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16. Jahrgang | Ausgabe 5666 | Nr. 54
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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 93

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Joe | 17. Januar 2011 - 09:43

@Tiefbauer: Darf ich fragen welches Bundesland, bzw. Wohnort du arbeitest? Und welche Berufserfahrung du hast?

Tiefbauer | 13. Januar 2011 - 18:14

Hallo Zusammen!

Ich wollte mal kurz meine Erfahrungen der letzten zwei Monate mitteilen bezüglich Arbeitsmarkt und Gehältern. Nachdem ich bei einen kleineren Ing.-Büro als Planer für öffentl. Tiefbaumaßnahmen tätig und mit meinem Gehalt (ca. 41.000 € p.a.) auch nur mittelmäßig zufrieden war, hab ich mir mal ein Herz gefasst und vier Bewerbungen auf Stellenausschreibungen losgelassen, die im nähren Umkreis (ca. 60 km) zu meinem Wohnort in Frage kommen. Das Ergebnis hat mich dann doch schon ein wenig überrasscht und vor allem wie kurzfristig die Anrworten auf die Bewerbungen kamen.

Innerhalb von zwei Wochen hatte ich drei Vorstellungsgespräche und weitere zwei Wochen später zwei Arbeitsvertäge vor mir liegen, so dass ich mir sogar die Stellen aussuchen konnte. Bei beiden Stellen waren ohne große Verhandlungen um 50.000 € p.a. als Einstiegsgehalt drin. So dass ich als Bauingenieur für einen Standortdienstleister in der chemischen Industrie tätig bin. Die andere Stelle wäre übrigens bei einen großen Deutschen Schienenverkehrsunternehmen gewesen. Offensichtlich so meine persönlichen Erfahrung, sind die Zeiten für einen Umstieg momentan durchaus gut, wenn man erstmal den den Mut und die Initiative gefasst hat.

level26 | 10. Januar 2011 - 11:12

Hallo Infra-Planer, was machst genau? War auch schon vor Ort und hab mich umgesehen in AD und auch Gespräche geführt. Wäre aber mal nett aus erster Hand Infos zu bekommen, gerne auch per Mail. Danke, S.

Infra-Planer | 06. Januar 2011 - 09:14

Ausland! Für alle die sich für ein paar Jahre losreißen können: Kommt nach Middle East! Hier in Abu Dhabi und Katar verdiene ich mit ca. 5 Jahren Berufserfahrung ca. 6.000 € Netto/monatlich, wobei die Wohnungspreise recht teuer sind. Aber um in Deutschland auf dieses Netto zu kommen, kann sich jeder ausrechnen, was das Brutto bedeutet bzw. welche Position dahinter steht. Wer länger hier bleiben will, muss auf Dauer aber auch mit so einigen Eigenheiten im arabischen Raum und internationalen Kollegen klar kommen. Auch wenn Dubai nicht mehr der Renner ist, middle east is still the place for civil engineers!

TWPlaner | 20. Dezember 2010 - 00:45

Tragwerksplanung, München, 5 Berufsjahre, 45 k/a. Denke, dass es leicht überdurchschnittlich ist. Hab mit 32 k/a angefangen. Insgesamt ist alles der größte Sch.... den es gibt - wenn sich ein mündiger Mensch in Deutschland mit anspruchsvoller akademischer Ausbildung in irgendeiner Form wirtschaftlich, professionell und konzeptionell weiterentwickeln will, darf er/sie im Normalfall auf gar keinen Fall Bauingenieur bzw. Tragwerksplaner werden.

gast | 17. Dezember 2010 - 10:46

Schön wäre es, wenn zu den genannten Einkommen auch dazugesagt wird, in welcher Region das stattfindet. Denn ich denke es gibt erhebliche regionale Unterschiede.

texas-bauing | 15. Dezember 2010 - 22:55

Alles viel zu wenig! Hab 2000 an der TU Darmstadt mein Bauingenieur-Studium abgeschlossen. Hab 2001 als Software-Entwickler bei der Deutschen Bahn angefangen fuer 3.000 Euro brutto. Obwohl ich null Ahnung vom Software-Entwickeln hatte. Lebe und arbeite jetzt in den USA. Die Bauingenieure hier in den USA sind im Vergleich zu Deutschland sehr schwach ausgebildet und verdienen trotzdem als Absolventen fast 3.000 Euro netto. Und finden ohne grosse Probleme nen Job (falls es keine Rezession gibt). Die Gehaelter in Deutschland sind ne Frechheit! Da lohnt es sich ja gar nicht mehr zu studieren!

