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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 94

1278 Kommentare | 476773 Aufrufe
GT | 16. Juni 2011 - 23:24

Selbst im öffentlichen Dienst kann man als Bachelor oder Techniker nach 4 Jahren 3500 Brutto (TV-V) im Monat bekommen bei bezahlten Überstunden oder Urlaub für die Mehrstunden. ALSO ABSOLUT UNTERBEZAHLT deine 2700 Brutto nach 4 Jahren. Wobei die Noten schnuppe sind, deine 2,0.

Such dir was Neues rate ich. Ich kann immer noch nicht verstehen, warum die Leute sich so ausnehmen lassen - so wird sich nie was in den Ingenieurbüros an den Gehältern ändern. Man muss da mit Mumm reingehen und als Bachelor seine 2800 EUR verlangen am Anfang und Ende. Wenn dies nicht zahlen wollen weiter bewerben. Und wenns keine Gehaltserhöhungen gibt --> gehen!

tg33 | 16. Juni 2011 - 13:16

@pol

Ich kenne Bachelor, die verdienen mehr als Master. Wo Du die Zahl von 2300 Brutto her hast ist mehr als fraglich, das stimmt absolut nicht. Totale Verallgemeinerung.

pol | 11. Juni 2011 - 20:59

Nun unabhängig vom Regionalfaktor spielen noch viele weitere Faktoren mit ein.
- Studienabschluss Bachelor, Master, Diplom ?
- Vitamin B(eziehung)?
- was hat man im Studium gemacht und erreicht?
- Belastbarkeit, Selbstbewusstsein, Auftreten

Ein Bachelorabsolvent der sein Studium in drei Jahren durchzieht, seine Kohle von den Eltern oder Bafög bezieht und sich keinen Pfennig nebenbei aufm Bau verdient hat, der sollte nicht mehr als 2300 Brutto erwarten.

Anständiges Diplom/Master an anständiger Uni mit etwas Erfahrung/Praktika nebenbei und einer gewissen Selbstverständlichkeit kann auch mit 3200 € einsteigen und nach 6 Monaten neu verhandeln (Niemand kauft mehr die Katze im Sack)

Die Randbedingungen der o.g. Punkte:
BL: Hessen, RP, NRW, Hamburg
Bayern, BW ca. +400,-
- 40 Std/Woche
- 13. Gehalt
- Planungsbüro Tragwerksplanung

Zwischen 30.000 und 50.000 pa Einstieg ist alles drin.

Weltenbummler | 09. Juni 2011 - 03:55

Nun moechte auch ich mal meinen Kommentar abgeben. Sicherlich haengen Gehaelter in erster Linie vom Fleiss eines jeden einzelnen ab. Und was man bereit ist, dafuer zu tun. Wenn du in einem kleinen Ingenieurbuero arbeitest, wirst du sicherlich nie ueber 3500 Euro brutto im Monat kommen mit 5 Jahren Berufserfahrung und FH-Abschluss. Faengst du in grossen Baukonzernen an (Hochtief, Bilfinger Berger, Strabag, Alpine) wirst du in der Regel nach akademischen Grad und die Anzahl deiner Berufsjahre eingestellt. Mit 5 Jahren Berufserfahrung und einem FH Abschluss kannst du schon ca. 3500 Euro brutto bis 4000 Euro brutto erwarten. Ich kann aus Erfahrung sprechen (habe ein sehr gutes FH-Diplom, zusaetzlich habe ich noch ein Fernstudium an der TU absolviert (jedoch ohne Abschluss aber mit dem Wissen, welches auch ein Absolvent einer Uni besitzt), dass ich zum Anfang meiner Karriere in einem Ingenieurbuero gearbeitet habe fuer Anfangs 1800 Euro brutto! Dann hatte ich mit meinem Chef ausgehandelt, dass alle 3 Monate mein Gehalt ein wenig angepasst wird. Nach ca. 1,5 Jahren in dem Buero und knapp 3000 Euro brutto im Monat bin ich dann in ein Grosskonzern gewechselt. Dort habe ich knapp 3225 Euro brutto verdient bei einer 40h Woche. War also absolut ok.

Da ich jedoch mehr erreichen wollte habe ich mich damals fuer das Auslandsgeschaeft interessiert. Und so kam es, dass ich 2007 erst nach Norwegen gegangen bin, 2009 dann nach Afrika und seit 2010 als Projektleiter in China sitze (und ich bin erst 30 Jahre alt). Im Ausland hast du generell die Chancen, mit Fleiss sehr schnell nach oben zu kommen und auch noch angemessen bezahlt zu werden (ich habe knapp 60.000 Euro netto im Jahr). Und es kommt dir auch spaeter zu gute, wenn du wieder nach Deutschland zurueckgehen solltest und du neu verhandeln musst. Ich habe nun wieder die Chance, zurueck zu gehen nach Deutschland und im Offshore Bereich zu arbeiten. Meine Gehaltsvorstellung lautete knapp 55.000 Euro bis 60.000 Euro brutto per annum und die Firma ist auch bereit, dieses zu bezahlen. Aber nochmals: Dein Gehalt haengt von dir ab und von deinem Fleiss. Bist du mit 2700 Euro brutto im Monat zufrieden, ist es doch ok. Strebst du nach Hoeherem, musst du leider die Entscheidung treffen, ins Ausland zu gehen. Hierfuer bieten sich grosse Baukonzerne oder grosse Ingenieurbueros an, die auch im Ausland Projekte haben. Ich hoffe, ich konnte einigen Lesern mit meinem Erfahrungsschatz weiterhelfen.

