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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 9

1278 Kommentare | 477018 Aufrufe
bauing5678 | 19. Juni 2016 - 11:19

Dipl.-Ing. mit 1,5 Jahren Berufserfahrung im Mittelstand. Ich habe jetzt für 50.000 EUR Verdienst p.a. bei einem Großprojekt der DB angefangen, Projektmanagement. Ich bin als Externer über ein Ingenieurbüro dort, d.h. man kann mich jederzeit loswerden. Wie ist das Gehalt unter o.g. Umständen einzuschätzen?

Tobias | 17. Juni 2016 - 11:01

@Hornisse:
Von Jack wurde die Frage nach "realistischen Einstiegsgehälter für einen Bauingenieur in verschiedenen Bereichen, Bachelor oder Master?" gestellt. Diese habe ich ihm für tarifgebundene Baufirmen (wie z.B. für meinen Arbeitgeber) aufgeschlüsselt. GSP hat die Informationen um Tätigkeiten in Planungsbüros erweitert. Das gibt Jack schon einmal eine schöne Orientierung wohin die Reise gehen kann (im positiven wie negativen Sinn).

Mich interessiert es, was du beruflich so treibst. Bekommen wir hier eine kurze Info von dir? Du kannst die Informationen für Jack noch erweitert.

Leider gehen die vielen Informationen, die in diesem Thema gesammelt sind in den immer wieder aufflammenden Diskussionen unter. Daher gilt für den Rest deines Kommentars: "Not shure if troffling, or just stupid"

Bauigel | 15. Juni 2016 - 21:49

Ich möchte auch einige Meilensteine meiner Laufbahn hier preisgeben:
Bauleiter seit 2006.
Einstiegsgehalt Mittelständische Bau GmbH im Allgäu: 2600 EUR/Monat + Firmenwagen, gesteigert bis 3400 EUR/Monat
2. Arbeitgeber (Wechsel 2010) Mittelständische Bau GmbH in München: 3500 EUR/Monat + Firmenwagen, gesteigert bis 4000 EUR/Monat
3. Arbeitgeber (Wechsel 2014) Baukonzern: 5241 EUR/Monat (A9) + Firmenwagen
momentan Projektzulage 400 EUR/Monat = 5641 EUR/Monat

Hornisse | 14. Juni 2016 - 12:51

@Tobias:
Es ist schön und erwärmt mein Herz zu sehen, dass Nutzer dieses Forums im Internet nach Tarifverträgen googeln können. Das macht die geposteten Gehaltsangaben aber noch nicht realistisch für die Mehrheit der Bauingenieure. Schade, dass dieser Studiengang in den letzten 10-15 Jahren zu einem reinen Unterschichtenstudiengang verkommen ist. Der beste Beweis dafür ist dieses ständige Geposte von Tarifverträgen, welche nur für einen Bruchteil der Ingenieure anwendbar ist. Tarifverträge gelten vielleicht bei der Automobilindustrie für Bandarbeiter, aber sicherlich nicht für eine signifikante Anzahl von Ingenieuren.

Ein realistisches Gehalt ist das was der Markt hergibt. Und da man in Deutschland gerne Leute bis aufs Blut ausnutzt und sich noch viel lieber als überlegen fühlt, gibt es hier sehr wenig brauchbares Material. Das nutzt wiederum nur der Arbeitgeberpartei, welche hier am längeren (Informations)Hebel sitzt. Denn eine "freie Verhandlung" von Gehältern ist nur dummes Lobbygerede. Eine Verhandlung bedingt die ungefähre Augenhöhe beider Parteien, welche aber wegen der Informationsdefizite nicht gegeben ist.

GSP | 14. Juni 2016 - 08:17

@Jack:
Also ich würde mal sagen, dass kommt ganz stark auf das Gewerbe an. Ich kann jetzt nur von meinen ehemaligen Kommilitonen und mir sprechen und ein paar Zahlen nennen, aber das ist schon sehr unterschiedlich.

Kommilitone: Statikbüro in Bremen 40000 €/a
Kommilitone: Fertigteilproduktion in Hude (mittlerweile gekündigt) 38000 €/a
Kommilitone: Statikbüro in Rheine 36000 €/a
Ich: Statiker im Energiesektor 48000 €/a

Also wie man sieht, sind da schon große Unterschiede drin und es kommt stark auf die Branche an. Aber gebe dich nicht mit wenig zufrieden. Da sage lieber den Job ab, wobei auch die Firma und die Kollegen stimmen sollten. Geld ist definitiv nicht alles. Ich meine gelesen zu haben, dass das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei ca. 38000 €/a liegt. Somit würde ich versuchen die 40000 bis 45000 €/a anzupeilen. Sonst noch kurz zur Info, ich bin selber erst angefangen und seit gut 6 Monaten dabei. Einer von den drei Kommilitonen ist gut 10 Monate dabei und die anderen beiden seit gut 2 Jahren. Da hat sich das Gehalt auch mittlerweile etwas gesteigert.

Tobias | 13. Juni 2016 - 14:04

Ein realistisches Gehalt ergibt sich z.B. mit Blick in den Rahmentarifvertrag für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes.

Grobe Abschätzung:
Gehaltsgruppe für Bachelorabsolventen A5: 3.482,00
für Master Absolventen A6: 3.870,00

In der Probezeit ggf. um 200 bis 400 € weniger pro Monat.

Zzgl. 55% des Tarifgehalts als 13. Monatsgehalt
zzgl. 30 Tage Urlaubsgeld á 19 €/Tag

Zudem gibt es nach dem aktuellen Ergebnis der Tarifverhandlungen rückwirkend ab 01.05.2016 +2,4 % mehr Gehalt (ist in den Zahlen noch nicht eingerechnet) und nächstes Jahr ab 01.05.2017 nochmals 2,0 %.