Gast4 | 08. Dezember 2010 - 12:22

Wie sieht es denn nun aus mit Einstiegsgehältern für Dipl.-Ing.?

Nick | 03. Dezember 2010 - 13:16

In einer Niesche wie dem Claim management ist man aber auch sehr davon abhängig, ob dieser bereich läuft. Bei einer Flaute ist man komplett weg vom Markt und kann sich seine 5T€ in die Haare schmieren. Ist leider so und man spricht aus der erfahrung raus. Ein breit gefächertes Wissen ist in dieser Branche m.A. von Vorteil.

Tragwerksplaner | 02. Dezember 2010 - 21:14

Man sollte sich daran orientieren, in welcher Art Büro man arbeitet. Hier steht es handelt sich um ein kleines Ingenieurbüro. Somit dürfte das Gehalt in Ordnung sein. Ich selbst habe vor 5 Jahren noch bei einem Branchenführer (ca. 150 Mitarbeiter) in der Tragwerksplanung gearbeitet. Mit damals 15 Jahren Berufserfahrung und als Projektleiter bei Prestigeobjekten habe ich ca. 4000 EUR Brutto verdient. Damalige Kollegen haben nicht mehr, eher weniger verdient.

Heute habe ich selbst ein eigenes Büro mit recht guter Auftragslage im In- und Ausland, jedoch könnte ich keine 3500 EUR Brutto zahlen. Dafür sind einfach die Bürokosten und Lohnnebenkosten viel zu hoch. Bauingenieurwesen ist eben kein Beruf in dem man sich eine goldene Nase verdienen kann. Zumal sich Deutschland immer mehr zu einem Niedriglohnland entwickelt.

Ole | 01. Dezember 2010 - 05:37

@Denise: Das schlaegt dem Fass den Boden aus. Was sollst Du denn da machen? Egal wo man in Deutschland wohnt oder wie viel Erfahrung man hat, dieses Angebot ist eine absolute Frechheit.

a2005 | 29. November 2010 - 10:31

Immer wieder das Problem, dass Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger nicht wissen, was sie verdienen können. Das verdirbt mit der Zeit auch den alten Hasen die Preise. Das tarifliche Gehalt liegt aktuell gem. Tarifvertrag zwischen Asia und ver.di bei ca. 2.500 €/Monat. Wenn man noch ein Zugeständnis machen muss, dann kann man von 2.200 €/Monat ausgehen, für die reduzierte Arbeitszeit 30 Stunden 3/4 * 2.200 wären 1.650 €/Monat absolut das Ende der Fahnenstange.

Was das leidige Argument der "fehlenden Berufserfahrung" abelangt: immerhin hat man als Dipl.-Ing. schon mal ein Studium absolviert, welches im Bauwesen nicht so ganz einfach ist. Vielleicht auch noch mal nachfragen: da die Wochenarbeitszeit genannt war: 1.000, später 1.200 brutto pro Woche wären wiederum sehr fair und durchaus übertariflich.

Hami | 28. November 2010 - 23:34

Ich habe mal das Dir angebotene Gehalt mit dem TV-L Ost verglichen. Als Anfänger müsstest Du im ersten halben Jahr in der Gruppe E9, Altersstufe 1 liegen. Das wären dann für ca. 40 h rund 2.111 EUR, bei Deinen 30 h würdest Du bei einer Landesbehörde also rund 1.583 EUR brutto verdienen. Nach einem halben Jahr erhöht sich das dann auf E10/Stufe 1, in Deinem Fall dann rund 1.915 EUR brutto. Den TV-L habe ich nur herangezogen, weil der sehr einfach öffentlich zugänglich ist. Inwieweit das Gehaltsniveau bei Büros in Brandenburg davon abweicht, weiß ich leider nicht.

Ich sehe Deine Situation aber eher so, dass Du keine große Wahl hast, wenn Du endlich in Deinen erlernten Beruf einsteigen und außerdem in Brandenburg wohnen bleiben willst. Und die kurze Kündigungsfrist in der Probezeit gilt ja für beide Parteien und ich würde sie (und habe sie auch schon selbst) im Zweifelsfall nutzen. Gewonnen hättest Du jedenfalls ein halbes Jahr Erfahrung und vielleicht auch ein paar lohnenswerte Kontakte. Und ob das Angebot fair ist, würde ich auch unter dem Aspekt Deiner Alternativen bewerten wollen.

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