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Freitag, 28. Januar 2022
Ausgabe 7466 | Nr. 28 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
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Die Verwendung von PE-Folien in Fußbodenkonstruktionen gegen Erdreich. Abdichtung einer Bodenplatte gegen Erdreich bei reiner Bodenfeuchte. Ist die ... DIN 18195-4: 2000-08 Abs. 7.4 zutreffend?.

Dietrich Hinz

Fraunhofer IRB Verlag
Unbekannter Einband
Oktober 2002 erschienen
ISBN-13 9783816759966
ISBN-10 3816759963
29 Seiten

Preis 12,50 EUR

Beschreibung

In DIN 18195-4:2000-08 "Bauwerksabdichtungen ... an Bodenplatten ..." bleibt eine häufig angewandte Abdichtungsart unberücksichtigt: Polyethylen-Folien. Der Forschungsbericht untersucht die Feuchtediffusion und den kapillaren Wassertransport unterhalb der Bodenplatte, die Einwirkungen von Kapillar-, Haft- und Sickerwasser auf die Plattenunterseite und zeigt auf, dass die Abdichtung der Fußbodenplatte durch eine zweilagige PE-Folie mit Überlappungsstoß realisiert werden kann. Vermittelt werden baupraktische und konstruktive Hinweise für die Ausführung von Bodenplatten mit PE-Folien-Abdichtung. Der Autor verweist auf eine Reihe derartig - erfolgreich und schadenfrei - ausgeführter Gebäude.

Nach DIN 18195-4:2000-08 »Bauwerksabdichtungen. Abdichtungen gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser) und nicht stauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden. Bemessung und Ausführung« sind Hallenfußböden wie auch Betonbodenplatten von Gebäuden grundsätzlich gegen aufsteigende Feuchtigkeit abzudichten. Dafür fordert diese Norm: Bitumenbahnen, kaltselbstklebende Bitumen-Dichtungsbahnen, Kunststoff- und Elastomer-Dichtungsbahnen, kunststoffmodifizierte Bitumen-Dickbeschichtungen oder Asphaltmastix. Ein sehr häufig verwendetes Abdichtungsmaterial fehlt in dieser Aufzählung: die Polyethylen-Folie. Deren Sperrwirkung gegen Diffusion von Wasser aus der Bodenfeuchtigkeit entspricht größenordnungmäßig den in DIN 18195-4:2000-08 aufgeführten Abdichtungsstoffen, ermittelt der Bericht anhand von Vergleichen. Einerseits gilt DIN 18195-4:2000-08 nicht für Bodenplatten-Konstruktionen mit Polyethylen-Folien. Andererseits verweist der Autor auf die vielen, schadenfrei mit PE-Folien ausgeführten Bodenplatten in Gebäuden und Hallen. Der Bericht setzt sich kritisch mit den Normen auseinander und befasst sich mit solchen Bodenplatten, auf die lediglich Erdreichfeuchte einwirkt: das im Erdboden immer vorhandene, sorptiv und kapillar gebundene Wasser. Untersucht werden die Feuchtediffusion und der kapillare Wassertransport im Bereich unterhalb der Bodenplatte sowie die Einwirkungen von Kapillarwasser, Haft- und Sickerwasser auf die Plattenunterseite. Nach der in Einzelheiten begründeten Feststellung, dass an der Unterseite der PE-Folie Wasser in flüssiger Form nicht auftritt, hält der Autor zweilagige PE-Folien mit Überlappungsstößen bei den im Bericht untersuchten Bodenplatten für ausreichend. Obwohl normungsmäßig zurzeit ungeregelt, müssen Bodenplatten mit PE-Folien keinesfalls zwangsläufig mangelhaft sein. Dazu gibt der Bericht baupraktische Empfehlungen für folgende Konstruktionen unter Einsatz von Polyethylen-Folien: - Bodenplatten in Lagerhallen und Supermärkten, - Bodenplatten mit oder ohne diffusionsoffener Beschichtung, - Bodenplatten mit diffusionsdichter Beschichtung, - Bodenplatten mit Verbundestrichen, schwimmenden Estrichen sowie mit Estrichen auf Trennschichten, - Bodenplatten mit Hohlraumböden.

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