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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 93

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Support² | 03. März 2011 - 19:48

Erstmal DANKE an alle die geantwortet haben! Daumen hoch!

Hallo a2005,
leichte Milchrechnung, aber nur weil 50 Std. mit dem Lohn abgegolten sind, bedeutet es nicht, dass man diese Stunden die Woche auch wirklich arbeitet. Zwar bin ich bereit 50 Std. die Woche zu arbeiten, allerdings keine 3 Monate am Stück. Sollte dies mal vorkommen werde ich auf den Chef zugehen und ihm meine Meinung dazu sagen. Laut meinem Chef kommt das überwiegend bei Beendigung eines Projektes vor.

Hallo Rugger,
deine Überlegung in ein Ing.-Büro zu wechseln kann ich verstehen, wer möchte denn nicht viel Zeit mit seiner Familie verbringen. Ist für mich natürlich auch eine Überlegung, ob ich in 10 Jahren immernoch 50 Std. die Woche machen will oder nicht was mit der Familie unternehme. Allerdings ist das für mich noch Zukunftsmusik mit meinen 23 Jahren. Ich bin mir auch noch nicht sicher ob ich das Auto für 40.000 € überhaupt haben will, wenn man die Kosten bedenkt.

Hallo Polle,
endgültig im Vertrag stehen 40 Wochenarbeitsstunden und dass ich bereit bin 10h unbezahlt mehr zu leisten. Wie oben erwähnt, werde ich auch nicht mehr machen zu dem gleichen Lohn.
Bezüglich weiteren Überstunden ist vertraglich nichts festgehalten.
Da das Unternehmen nur aus 3 festen Mitarbeitern und 3 freien Mitarbeitern besteht, erhoffe ich mir ein recht freundschaftliches Verhältnis und werde bei weiteren Überstunden einfach auf den Chef zugehen, der wie er selbst sagte "nicht unbedingt am Gehalt der Mitarbeiter sparen möchte".

Bezüglich dem Firmenwagen habe ich noch folgende Fragen:
1. Ein Firmenwagen wird ja oft als Gehaltserhöhung verkauft. Kann man den Firmenwagen einer Gehaltserhöhung in € gleichsetzen? (Ist bestimmt schwierig, aber vielleicht habt ihr ja einen Wert parat)
2. Ich persönlich wähle beim Firmenwagen die 1 % Versteuerung. Dazu kommen ja noch die 0,03 % x Entfernung zur Arbeitsstätte. Kann man diese zusätzlichen Kosten in der Steuererklärung zurückbekommen?

Vielen Dank!

mueller | 28. Februar 2011 - 20:15

Hallo,

die unterirdischen Gehälter sind leider normal in diesem absolut maroden Wirtschaftszeig. (s.h. beigefügten Bericht vom 24.01.2011) Wie die Immobilien-Zeitung berichtet, hat eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Forschungsabteilung der Hans-Böckler-Stiftung, ergeben, dass Bauingenieure die Geringverdiener unter den Ingenieuren sind - trotz ihrer enormen Verantwortung.

So verdienen Bauingenieure im Schnitt 1.127 Euro monatlich weniger als etwa Elektronik- und Fernmeldeingenieure. Ein weiterer möglicher Grund für die “Unattraktivität” des Berufs. Die vollständige Studie ist in der Ausgabe 1/2011 der WSI-Mitteilungen erschienen.

Polle | 25. Februar 2011 - 21:09

Hallo Support² !

wenn man mal die "harten Fakten" (!) Deines in Aussicht gestellten Jobs betrachtet, würde ich spontan behaupten dass das ein guter Start für einen Berufsanfänger ist. Wenn sich Deine Wochenstunden auf 60+ unvergütet ausdehnen sollten, sieht die Sache natürlich anders aus. Wie das bei Dir vertraglich geregelt ist weiß ich nicht. Das nur am Rande.