| 01. Mai 2011 - 18:03

Wie ist es mit PhD (Promotion, Dr. Titel)? Spielt das eine große Rolle? Wie viel Einstiegsgehalt soll ich erwarten?

@Infra-Planer: Bist du in Abu Dhabi oder Katar? Was machst du genau? Ich habe gehört es ist viel schlimmer jetzt. Als Dr.-Ing. in Geotechnik: Was soll ich dort mit/ohne Erfahrung erwarten?

Sascha | 09. April 2011 - 17:18

@Bauingenieur: 2.700 € !? Das ist Einstiegsgehalt Bachelor, aber unterste Grenze. Nach 4 Jahren erwarte ich schon etwas mehr. Zumindest > 3.000€.

@Max: Als Master würde ich mich bei 38.000 € - 40.000 € p.a. sehen. Der wird dich eh drücken, wenn er das nicht zahlen will. Ich kenne jedeoch leider einige Masterabsolventen, die wie Bachelorabsolventen bezahlt werden. Das ist im Vergleich zu anderen Fachrichtungen noch unterstes Niveau. Da bekommt man solche Gehälter schon mit einem Bachelor.

| 08. April 2011 - 22:53

Ich würde es mit 3300-3500 € Brutto versuchen (Region West). Ca. 42000 € Brutto im Jahr solltest du mit der Bildung/dem Abschluss erstmal versuchen. Dann evtl. runterhandeln lassen. Ist meine Meinung. Hängt natürlich von vielen Faktoren ab (Firmenwagen, Vermögenswirksame Leistung, etc.).

Max | 06. April 2011 - 12:35

Hallo,

ich verfolge diese Diskussion schon etwas länger, allerdings blicke ich beim Gehalt immer noch nicht so ganz durch. Ich bin Master of Engineering mit der Vertiefung Tiefbau und werde demnächst in einem mittelständigen Bauunternehmen (Größe ca. 130 Mitarbeiter) im Tiefbaubereich als Bauleiter einsteigen. Berufserfahrung habe ich noch keine.

Beim Bewerbungsgespräch kam der Chef dann natürlich auf das Gehalt zu sprechen. Ich hatte allerdings null Ahnung. In einem Monat habe ich nochmal ein Gespräch mit ihm, wo dann die letzten Feinheiten geklärt werden, u.a. auch das Gehalt. Jetzt meine Frage: Was kann ich da verlangen? Ich will mich mit meinem Master natürlich nicht unter Wert verkaufen, will aber auch nicht direkt den Eindruck machen zu gierig zu sein. Die Arbeitszeit beträgt pro Woche 40 Stunden, wobei mit 10 Überstunden gerechnet werden kann, also max. 50 h/Woche. Da ich es gar nicht abschätzen kann, wäre ich für ein paar Vorschläge sehr dankbar. Danke schonmal.

MfG Max

Ralph | 01. April 2011 - 07:32

Hallo,

ich bin seit ca. 5 Jahren im Bereich Tragwerksplanung im Großraum Osnabrück tätig. Mein Einstiegsgehalt waren ca. 31k €, dieses hat sich kontinuierlich auf 43 k € erhöht. Mir gefällt mein Tätigkeitsbereich, das Büroumfeld, die relativ flexiblen Arbeitszeiten sehr gut. Die Wochenstunden übersteigen im Mittel kaum 40 h.

Da die äußeren Randbedingungen für mich sehr sozialverträglich sind, kann ich mit dem niedrigeren Gehalt als Diplom(bau)ingenieur leben. Wenn aber Abzusehen ist, das sich z. B. keine positive Entwicklung im Gehalt wiederspiegelt, oder das "Büroklima" verschlechtert sich, würde ich nach Alternativen suchen.

FlipB | 04. März 2011 - 15:48

>> Kann man den Firmenwagen einer Gehaltserhöhung in € gleichsetzen?

Support² | 03. März 2011 - 19:48

Erstmal DANKE an alle die geantwortet haben! Daumen hoch!

Hallo a2005,
leichte Milchrechnung, aber nur weil 50 Std. mit dem Lohn abgegolten sind, bedeutet es nicht, dass man diese Stunden die Woche auch wirklich arbeitet. Zwar bin ich bereit 50 Std. die Woche zu arbeiten, allerdings keine 3 Monate am Stück. Sollte dies mal vorkommen werde ich auf den Chef zugehen und ihm meine Meinung dazu sagen. Laut meinem Chef kommt das überwiegend bei Beendigung eines Projektes vor.

