Fachbeiträge & Interviews
Donnerstag, 06. Oktober 2022
Ausgabe 7717 | Nr. 279 | 22. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Recyclingbeton: Sechs neue Sorten in "Musterbude" verbaut

# 09.08.2022

Im Betonbau ist es manchmal nicht anders als beim Kochen: Neue Rezepte bringen neuen Schwung rein. Ähnlich wie bei der Ernährung, geht dabei auch beim Bauen mit Beton der Trend in Richtung Nachhaltigkeit.

Hamburger Bauunternehmen testet Betonrezepte für Wohnungsbauprojekte

Sechs verschiedene Recyclingbeton-Rezepte kamen beim Bau der "Musterbude" in Hamburg zum Einsatz Foto: Otto Wulff Sechs verschiedene Recyclingbeton-Rezepte kamen beim Bau der "Musterbude" in Hamburg zum Einsatz Foto: Otto Wulff

Das Hamburger Bauunternehmen Otto Wulff entwickelt im Rahmen des EU-Forschungsprojektes CIRCuIT neue Recyclingbeton-Rezepte. Um das Verhalten und die Qualität der unterschiedlich zusammengesetzten Betonmischungen unter Realbedingungen zu untersuchen, wurde aus den neuen Baustoffen ein erstes Gebäude errichtet.

Beim Bau der sogenannten "Musterbude" kamen sechs verschiedene Recyclingbeton-Rezepte zum Einsatz. Otto Wulff plant darüber hinaus ein Wohnungsbauprojekt bestehend aus drei Wohnhäusern mit einer Bruttogeschossfläche von rund 25.000 Quadratmetern, bei denen im Sinne der Kreislaufwirtschaft wiederverwendete Baustoffe zum Einsatz kommen sollen.

"Die Baustoffe von morgen schlummern in den Gebäuden von heute", sagt Stefan Wulff, geschäftsführender Gesellschafter. "Wir müssen sie kontrolliert zurück bauen, um das Material wiederverwenden zu können. Was bisher Bauabfälle waren, sind die Rohstoffe der Zukunft."

Das Forschungsprojekt CIRCuIT

Mit Hamburg, Helsinki, Kopenhagen und London sind insgesamt vier internationale Partner an dem EU-Forschungsprojekt CIRCuIT beteiligt. Gemeinsam suchen sie nach innovativen Lösungen, um den Kreislauf von Material- und Ressourcenströmen im Bausektor zu schließen.

Ziel ist es, den jährlichen Rohstoffverbrauch in Neubaugebieten um mindestens 20 Prozent zu senken und Kosteneinsparungen von mindestens 15 Prozent zu erzielen.

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