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16. Jahrgang | Ausgabe 5700 | Nr. 88

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Bewerbungstipps schriftlich - Stellenmarkt für Bauingenieure

Sich Be-Werben heißt auch auffallen: Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen sind die erste Arbeitsprobe, die ein Personalverantwortlicher von Ihnen erhält, Foto: Jean Kobben Sich Be-Werben heißt auch auffallen: Die schriftlichen...

Ihre Bewerbungsunterlagen sind Ihre Visitenkarte. Immer noch scheitert eine große Anzahl von Bewerbern an der mangelnden Professionalität ihrer Unterlagen. Denken Sie immer daran, dass Ihre persönlichen Papiere mehr als nur reine Formalitäten sind. Ihre Bewerbungsunterlage ist also ihre erste "Arbeitsprobe", die dem Personalentscheider wichtige Hinweise zu Ihrer Person gibt.

Tatsächlich sind es nur 30 bis 40 Sekunden, die heute in der ersten Auswahl von Bewerbungsunterlagen für jeden einzelnen Bewerber verwendet werden. Wenn Sie diese "erste Runde" überstehen wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Unterlagen einen tadellosen Eindruck machen und damit positiv auffallen.

 

Die Form

Tipps zur richtigen Gestaltung:

  • Das Anschreiben klar gliedern (Absätze) und auf angemessene Seitenränder achten
  • Abgesehen von Anschreiben und Lebenslauf niemals Originalunterlagen verschicken, sondern neue Kopien (also keine, denen man eine mehrfache Postreise ansieht)
  • Nicht mit roter, grüner oder schwarzer Tinte unterschreiben, sondern mit konservativer blauer
Postwendend wieder beim Absender landen schriftliche Unterlagen mit einer übertriebenen Kreativität in der Orthografie, telefonbuchdicke, ledergebundene Bewerbungswälzer oder Anschreiben auf buntem Papier.

 

Das persönliche Anschreiben

Das Anschreiben ist der individuellste Teil einer Bewerbung. Hiermit müssen Sie das Interesse der Personaler für sich wecken. Stellen Sie sich vor, dass diese täglich mit einer Vielzahl von Bewerbungen konfrontiert werden. Auf was würden sie dabei achten? Natürlich darauf, ob Sie eine Bewerbung besonders anspricht. Das Schreiben sollte aus kurzen, präzisen Sätzen bestehen und nicht überheblich oder zu forsch bzw. arrogant sein. Ein gut ausformuliertes Anschreiben kann bis zu mehreren Stunden dauern.

 

Das Foto

Unterschätzen Sie nicht die Macht der Bilder! Ihr Foto sollte möglichst Sympathie auslösen. Personalentscheider analysieren Ihr Aussehen und Ihre Mimik, die Kleidung sowie die Qualität und das Format des Bildes. Etwas größer als ein Passbild sollte es sein, professionell aufgenommen und möglichst schwarz-weiß - das wirkt edler, schöner und klarer. Kleben Sie es rechts oben auf den Lebenslauf oder - mit Namen und Adresse - auf das Deckblatt der Bewerbungsmappe.

 

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf enthält die wichtigsten Informationen zu Ihrer Person. Ausbildung, Berufspraxis und die sonstigen Fähigkeiten werden darin vollständig dargestellt. Er ist nach dem Anschreiben die zweite Grundlage für die Einschätzung Ihrer Person und die Prüfung, ob Sie zu Unternehmen und Arbeitsplatz passen. Wenn die Berufspraxis (noch) fehlt, sollte man zumindest Praktika und Nebenjobs auflisten.

Und der Aufbau? In jedem Fall tabellarisch, kaum ein Vorgesetzter nimmt sich die Zeit, Romane zu lesen. Am meisten verbreitet ist die chronologische Variante - von der Schulbildung bis zum aktuellen Job oder (wie in den USA üblich) von der heutigen Situation rückwärts bis zur Schulzeit. Anstatt zeitlich können Sie den Lebenslauf jedoch auch nach Themenschwerpunkten gliedern: Persönliche Daten, Schulausbildung, Studium, Berufstätigkeit, besondere Kenntnisse usw.

 

Die Zeugnisse

Ihre Zeugnisse geben Auskunft über die Qualifikationen, die Sie im Laufe der Zeit erworben haben. Hierzu gehören Schul-, Praktikanten-, Arbeits- und Dienstzeugnisse sowie sonstige Nachweise, wie z.B. Teilnahmebestätigungen von Weiterbildungsmaßnahmen oder Lehrgängen. Sie geben den Personalfachleuten weiteren Aufschluss über Ihre Person. Wenn Sie mindestens 10 Jahre Berufserfahrung mitbringen, brauchen Sie Ihre Schulzeugnisse nicht mehr beizulegen. Arbeitszeugnisse sind immer wichtig - egal, wie alt sie sind. Einmal, weil sich Personalchefs für die Beurteilung früherer Arbeitgeber interessieren. Zum anderen, weil Bewerber damit dokumentieren, dass die Angaben im Lebenslauf nicht frei erfunden sind.

 

Die Anlagen

Zur Ergänzung Ihrer Bewerbungsunterlagen können folgende Anlagen wichtig sein:

  • Eine Stellenbeschreibung Ihrer jetzigen oder letzten Stelle
  • Ein Organigramm, mit dem Sie Ihre jetzige Position innerhalb des Unternehmens deutlich machen können
  • Ärztliches Attest, wenn dieses für die Position relevant oder ausdrücklich gefordert ist
  • Referenzadressen (Vorsicht!)
Einige Arbeitgeber verlangen von Ihnen, dass Sie Referenzadressen angeben. Auf diese Weise können sie von den angegebenen Gesprächspartnern gezielt Informationen über Sie einholen, die eventuell nicht aus den übrigen Unterlagen hervorgehen.

 

Die Zusammenstellung

Es ist nicht nur wichtig, was Sie verschicken, sondern auch, wie Sie es verschicken. Damit sich Ihr Ansprechpartner leicht in Ihren Unterlagen zurechtfindet, sollten Sie die Dokumente in folgender Reihenfolge zusammenstellen:

  • Zuerst kommt das Anschreiben (lose in die Bewerbungsmappe legen)
  • Dahinter (abgeheftet) das Blatt mit dem Bewerbungsfoto
  • Der Lebenslauf
Eine Liste Ihrer Veröffentlichungen, Tätigkeitsbeschreibungen usw. gehört - als eine Art Ergänzung - hinter den Lebenslauf. Die Zeugnisse sollten in zeitlicher Abfolge hintereinander liegen: Das neueste Zeugnis kommt nach oben, das älteste nach unten. Sonstige Unterlagen gehören an den Schluss.

 

Der Versand

Stecken Sie Ihre Bewerbungsmappe in einen ausreichend großen und stabilen Briefumschlag. Ihre Bewerbungsunterlagen sollten nicht geknickt werden und natürlich ausreichend frankiert sein!

 
         
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