Hallo Rugger,
deine Überlegung in ein Ing.-Büro zu wechseln kann ich verstehen, wer möchte denn nicht viel Zeit mit seiner Familie verbringen. Ist für mich natürlich auch eine Überlegung, ob ich in 10 Jahren immernoch 50 Std. die Woche machen will oder nicht was mit der Familie unternehme. Allerdings ist das für mich noch Zukunftsmusik mit meinen 23 Jahren. Ich bin mir auch noch nicht sicher ob ich das Auto für 40.000 € überhaupt haben will, wenn man die Kosten bedenkt.

Hallo Polle,
endgültig im Vertrag stehen 40 Wochenarbeitsstunden und dass ich bereit bin 10h unbezahlt mehr zu leisten. Wie oben erwähnt, werde ich auch nicht mehr machen zu dem gleichen Lohn.
Bezüglich weiteren Überstunden ist vertraglich nichts festgehalten.
Da das Unternehmen nur aus 3 festen Mitarbeitern und 3 freien Mitarbeitern besteht, erhoffe ich mir ein recht freundschaftliches Verhältnis und werde bei weiteren Überstunden einfach auf den Chef zugehen, der wie er selbst sagte "nicht unbedingt am Gehalt der Mitarbeiter sparen möchte".

Bezüglich dem Firmenwagen habe ich noch folgende Fragen:
1. Ein Firmenwagen wird ja oft als Gehaltserhöhung verkauft. Kann man den Firmenwagen einer Gehaltserhöhung in € gleichsetzen? (Ist bestimmt schwierig, aber vielleicht habt ihr ja einen Wert parat)
2. Ich persönlich wähle beim Firmenwagen die 1 % Versteuerung. Dazu kommen ja noch die 0,03 % x Entfernung zur Arbeitsstätte. Kann man diese zusätzlichen Kosten in der Steuererklärung zurückbekommen?

Vielen Dank!

mueller | 28. Februar 2011 - 20:15

Hallo,

die unterirdischen Gehälter sind leider normal in diesem absolut maroden Wirtschaftszeig. (s.h. beigefügten Bericht vom 24.01.2011) Wie die Immobilien-Zeitung berichtet, hat eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), einer Forschungsabteilung der Hans-Böckler-Stiftung, ergeben, dass Bauingenieure die Geringverdiener unter den Ingenieuren sind - trotz ihrer enormen Verantwortung.

So verdienen Bauingenieure im Schnitt 1.127 Euro monatlich weniger als etwa Elektronik- und Fernmeldeingenieure. Ein weiterer möglicher Grund für die “Unattraktivität” des Berufs. Die vollständige Studie ist in der Ausgabe 1/2011 der WSI-Mitteilungen erschienen.

Polle | 25. Februar 2011 - 21:09

Hallo Support² !

wenn man mal die "harten Fakten" (!) Deines in Aussicht gestellten Jobs betrachtet, würde ich spontan behaupten dass das ein guter Start für einen Berufsanfänger ist. Wenn sich Deine Wochenstunden auf 60+ unvergütet ausdehnen sollten, sieht die Sache natürlich anders aus. Wie das bei Dir vertraglich geregelt ist weiß ich nicht. Das nur am Rande.

Es ist für mich immer wieder interessant zu sehen wie gerade Berufsanfänger, aber auch Menschen im Allgemeinen (also mich nicht ausgeschlossen) so gerne Vergleiche anstellen was das Salär, Arbeitszeit, Urlaubstage, Firmenwagen...(oben genannte "harte Fakten") angeht. Das liegt vermutlich an der so guten Vergleichbarkeit dieser Dinge.

Jahre später stellt man dann fest, dass es im Job diverse Punkte gibt, die gerade zu Beginn (!) des Berufslebens weitaus wichtiger waren/sind als eben genanntes. Dazu gehören der Arbeitsstil im Unternehmen, Führungsstil und Persönlichkeit des Vorgesetzten welcher den jungen Berufsanfänger möglichst fordern und (!) FÖRDERN sollte. Stichwort Lernkurve. Es ist gerade heute davon auszugehen, dass das erste Unternehmen nach dem Studium nicht das Letzte sein wird und man sich mit dem was man dort getan und gelernt hat (auch geprägt worden ist) sich beim pot. neuen AG vorstellt.

Wer also vorankommen will (und wer will das nicht) sollte auch auf diese Dinge ein Auge werfen. Es versteht sich von selbst dass das natürlich auch etwas vom Glück abhängt. Warum Du letztlich gleich beim erstbesten Unternehmen genommen worden bist kann ich nicht beurteilen (da hängen viele, auch persönliche Faktoren mit dran), aber es muss ja nichts Schlechtes bedeuten :-)

Anm.: Die Anzahl der verschickten Bewerbungen hat keinen Einfluss auf die Qualität der Stelle die man letztlich antritt. "Viel hilft viel" stimmt in diesem Fall nicht immer.

Gruß Polle

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