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Mein Gehalt als Bauingenieur angemessen? » Seite 94

1263 Kommentare | 467039 Aufrufe
a2005 | 25. Februar 2011 - 15:35

Nehmen wir das Angebot mal auseinander:

40.300 brutto p.a.
40.300/12 = 3.358 monatlich brutto
45 Stunden +-5 d. h. 50 Stunden sind abgegolten
entspricht:
Umrechnung auf 39-Stunden-Woche
3.358/50*39 = 2.619 € / Monat ohne Sonderzahlung, im Rhein-Main-Gebiet.
Den Firmenwagen braucht man als Bauleiter und muss den geldwerten Vorteil bei privater Nutzung versteuern. Viel Spaß!

Support² | 24. Februar 2011 - 20:12

Hallo zusammen!

hier wird ja wild über die Einstiegsgehälter eines Bauingenieuren diskutiert. Vielleicht habt ihr auch für mich einen Tipp parat. Ich habe mein FH Diplom im August 2010 erhalten und direkt ein Master-Studium begonnen. Voraussichtlich beende ich dieses im Oktober 2011. Auf ein interessantes Stellenangebot zum "Unternehmensnachfolger" (nach ca. 5-10 Jahren) bei einem mittelständischen Generalunternehmen (Rhein-Main-Gebiet) habe ich mich beworben und nun den Vertrag vor mir liegen.

Eingestellt werde ich als Bauleiter mit folgenden vertraglichen Details: 40.300 € Brutto, Firmenwagen (ca. 40.000 €), 30 Tage Urlaub, Arbeitszeit Mo-Fr. - 45Std. plus/minus 5 Std. je nach Notwendigkeit. Eigentlich habe ich mich schon für diese Stelle entschieden, allerdings bereitet es mir Kopfschmerzen das ich nur eine Bewerbung verschickt habe und somit keinen Vergleich habe. Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung sagen.

Vielen Dank!

Ole | 22. Februar 2011 - 09:51

Hallo FlipB,

160 Stunden habe ich nur angenommen um die Rechnung etwas realistischer zu machen. NRW hat 11 Feiertage. Zwischen Weihnachten und Neujahr arbeitet das Bauhauptgewerbe nicht. Im Zweifel sind das 5 Tage. Die gewerblichen Mitarbeiter werden nach geleisteten Stunden vergütet.
52w x 40h = 2080h 16d x 8h = 128h 2080h-128h = 1952h
1952h / 12monate = 162,66h/monat
das habe ich dann einfach mal als 160h angesetzt.

MFG Ole

Equilibrium | 21. Februar 2011 - 21:38

@bauinghel
Da kann ich nur zustimmen, dass der regionale Faktor eine wichtige Rolle spielt. Dies gilt für das Gehaltsniveau aber auch für die Lebenshaltungskosten(!). Wer in München 45.000 Euro pro Jahr verdient, ist echt arm dran. Wer in Berlin hingegen 40.000 Euro verdient, hat es da schon besser, auch wenn es auf den ersten Blick weniger aussieht.

@alle Berufsanfänger:
Beim erstbesten Angebot eines potenziellen Arbeitgebers mag schnell die Idee da sein:“Hauptsache schnell den ersten Job – zur Not auch für geringes Gehalt. Nach ein bisschen Berufserfahrung kann man ja nachverhandeln.“

Diese Idee ist von Grund auf absolut falsch!
1. Wenn eine Firma bereits am Anfang mies bezahlt, gehört das zur Unternehmenskultur und die wird sich auch nicht ändern, wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat. Seriöse Firmen wissen, dass sich eine Neueinstellung zwar in den ersten Monaten bei fairem Gehalt noch nicht rechnet, aber eben nach einer Einarbeitungszeit. Trotzdem zahlen seriöse Firmen von Beginn an das richtige Gehalt und keine aufgebesserte Praktikantenvergütung.
2. Wer einmal irgendwo voreilig unterschrieben hat, der hat oft zumindest eines der beiden folgenden Probleme:
2a. Man tut sich schwer, den Absprung zu schaffen, da Berufswechsel nun einmal grundsätzlich nicht in der Natur des Menschen liegen. Man gibt eine unbefristete Stelle auf und hat plötzlich wieder Probezeit. Vielleicht ist auch noch die Frau/Freundin schwanger etc. Man hofft, dass man doch noch irgendwann mehr Geld bekommt,.....
2b. Man hat bei einer echten „Klitsche“ unterschrieben, wo man keinerlei Referenzen aufbauen konnte. Beispiel: Wer für Müller&Söhne in DorfXY Abwasserkanäle repariert hat, wird anschließend nicht mehr bei Hochtief einen Wolkenkratzer hochziehen können. Der erste Arbeitgeber ist immer auch die erste Referenz im Lebenslauf. Das darf man nie vergessen!

Also mein Rat an alle Neulinge: Suchen, suchen und suchen. Dann mit Bedacht auswählen, aber niemals aus einer vermeintlichen Not heraus. Wer nicht gerade in einer strukturschwachen Gegend lebt, sollte sich bei der Gehaltsvorstellung immer an die Tariflöhne halten.

FlipB | 19. Februar 2011 - 23:22

Ähm, euch sollte als Bauingenieure (Abrechnung von der Baustelle) klar sein, dass 1 Monat 172 h Normalarbeitszeit hat. Ein Monat hat 4,333333 (!) Wochen und nicht 4. Das ergibt sich aus 52 Wochen durch 12 Monate.

bauinghel | 18. Februar 2011 - 15:03

Ingenieure! In den meisten Beiträgen lasst Ihr den regionalen Faktor weg! Bitte um Besserung!

