Fachbeiträge & Interviews
Freitag, 27. November 2020
Ausgabe 7039 | Nr. 332 | 20. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Injektionsmörtel: Neue Systeme halten über 100 Jahre

# 09.10.2020

Hersteller qualifiziert Dübel gemäß Europäischem Bewertungsdokument EAD. Anwendung auch für nachträglichen Bewehrungsanschluss dokumentiert. Nachweis-Software berücksichtigt europäische Normen und internationale Standards

Ingenieurbauwerke: Nutzungsdauer übersteigt oft ein Jahrhundert

Der Injektionsmörtel Hilti HIT-RE 500 V3 erfüllt die Anforderungen des neuen Europäischen Bewertungsdokuments (EAD) für Verbunddübel. Foto: Hilti Deutschland AG Der Injektionsmörtel Hilti HIT-RE 500 V3 erfüllt die Anforderungen des neuen Europäischen Bewertungsdokuments (EAD) für Verbunddübel. Foto: Hilti Deutschland AG

Ingenieurbauwerke wie Brücken oder Tunnel müssen den an sie gestellten Anforderungen dauerhaft standhalten können. 100 Jahre sind dabei ein üblicher Richtwert, welcher in der DIN EN 1990 auch als solcher festgeschrieben ist.

Der Befestigungsspezialist Hilti, welcher unter anderem Schubverbinder, Betonschrauben, Ankerschienen oder Injektionsmörtel für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse, Dübel und Installationstechnik im Sortiment führt, wirbt nun genau mit diesen 100 Jahren Nutzungsdauer für seine Injektionsmörtelsysteme.

Hintergrund ist die Tatsache, dass insbesondere für Befestigungssysteme, die nicht ausschließlich aus Stahl bestehen, eine geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren zunehmend gefordert wird.

Injektionsmörtel für Verbunddübel mindestens 100 Jahre haltbar

Basierend auf dem neuen Europäischen Bewertungsdokument (EAD) für Verbunddübel, hat Hilti nun Injektionsmörtelsysteme für die Anwendung als Dübel sowie für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit einer Nutzungsdauer von mindestens 100 Jahren qualifiziert.

Dokumentiert ist dies in den Europäischen Technischen Bewertungen (ETA) 16/0143, Injektionsmörtel-System Hilti HIT-RE 500 V3 für Dübelanwendungen sowie ETA-20/0125, nachträglicher Bewehrungsanschluss mit Injektionsmörtelsystem Hilti HIT-RE 500 V3.

Kostenfreie Software zur Nachweisführung berücksichtigt aktuelle Normen

Weiterhin wurde laut Hersteller auch ETA 20/0318 für das schnell härtende Injektionsmörtelsystem Hilti HIT-HY 200-R V3 für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit einer Nutzungsdauer von mindestens 100 Jahren erteilt.

Nachweise für diese Dübel und für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (Übergreifungsstöße oder Endverankerungen) können einfach und schnell unter Berücksichtigung der aktuellen Normen und Regelwerke (DIN EN 1992-4, DIN EN 1992-1-1, EOTA TR 069) mit der kostenfreien Software Hilti PROFIS Engineering und PROFIS Rebar geführt werden.

Internationale Standards ebenfalls für digitale Nachweise anwendbar

Für Lastfälle bzw. Einwirkungen, die derzeit in den genannten ETAs nicht abgedeckt werden, wie zum Beispiel nichtruhende oder seismische Einwirkungen, bietet die Software die Möglichkeit, internationale Standards bzw. ingenieurtechnische Methoden für den Nachweis anzuwenden.

Für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit HIT-HY 200-R V3 unter ermüdungsrelevanten Einwirkungen erlaubt die allgemeine Bauartgenehmigung Z-21.8-2121 die Bemessung nach der Wöhlerlinie DIN EN 1992-1-1 für einbetonierte Bewehrungsstäbe. Für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse mit HIT-RE 500 V3 regelt dies in gleicher Weise die allgemeine Bauartgenehmigung Z-21.8-2064.

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