Es ist für mich immer wieder interessant zu sehen wie gerade Berufsanfänger, aber auch Menschen im Allgemeinen (also mich nicht ausgeschlossen) so gerne Vergleiche anstellen was das Salär, Arbeitszeit, Urlaubstage, Firmenwagen...(oben genannte "harte Fakten") angeht. Das liegt vermutlich an der so guten Vergleichbarkeit dieser Dinge.

Jahre später stellt man dann fest, dass es im Job diverse Punkte gibt, die gerade zu Beginn (!) des Berufslebens weitaus wichtiger waren/sind als eben genanntes. Dazu gehören der Arbeitsstil im Unternehmen, Führungsstil und Persönlichkeit des Vorgesetzten welcher den jungen Berufsanfänger möglichst fordern und (!) FÖRDERN sollte. Stichwort Lernkurve. Es ist gerade heute davon auszugehen, dass das erste Unternehmen nach dem Studium nicht das Letzte sein wird und man sich mit dem was man dort getan und gelernt hat (auch geprägt worden ist) sich beim pot. neuen AG vorstellt.

Wer also vorankommen will (und wer will das nicht) sollte auch auf diese Dinge ein Auge werfen. Es versteht sich von selbst dass das natürlich auch etwas vom Glück abhängt. Warum Du letztlich gleich beim erstbesten Unternehmen genommen worden bist kann ich nicht beurteilen (da hängen viele, auch persönliche Faktoren mit dran), aber es muss ja nichts Schlechtes bedeuten :-)

Anm.: Die Anzahl der verschickten Bewerbungen hat keinen Einfluss auf die Qualität der Stelle die man letztlich antritt. "Viel hilft viel" stimmt in diesem Fall nicht immer.

Gruß Polle

kakadou | 25. Februar 2011 - 20:07

Vergleich hast Du nie, denn Du kannst ja immer nur eine Stelle gleichzeitig antreten. Schön ist die Möglichkeit, Unternehmensnachfolger zu werden. Falls Du nach 5 Jahren feststellst, dass Du immer noch lieber baust als Dich mit Banken, Partnern und Bewerbergesprächen rumzuschlagen, musst Du diese Möglichkeit ja nicht nutzen. Andere haben gar keine Wahl. Wenn Dich das Betriebsklima anspricht und die Aufgabe reizt - ist eine erfolgreiche Bewerbung völlig ausreichend.

Zum Vergleich: ich habe 3 zur jeweiligen Zeit genau passende Jobs mit 2 Bewerbungen gefunden. Ja, genau: 2 Bewerbungen auf 13 (ca?) Jahre Berufserfahrung. Die zwei letzteren Jobs als Quereinsteiger (bin eigentlich kein Bauingenieur, darum auch kein Kommentar zu Gehältern, ich weiss es einfach nicht).

Aus einer sicheren Position (die halt evtl. nur nicht ganz so toll ist) heraus bewirbt es sich auch viel leichter. Du musst dann ja nur nehmen was genau passt. Die Angabe der Arbeitszeit scheint mir fair. Weniger wirds bestimmt nicht.

Was hier im Forum meiner Meinung nach zu kurz kommt beim häufigen Gejammere über schlechte Bedingungen: Kaum ein Berufsstand hat es so einfach, sich selbständig zu machen. Wenn Du nicht gerade eine Baufirma gründest sondern ein Ingenieurbüro, ist das finanzielle Risiko überschaubar. Einige 10TE für Programme und ein repräsentatives Büro reichen weit. Das eigentliche Kapital ist ja der Kopf.

Da Du also schon mit der Idee, Unternehmer zu werden, startest, hast Du immer noch die Option Dein eigener Chef zu werden, falls sich in diesem Unternehmen die Erwartung nicht erfüllt.

