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Dienstag, 11. Dezember 2018
Ausgabe 6322 | Nr. 345 | 18. Jahrgang
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Autotunnel soll Karlsruhe von Durchgangsverkehr entlasten

# 03.02.2017

Infrastrukturprojekt wird in offener Bauweise ausgeführt. Dichte Bebauung und hoher Grundwasserspiegel als besondere Herausforderungen. Fertigstellung bis 2021 geplant

Starker Trend zur unterirdischen Verkehrsverlagerung

Die Karlsruher Kriegsstraße soll bis 2021 auf einer Strecke von 1,6 Kilometern untertunnelt werden. Grafik: KASIG Die Karlsruher Kriegsstraße soll bis 2021 auf einer Strecke von 1,6 Kilometern untertunnelt werden. Grafik: KASIG

Die enorme Verkehrsbelastung innerhalb der deutschen Großstädte hat in den letzten Jahren zu einigen spannenden Tunnelprojekten geführt (siehe "Quellen und Verweise"). Auch in Karlsruhe soll ein Teil des Durchgangsverkehrs auf einer Strecke von circa 1,6 Kilometern in den Untergrund verlegt werden. Der Beginn der Bauarbeiten ist im kommenden April geplant, die Fertigstellung für Mitte 2021.

Der zukünftige Autotunnel "Kriegsstraße" wird nicht im Vortriebsverfahren, sondern mit einem Rechteckstahlbetonrahmen in offener Bauweise erstellt. Die von der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) beauftragte Arbeitsgemeinschaft (Arge) unter Beteiligung der Ed. Züblin AG will dafür zunächst einen bis zu neun Meter tiefen Betontrog bauen, der dann mit einem Deckel versehen wird, auf dem künftig die Straßenbahntrasse verlaufen soll.

Offene Baugrube umfasst neun Baufelder

Die Arbeiten unterteilen sich in neun Baufelder, die von oben freigelegt, betoniert und wiederverfüllt werden. Bei der wasserdichten Baugrubenumschließung müssen die angrenzende innerstädtische Bebauung und ein hoher Grundwasserspiegel berücksichtigt werden.

"Wir freuen uns, dass unsere Züblin-Direktion Karlsruhe den Zuschlag für dieses anspruchsvolle Infrastruktur-Projekt erhalten hat. Der Autotunnel in der Kriegsstraße schafft Platz für die Straßenbahn sowie Fußgänger und Radfahrer und wird der Karlsruher Innenstadt zu einer ganz neuen urbanen Lebensqualität verhelfen", sagt Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistungsfähigeren ÖPNV angestrebt

Der zweispurige Tunnel in der Kriegsstraße ist der zweite Teil der so genannten Kombilösung, mit der die Karlsruher Innenstadt eine Entlastung vom oberirdischen Autoverkehr erfahren soll.

Infolgedessen, so die Hoffnung der Planer, ergibt sich auch ein leistungsfähigeres Schienennetz für den ÖPNV. Das Auftragsvolumen für das Straßentunnel-Projekt liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

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