Ergibt also:
Bachelor: 3482 * 12,55 * 1,024 + 19*30 = 45.300 € brutto
Master: 3870 * 12,55 * 1,024 + 19*30 =50.300 € brutto

Mein Tipp: Schaut euch die unterschiedlichen Abteilungen großen Baufrimen an und etwas über den üblichen q*l^2/8 Tellerrand hinaus. Die Stichwörter für motivierte Absolventen lauten BIM, 5D und LEAN.

Jack | 10. Juni 2016 - 21:44

Was sind denn jetzt eigentlich konkrete realistische Einstiegsgehälter für einen Bauingenieur in verschiedenen Bereichen, Bachelor oder Master? Ich lese manchmal von 2500 EUR brutto? Sind wirklich noch nicht mal 3000 EUR drin? Also von mir aus kann ich auch 2000 EUR verdienen, wenn dass dann aber nach ein paar Monaten stark ansteigt. Aber wenn ich noch 1-2 Jahre für unter 3000 EUR arbeiten muss, finde ich das schon enttäuschend. Leute verdienen mit einer Ausbildung mehr, jeder Handwerker steigt doch mit mehr oder gleich viel ein.

Pole | 07. Juni 2016 - 12:27

@Marx:
Die Baubranche in Polen hatte einen Aufschwung in 2008, jetzt ist schon alles vorbei, es wird jetzt dort viel gebaut, aber man kriegt nicht viel für seine Arbeit oder wartet monatelang auf das Geld. Die Gehälter sind 2-3 Mal niedriger als die in Deutschland, die Unterhaltungskosten leider nicht. Glaub mir, in Deutschland stehst du besser da!

marx | 05. Juni 2016 - 15:26

@okto:
Das hört sich doch gut an. Also meinst du man kann auch gut in anderen Branchen unterkommen? Was würdet ihr eigentlich davon halten wenn man Bachelor in Bauingenieurwesen UND Maschinenbau hinterher machen würde, würde dass dann nicht bei bestimmen Arbeitgebern gut ankommen, weil man auch noch zusätzlich etwas mehr vertiefte Statik-Kenntnisse im Gegensatz zu einem normalen Bachelor und Master-Absolventen im Maschinenbau hat?

Ich lerne übrigens auch Polnisch und besitze auch polnische Staatsbürgerschaft. Ich weiß dass die Baubranche in Polen einen richtigen Aufschwung hat und dort richtig viel gebaut wird. Aber die Gehälter sind dort natürlich niedriger, dafür sind auch die Unterhaltskosten viel niedriger (Wohnung, Lebenshaltung etc., diese Dinge steigen jetzt aber auch etwas an. Ob sich dass dann in Relation wieder ausgleicht oder man vielleicht am Ende doch besser dasteht als hier weiß ich nicht.

okto | 25. Mai 2016 - 16:00

@Marx
Lies dir das mal durch...
http://www.bauingenieur24.de/stellenmarkt...
Insbesondere "Wir bieten..."

Fachlich schwerer. Ja teilweise. Mit den Jahren kriegt man aber da eine gewisse Routine. In erster Linie halt einfach anders. Die Abstimmungen verschiedener Fachplaner, aktuelle Normenlage usw., das sind alles so Punkte die es kompliziert machen.

marx | 24. Mai 2016 - 22:45

@okto:
Also das man im Bauingenieurwesen tiefere Kenntnisse in Mechanik erwirbt, hab ich bis jetzt noch nicht gehört. Ich hab nur öfters gehört dass Maschinenbau schwieriger sei. Ich tue mich nur im Bauingenieurwesen schon recht schwer, aber ich mach es trotzdem gerne. Ich weiß dass Fächer wie Statik und Elastostatik gleich sind. Ich saß auch mal letztens bei denen in einer Vorlesung drin. Der Rest soll aber schon anders sein. Ich bekomme auch nur 3 Kurse von 24 oder so anerkannt wenn man wechselt. Du sagtest dass man im echten Leben flexibler sein müsste. Das heißt also dass du schon sagen würdest dass es fachlich im Berufsalltag schwerer ist? Und das stimmt, die Tarifgehälter sehen im Bauwesen doch wirklich nicht so schlecht aus.

AII2 | 13. Mai 2016 - 21:46

B. (FH) Eng., (Note 2.3, B.-Arb. 1.7) , 3 Jahre Erfahrung, Planungsbüro in Süddeutschland, Brückenbau. Mein Profil: Statik, LV, Entwurf- und Ausführungsplanung. Schwerpunkt: Stahl- und Spannbeton

50% - 3. Honorarzone III
50% - 4. Honorarzone IV:
0% - 5. Honorarzone V: (fehlen auch Kenntnisse)

95% - Statik
5% - sonstiges

99% - Brücken
1% - Sonstiges

Gehalt: brutto 3100 Euro, netto 2000- Euro / Wohnmiete, GEZ, Strom, sonstige "Existenzleistungen", es bleiben nur 900 Euro / Monat. Ist es ok?

WAvE | 06. Mai 2016 - 21:45

Ich glaube auch, dass man hier zwischen Konzern, Planungsbüro und auch Örtlichkeit unterscheiden sollte. Ein Freund von mir ist nach seinem Bachelor Abschluss in ein Ingenieurbüro und verdient nur den Bruchteil von mir.

Zu mir:
Abschluss: B.Eng
Berufserfahrung: bald 4 Jahre
Ort: Süddeutschland
Gehalt: 57.000€/a Verdienst inkl. variabler Zulagen

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