbungen gehen und dich dann noch etwas runterhandeln lassen. Wenn du deine 4.500 €/Monat d.h. ca. 55.000 € p.a. in das Anschreiben schreibst, wirst du wahrscheinlich von den meisten Unternehmen gleich aussortiert, da es als Indiz für Selbstüberschätzung oder völliger wirtschaftlicher Unkenntnis gewertet wird.
Warum eigentlich der Bachelor an der Uni und der Master an der FH? Sicher auch eine Frage die potentiell in einem Vorstellungsgespräch auftauchen wird.
Hier noch ein bisschen Diskussionsstoff: Im folgenden sind ein paar Hilfen für Berufseinsteiger und Thesen die diskutiert werden können! Nach etlichen Forenbeiträgen und Statistiken aus dem Netz, bin ich für mich zu folgenden Einstiegsgehältern für Absoventen des Bauingenieurswesen in Deutschland gekommen:
Für kleine bis sehr kleine Unternehmen
3000 € - 3333 € Bruttomonatsgehalt
36000 € - 40000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 36-40 h/Woche liegen.
Für mittlere bis mittelgroße Unternehmen
3333 € - 3500 € - 3800 € Bruttomonatsgehalt
40000 € - 42000 € - 45000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit sollte dabei zwischen 40 - 45 h/Woche liegen.
Für große bis sehr große Unternehmen
3800 € - 4000 € - 4166 € Bruttomonatsgehalt
45000 € - 48000 € - 50000 € Bruttojahresgehalt
Die durchschnittliche Arbeitszeit wird dabei sicherlich schnell zwischen 45 - 50 h/Woche liegen.
1. Die Gehaltsuntergrenze von 3000 €/Monat sollten wir als Berufseinsteiger nicht unterschreiten, dass sind wir unserem Berufsstand aus Sicht von Lohndumping sicherlich schuldig.
2. Zu hohe Einstiegsgehälter bringen nichts, da wir als Absolventen ja eh erstmal nichts wirklich können. Denn wir müssen ja noch eingearbeitet und angelernt werden. Wir sollten doch denen die lange schon im Beruf stehen mehr Achtung bei den Gehältern entgegen bringen! Diese lernen uns ja auch meistens an.
3. Für jemanden mit Bachelorabschluss liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei 3500 € Bruttomonatsgehalt.
4. Für jemanden mit Masterabschluss schätze ich mal liegt das Durchschnittsgehalt (keine Einsteiger), wie schon gesagt bei vielleicht 3800 € Bruttomonatsgehalt.
5. Ein Masterabschluss wiegt nicht immer unbedingt mehr als ein Bachelorabschluss (egal ob Uni oder FH), wenn der Bachelor schon 2 Jahre gearbeitet hat. Der Master berechtigt in erster Linie zur Promotion (egal ob Uni oder FH). Was früher den Unterschied zwischen Diplom (FH) und Diplom (Uni) ausmachte ist heute zwischen Bachelor (FH/Uni) und Master (FH/Uni) angelegt.
6. Die Einstiegs-/Gehälter variieren zwischen den einzelnen Disziplinen im Bauingenieurswesen stark (Statiker, Tragwerksplaner, Grundbauer, Verkehrsingenieure, Wasserbauingenieure, Städteplaner, Bauleiter, Betriebsleiter, Projektmanager uvm. Ja das sind alles Bauingenieure!).
7. Als Verhandlungsbasis bei den Gehältern größer 40000 € Bruttojahresgehalt sollte man sicherlich immer auf der 40 h/Woche verhandeln. Denn wenn man bereits 50 h/Woche vertragsmäßig arbeitet, wie soll ich denn dann noch Gehaltserhöhungen fordern.
8.Jede Arbeitsstelle und sei sie noch so hoch bezahlt führt bei mehr als 50 h/Woche unweigerlich zu Unvereinbarkeit von Familie und Beruf und im schlimmsten fall sogar zu Burnout(ca. 2 Jahre Arbeitunfähigkeit)
9. Der Ausgangspunkt für eine Lohnerhöhung sollte nicht allein auf die Stundenanzahl/Woche eingeschränkt sein (Man arbeitet eh mehr als 40h/Woche), sondern eventuell so diskutiert werden, dass bei gleicher Arbeitszeit bessere qualitative Ingenieurleistung erbracht wird.
10. Jeder muss für sich selber herausfinden mit was er zufrieden sein kann und neben dem Beruf auch noch sein Leben leben kann!
Wenn ich dann mal einen Einstieg in unseren Berufsstand gefunden habe würde ich persönlich gerne nach 5 Jahren Berufserfahrung als Bauingenieur M.Eng und B.Sc.mit Vertiefungsrichtung Wasserbau bei einem Mittleren Unternehmen gerne bei 4000 €/Monat liegen mit einer geregelten 40-45 h/Woche, Das soll mir reichen denn ich habe Frau und bald auch ein Kind zu versorgen. Vielleicht kann das ja als ein guter Mittelwert für unsere Ingenieurbranche dienen!
Ich hoffe das hilft dem ein oder anderen,
MfG Tom --> Bautiger Tom
> 4000-4500 Brutto mit dieser Vertiefung sind aus meiner Sicht angemessen. Ein Professor sagt das nicht umsonst.
Stimmt, er bekommt dafür von der Lobby Geld. Und selbst wenn nicht, was soll er sonst berichten? Die Wahrheit? Über die Perspektivlosigkeit in der Baubranche? Damit ihm die Studenten ausbleiben und er seinen Job verliert?
Hallo zusammen,
ich möchte etwas zu dem Thema dazusteuern. Bezogen auf den Öffentlichen Dienst. Also ich kann nur sagen, dass ich mit meiner Stelle im Öffentlichen Dienst, zufrieden bin. Erster Job seit circa 5 Monaten. Habe meinen Master an einer FH gemacht und liege zurzeit bei etwas über 2700 €. Ab September liege ich bei knapp 3000 € im Monat. Bei einer 39 Stundenwoche finde ich das ganz ok. Wohne in der Nähe vom Emsland, wo die Löhne allgemein nicht so hoch sind, nur zu Info.
Ich weiss auch das viele mit dem Lohn beim Öffentlichen nicht einverstanden sind, aber wenn man die Altersvorsorge mit einrechnet, die man als Angestellter erhält, dann sieht die Sache schon anders aus. Es werden jeden Monat um die 250 € in die Vorsorge eingezahlt von denen ich nur 50 € bezahle. Da ich auch eine hätte, wenn ich wo anderes arbeiten würde, können diese 200 € vom Arbeitgeber meiner Meinung nach auf den Bruttolohn draufgerechnet werden. So gesehen müsste ich wo anders 2900 € verdienen um den gleichen netto Lohn wie jetzt zu haben. Und ab September dann um die 3200 €. Oder sehe ich das falsch und es ist bei anderen Firmen so viel mehr drin? Finanziell gesehen.