Rugger | 25. Februar 2011 - 18:05

>> Eingestellt werde ich als Bauleiter mit folgenden vertraglichen Details: 40.300 € Brutto, Firmenwagen (ca. 40.000 €), 30 Tage Urlaub, Arbeitszeit Mo-Fr. - 45Std. plus/minus 5 Std. je nach Notwendigkeit. Eigentlich habe ich mich schon für diese Stelle entschieden, allerdings bereitet es mir Kopfschmerzen das ich nur eine Bewerbung verschickt habe und somit keinen Vergleich habe. Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung sagen.

a2005 | 25. Februar 2011 - 15:35

Nehmen wir das Angebot mal auseinander:

40.300 brutto p.a.
40.300/12 = 3.358 monatlich brutto
45 Stunden +-5 d. h. 50 Stunden sind abgegolten
entspricht:
Umrechnung auf 39-Stunden-Woche
3.358/50*39 = 2.619 € / Monat ohne Sonderzahlung, im Rhein-Main-Gebiet.
Den Firmenwagen braucht man als Bauleiter und muss den geldwerten Vorteil bei privater Nutzung versteuern. Viel Spaß!

Support² | 24. Februar 2011 - 20:12

Hallo zusammen!

hier wird ja wild über die Einstiegsgehälter eines Bauingenieuren diskutiert. Vielleicht habt ihr auch für mich einen Tipp parat. Ich habe mein FH Diplom im August 2010 erhalten und direkt ein Master-Studium begonnen. Voraussichtlich beende ich dieses im Oktober 2011. Auf ein interessantes Stellenangebot zum "Unternehmensnachfolger" (nach ca. 5-10 Jahren) bei einem mittelständischen Generalunternehmen (Rhein-Main-Gebiet) habe ich mich beworben und nun den Vertrag vor mir liegen.

Eingestellt werde ich als Bauleiter mit folgenden vertraglichen Details: 40.300 € Brutto, Firmenwagen (ca. 40.000 €), 30 Tage Urlaub, Arbeitszeit Mo-Fr. - 45Std. plus/minus 5 Std. je nach Notwendigkeit. Eigentlich habe ich mich schon für diese Stelle entschieden, allerdings bereitet es mir Kopfschmerzen das ich nur eine Bewerbung verschickt habe und somit keinen Vergleich habe. Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung sagen.

Vielen Dank!

Ole | 22. Februar 2011 - 09:51

Hallo FlipB,

160 Stunden habe ich nur angenommen um die Rechnung etwas realistischer zu machen. NRW hat 11 Feiertage. Zwischen Weihnachten und Neujahr arbeitet das Bauhauptgewerbe nicht. Im Zweifel sind das 5 Tage. Die gewerblichen Mitarbeiter werden nach geleisteten Stunden vergütet.
52w x 40h = 2080h 16d x 8h = 128h 2080h-128h = 1952h
1952h / 12monate = 162,66h/monat
das habe ich dann einfach mal als 160h angesetzt.

MFG Ole

Equilibrium | 21. Februar 2011 - 21:38

@bauinghel
Da kann ich nur zustimmen, dass der regionale Faktor eine wichtige Rolle spielt. Dies gilt für das Gehaltsniveau aber auch für die Lebenshaltungskosten(!). Wer in München 45.000 Euro pro Jahr verdient, ist echt arm dran. Wer in Berlin hingegen 40.000 Euro verdient, hat es da schon besser, auch wenn es auf den ersten Blick weniger aussieht.

@alle Berufsanfänger:
Beim erstbesten Angebot eines potenziellen Arbeitgebers mag schnell die Idee da sein:“Hauptsache schnell den ersten Job – zur Not auch für geringes Gehalt. Nach ein bisschen Berufserfahrung kann man ja nachverhandeln.“

