Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 19. Oktober 2019
Ausgabe 6634 | Nr. 292 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Brückenbaupreis 2014: Nominierungen stehen fest

# 26.11.2013

Sechs Brücken aufgrund herausragender Eigenschaften für Brückenbaupreis nominiert. Insgesamt 37 Bauwerke eingereicht. Brückenbausymposium als Rahmen der Preisverleihung am 10. März 2014 in Dresden. bauingenieur24 ist wieder Sponsor

Schlank und innovativ

Land der langen Brücken: Die nominierte Gänsetalbrücke liegt wie der Gewinner von 2012 in Thüringen. Foto: BIngK Land der langen Brücken: Die nominierte Gänsetalbrücke liegt wie der Gewinner von 2012 in Thüringen. Foto: BIngK

Bereits zum fünften Mal wird im kommenden Jahr der Deutsche Brückenbaupreis verliehen. 37 Brückenbauer haben dazu ihre Beiträge eingereicht, um am Ende die Jury in den Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fuß- und Radwegbrücken" zu überzeugen.

Sechs Teilnehmer wurden auf der ersten Jurysitzung am 14. Oktober aus den Einreichungen ausgewählt, jeweils drei in einer Kategorie. Darunter befindet sich mit der Gänsebachtalbrücke bei Buttstädt auch diesmal eine Eisenbahnbrücke aus Thüringen, wo bereits 2012 die Scherkondetalbrücke mit dem Preis ausgezeichnet wurde. "Die integrale Bahnbrücke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr besticht durch ihren ästhetischen Stützenrhythmus", heißt es in der Begründung der Nominierung für das insgesamt 1.001 Meter lange Bauwerk. Entstanden sei ein "extrem günstiges", weil "schlankes und innovatives Stahlbetonbauwerk."

Vorbildlich und minimal beweglich

Die 170 m lange Baakenhafenbrücke in Hamburg hat laut Juryurteil das Potenzial, eine innerstädtische Landmarke zu werden. Foto: BIngK Die 170 m lange Baakenhafenbrücke in Hamburg hat laut Juryurteil das Potenzial, eine innerstädtische Landmarke zu werden. Foto: BIngK

Zu den weiteren Nominierten in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" zählen das Hochbahnviadukt der U-Bahnlinie 2 in Berlin, Prenzlauer Berg und die Baakenhafenbrücke in der Hamburger Hafencity. Erstere sei ein "vorbildliches Beispiel für die Erhaltung und Ertüchtigung stark beanspruchter Bestandsbauwerke", so die Jury. Das völlig neue Bauwerk in Hamburg besteche hingegen unter anderem durch ein integriertes Aushubelement, was sie weltweit zur einzigen "minimal beweglichen" Konstruktion mache.

Die Nominierten in der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" sind die Max-Gleißner-Brücke in Tirschenreuth in der Oberpfalz, "eine Vollholzkonstruktion der besonderen Art"; der Bleichwiesensteg in Backnang bei Stuttgart, ein "hocheleganter Brückenschlag zwischen modernem Wohngebiet und historischem Stiftshof"; sowie der Erba-Steg in Bamberg, welche als ursprüngliche Baubehelfsbrücke "ressourcenschonend und nahezu wartungsfrei" auf Dauer genutzt werden kann.

Preisverleihung auf Brückenbausymposium

Im März 2014 wird die Jury in einer weiteren Sitzung die beiden Preisträger aus den sechs Nominierungen bestimmen. Die Preise werden dann im Rahmen des 24. Brückenbausymposiums am 10. März um 18:00 Uhr im Hörsaalzentrum der TU Dresden verliehen.

Der Preis zur Würdigung herausragender Ingenieurleistungen dient seit 2006 alle zwei Jahre der Würdigung der einzelnen Bauwerke und der Ingenieure, welche maßgeblich an ihrem Entstehen beteiligt waren. bauingenieur24 unterstützt die Bundesingenieurkammer (BIngK) und den Verband Beratender Ingenieure (VBI) auch 2014 bei der Vergabe des inzwischen renommierten Deutschen Brückenbaupreises.

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