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Sonntag, 07. August 2022
Ausgabe 7657 | Nr. 219 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
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Mobile Computing für die Baustelle: Dargestellt am Beispiel des Einsatzes von PDAs zur Erfassung und Kontrolle von Restleistungen und Mängeln

Michael Nolte

Verlag: Diplomarbeiten Agentur diplom.de
Taschenbuch
Januar 2001 erschienen
ISBN-13 9783838644622
ISBN-10 383864462X
74 Seiten

Preis 58,00 EUR (58,00 EUR gebraucht)

Beschreibung

Einleitung: Der Faktor Mobilität gewinnt in unserer heutigen Wirtschafts- und Arbeitswelt eine immer höhere Bedeutung. Auch die Informations- und Kommunikationsfirmen bieten ‚mobile‘ Lösungen in immer größerem Umfang für den privaten und beruflichen Kunden an. Durch das Mobile Computing wird das Arbeiten für die Menschen flexibler, schneller und unabhängiger. Die Arbeitsweisen ändern sich: „In der weiteren Optimierung der innerbetrieblichen Organisation und in einer Verbesserung der Qualität der Zusammenarbeit der Baubeteiligten besteht die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung.“. Das Ziel der Diplomarbeit ist es, auch die Bauleiter vor Ort auf der Baustelle von den Vorteilen des Mobile Computing profitieren zu lassen. Die Erfassung und Kontrolle von Mängeln am Beispiel des Einsatzes von PDAs wird aufgezeigt. Durch die Verwendung eines Handheld - Computers wird ein Bauleiter in die Lage versetzt, unterwegs Daten aufzunehmen, zu bearbeiten und zu verwalten, sowie durch den regelmäßigen Datenaustausch mit allen Kollegen zeitnah auf dem gleichen Wissensstand zu bleiben. Um die richtige Einordnung und Erfassung der Randbedingungen sicherzustellen, werden zunächst allgemeine juristische und baubetriebliche Grundlagen herausgestellt. Nach der Vorstellung der verschiedenen Arten von Bauleitern wird die Untersuchung auf den Bauleiter des Auftragnehmers eingeschränkt. Die Probleme des (Bau-) Managements bei der Realisierung eines Bauwerkes werden geschildert. Beschrieben werden die Anforderung an die Persönlichkeit und die Pflicht des Einzelnen für eine gute Zusammenarbeit. Neben den wesentlichen Mängeln nach VOB / B sollen schon vorher durch den Bauleiter auch Restleistungen, fehlende Zuständigkeiten, Unstimmigkeiten, etc. als Soll - Ist - Abweichungen erfaßt und deren Beseitigung angeordnet werden. Der Begriff Mangel wird definiert und das Qualitätsverständnis nach ISO 9000 f. erläutert. Für die weiteren Ausführungen wird ein umfassendes Mangelverständnis zu Grunde gelegt. Der Arbeitsalltag der Bauleitung ist nach wie vor geprägt durch viel Routinearbeit mit Stift und Terminkalender. Die Dokumentation der Entscheidungen und der Anordnungen ist i.d.R. mangelhaft, weil sie nicht nachzuvollziehen ist. In Stoßzeiten wird nur das Nötigste erledigt, der Rest wird beiseite gelassen. Die Gefahr einer Haftung aufgrund von Organisationsverschulden wird skizziert. Durch eine Befragung von Bauunternehmen, Projektmanagern und Softwareanbietern wurden die bestehenden stationären EDV - Lösungen für die Mängelverwaltung ermittelt und die Anforderungen an eine mobile Mängeldatenbank erfragt. Gang der Untersuchung: Im nächsten Teil der Diplomarbeit wird eine Datenbank für die Mängelbearbeitung mittels PDA entworfen. Die auf dem Markt befindlichen Handhelds mit den Betriebssystemen Palm OS und Windows CE werden vorgestellt. Am einfachsten zu bedienen sind die Geräte mit dem Palm OS - Betriebssystem. Die erforderliche Datenbanksoftware für die Handhelds und den Serverbetrieb ist vorhanden. Nur die Programmierung muß noch erfolgen. Die vorgestellte relationale Datenbank besteht aus sechs Teilen, die das Projekt, die Erfassung, Bearbeitung, Beseitigung, Kontrolle und abschließende Verwaltung eines Mangels beinhalten. Diese Schritte werden ausführlich dokumentiert. Der Vorschlag des Verfassers ist auf eine große Anzahl von Mängeln und die Anwendung durch ein Team von Bauleitern ausgelegt. Jeder Klärungsbedarf soll in der Datenbank erfaßt werden. Das klassische Tagebuch als Gedächtnisstütze wird durch den Handheld ersetzt. Besonders wirkungsvoll ist die Datenbank, wenn eine hohe Koordinationsleistung benötigt wird, wie z. B. für die in der Arbeit erläuterte schlüsselfertige Erstellung durch einen Generalunternehmer. Das EDV - Modell läßt sich auch auf den Bauleiter des Auftraggebers übertragen. Durch die weite Fassung des Begriffes Mangel und die genaue, detaillierte Erfassung desselben ergibt sich mit der Mängeldatenbank ein Werkzeug, das während des gesamten Bauprozesses und auch während der Nutzung angewandt werden kann. Die Verwendung einer mobilen Datenbank wird kritisch diskutiert. Für den Erfolg sind neben der verständlichen Beschreibung und richtigen Zuordnung des Nachunternehmers die genaue Lagebeschreibung von höchster Wichtigkeit. Ein Doppelbetrieb von Papier und PDA ist zu unterbinden. Die Handhabung des Geräts und der Datenbank muß durch ausreichende Schulung und Hilfestellung erläutert werden. Die Mitarbeiter müssen von dem Funktionieren und den Vorteilen überzeugt und begeistert werden. Die Daten sollen später auch für das Facility Management nutzbar sein. Im Ausblick werden die Chancen für eine automatisierte, elektronische Ortung und die Möglichkeiten einer mobilen Standleitung für die sofortige Datenübertragung diskutiert. Mit der mobilen Mängeldatenbank auf einem Organizer erhält die Bauleitung ein Werkzeug, mit dem die Qualität und damit Produktivität erhöht wird, ein gutes System zur Qualitätssicherung installiert und die Kundenzufriedenheit gesteigert wird. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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