Diese Idee ist von Grund auf absolut falsch!
1. Wenn eine Firma bereits am Anfang mies bezahlt, gehört das zur Unternehmenskultur und die wird sich auch nicht ändern, wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat. Seriöse Firmen wissen, dass sich eine Neueinstellung zwar in den ersten Monaten bei fairem Gehalt noch nicht rechnet, aber eben nach einer Einarbeitungszeit. Trotzdem zahlen seriöse Firmen von Beginn an das richtige Gehalt und keine aufgebesserte Praktikantenvergütung.
2. Wer einmal irgendwo voreilig unterschrieben hat, der hat oft zumindest eines der beiden folgenden Probleme:
2a. Man tut sich schwer, den Absprung zu schaffen, da Berufswechsel nun einmal grundsätzlich nicht in der Natur des Menschen liegen. Man gibt eine unbefristete Stelle auf und hat plötzlich wieder Probezeit. Vielleicht ist auch noch die Frau/Freundin schwanger etc. Man hofft, dass man doch noch irgendwann mehr Geld bekommt,.....
2b. Man hat bei einer echten „Klitsche“ unterschrieben, wo man keinerlei Referenzen aufbauen konnte. Beispiel: Wer für Müller&Söhne in DorfXY Abwasserkanäle repariert hat, wird anschließend nicht mehr bei Hochtief einen Wolkenkratzer hochziehen können. Der erste Arbeitgeber ist immer auch die erste Referenz im Lebenslauf. Das darf man nie vergessen!

Also mein Rat an alle Neulinge: Suchen, suchen und suchen. Dann mit Bedacht auswählen, aber niemals aus einer vermeintlichen Not heraus. Wer nicht gerade in einer strukturschwachen Gegend lebt, sollte sich bei der Gehaltsvorstellung immer an die Tariflöhne halten.

FlipB | 19. Februar 2011 - 23:22

Ähm, euch sollte als Bauingenieure (Abrechnung von der Baustelle) klar sein, dass 1 Monat 172 h Normalarbeitszeit hat. Ein Monat hat 4,333333 (!) Wochen und nicht 4. Das ergibt sich aus 52 Wochen durch 12 Monate.

bauinghel | 18. Februar 2011 - 15:03

Ingenieure! In den meisten Beiträgen lasst Ihr den regionalen Faktor weg! Bitte um Besserung!

Es gibt innerhalb Deutschlands erhebliche Unterschiede im Lohn/Kostenniveau und in der Arbeitslosenquote! In Berlin wird flächendeckend (über alle Berufe) der Tariflohn mit Tricks nach unten umgangen. Zugleich sind die Mieten hier preiswert wie nirgends. In Berlin bekommen langjährig Erfahrene oft nur 2.700,- mtl. In Frankfurt wird Gleiches ohne Diskussion mehr als 1.000,- höher vergütet. Dabei ist Berlin Spitze bei Arbeitslosen. Auch Bauingenieuren. Die einzige Möglichkeit in einer Markwirtschaft das auszugleichen ist, das wir alle voll mobile Wanderarbeiter werden. (Die Firmen expandieren nicht dorthin wo die billigen, Willigen sitzen).

Also bitte vor allem bei geringen Einkommen immer angeben, ob man im Familienanwesen in Krakow am See sitzen bleiben möchte, oder ob man dafür soeben nach Frankfurt/M umgesiedelt ist.

mfg hel

hiob | 18. Februar 2011 - 02:11

@BauingenieurBachelor
>> Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Studium (Bachelor / FH) fertig. Arbeite seitdem in einem mittelgroßen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 15 MA. Bekomme 12 x 2500 EUR Brutto, ich denke das ist ganz Ok. Werde in der nächsten Zeit mit dem Chef mal über eine Gehaltserhöhung reden! Noch ein paar Daten: Arbeitsort: Bayern / Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau / Studiendauer: 7 Semester + 1 Semester Bachelorthese / Abschlussnote: nicht Gut!

Betonkopp | 16. Februar 2011 - 11:41

Leute ich bin sprachlos,
wer sich als studierter Ingenieur für 2000 Euro anbietet, gehört in die Verbannung nach Sibirien. Nur zur Info: Der durchschnittliche Gesellenlohn eines Malers liegt derzeit bei 13,95 EUR/Std. Das ergibt bei 160 Std pro Monat, ein Bruttolohn von 2232 €. Derjenige der die Tapete anklebt, verdient also 10 % mehr, als Derjenige der die statische Berechnung erstellt hat und womöglich noch den Kopf dafür hinhält. Wenn es immer wieder Leute gibt die so etwas als normal ansehen und akzeptieren, wird sich die Gehaltssituation in den Planungsbüros niemals ändern.

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