Es gibt innerhalb Deutschlands erhebliche Unterschiede im Lohn/Kostenniveau und in der Arbeitslosenquote! In Berlin wird flächendeckend (über alle Berufe) der Tariflohn mit Tricks nach unten umgangen. Zugleich sind die Mieten hier preiswert wie nirgends. In Berlin bekommen langjährig Erfahrene oft nur 2.700,- mtl. In Frankfurt wird Gleiches ohne Diskussion mehr als 1.000,- höher vergütet. Dabei ist Berlin Spitze bei Arbeitslosen. Auch Bauingenieuren. Die einzige Möglichkeit in einer Markwirtschaft das auszugleichen ist, das wir alle voll mobile Wanderarbeiter werden. (Die Firmen expandieren nicht dorthin wo die billigen, Willigen sitzen).

Also bitte vor allem bei geringen Einkommen immer angeben, ob man im Familienanwesen in Krakow am See sitzen bleiben möchte, oder ob man dafür soeben nach Frankfurt/M umgesiedelt ist.

mfg hel

hiob | 18. Februar 2011 - 02:11

@BauingenieurBachelor
>> Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Studium (Bachelor / FH) fertig. Arbeite seitdem in einem mittelgroßen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 15 MA. Bekomme 12 x 2500 EUR Brutto, ich denke das ist ganz Ok. Werde in der nächsten Zeit mit dem Chef mal über eine Gehaltserhöhung reden! Noch ein paar Daten: Arbeitsort: Bayern / Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau / Studiendauer: 7 Semester + 1 Semester Bachelorthese / Abschlussnote: nicht Gut!

Betonkopp | 16. Februar 2011 - 11:41

Leute ich bin sprachlos,
wer sich als studierter Ingenieur für 2000 Euro anbietet, gehört in die Verbannung nach Sibirien. Nur zur Info: Der durchschnittliche Gesellenlohn eines Malers liegt derzeit bei 13,95 EUR/Std. Das ergibt bei 160 Std pro Monat, ein Bruttolohn von 2232 €. Derjenige der die Tapete anklebt, verdient also 10 % mehr, als Derjenige der die statische Berechnung erstellt hat und womöglich noch den Kopf dafür hinhält. Wenn es immer wieder Leute gibt die so etwas als normal ansehen und akzeptieren, wird sich die Gehaltssituation in den Planungsbüros niemals ändern.

Ole | 16. Februar 2011 - 08:30

@sticky007 = LOL, 2000 Euro sind doch wohl eher ein totaler Witz. Das sind netto 1400 Euro bis 1700 Euro. Nur mal so zum Nachdenken 2000 Euro / 160 h = 12.50 Euro/h oder 2500 Euro / 160 h = 15.62 Euro. Der Mindestlohn 2 lag in Westdeutschland im Sep 2010 bei 12,95 und wird im Juli auf 13 Euro erhoeht. Jeder Geruestbauer ohne irgendeinen Schulabschluss verdient mehr als das. Der Ecklohn fuer Maurer im Westen lag 2007 bei 14,10 im Schnitt, Tariflohn habe ich nicht mehr im Kopf.

160 Stunden habe ich nur mal so angenommen, weil die gewerblichen Arbeitnehmer nach Stunden bezahlt werden und nicht pauschal. Wenn Du bei dem angegebenen Gehalt auch nur eine Ueberstunde machst, verdienst Du mit Studium und bei vollem Risko, weniger als der Kerl mit dem Besen, der die Baustelle fegt. Wer zu solchen Gehaeltern anfaengt, hat auch nicht mehr verdient.

| 16. Februar 2011 - 07:54

@BauingenieurBachelor
Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Studium (Bachelor / FH) fertig. Arbeite seitdem in einem mittelgroßen Ingenieurbüro für Tragwerksplanung mit ca. 15 MA. Bekomme 12 x 2500 EUR Brutto, ich denke das ist ganz Ok. Werde in der nächsten Zeit mit dem Chef mal über eine Gehaltserhöhung reden!

Noch ein paar Daten: Arbeitsort: Bayern / Vertiefung: Konstruktiver Ingenieurbau / Studiendauer: 7 Semester + 1 Semester Bachelorthese / Abschlussnote: nicht Gut!

Polle | 15. Februar 2011 - 21:27

@sticky007
Papperlapapp! 3000 EUR in einer Baufirma sind Ok. Darunter würde ich nicht gehen. Wer in ein Ingenieurbüro geht sollte auch mal 3000 EUR verlangen.

Wenn die nicht zahlen, sollte man sich nach was anderem umsehen. Und damit meine ich kein anderes Ingenieurbüro. Wer dennoch dort anfängt und bleibt sollte sich im klaren darüber sein gehaltlich auf der untersten Stufe zu sein und auch zu bleiben. In Büros als Planer, Statiker Prüfer, Bauleiter...whatever verdient man kein Geld!

sticky007 | 15. Februar 2011 - 10:09

@hiob
Die 2800 bis 3000 Euro finde ich sehr hoch gegriffen. Gerade in den Ingenieurbüros bekommst Du deutlich weniger. Da sind die Einstiegsgehälter bei 2000 bis 2500 Euro.

hiob | 13. Februar 2011 - 12:20

@BauingenieurBachelor
Als Bachelor kannst du schon so zwischen 2800-3000 Brutto am Anfang bekommen. Darunter würde ich nicht gehen wenn möglich. Lass dich nicht von einigen negativen Berichten hier im Forum zu sehr beeinflussen. 2700 € ist meiner Meinung nach unterste - aber wirklich unterste - Grenze als Bachelor am Anfang. Für eine 40 h Woche wohlgemerkt.

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