Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 27. Mai 2018
Ausgabe 6124 | Nr. 147 | 17. Jahrgang
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Brückenbaupreis 2018: Nominierungen stehen fest

# 08.12.2017

Fachjury trifft engere Auswahl unter 29 Bauwerken. Überwiegend kleinere Brückenbauwerke zur Teilnahme eingereicht. bauingenieur24 unterstützt Preisverleihung als Sponsor

Wieder mehr Bewerbungen um Deutschen Brückenbaupreis

bauingenieur24 unterstützt zum wiederholten Mal den Deutschen Brückenbaupreis als Sponsor. Grafik-Foto: DBBP / F. Hesse bauingenieur24 unterstützt zum wiederholten Mal den Deutschen Brückenbaupreis als Sponsor. Grafik-Foto: DBBP / F. Hesse

Die nominierten Wettbewerbsteilnehmer für den Deutschen Brückenbaupreis 2018 stehen fest.

Aus insgesamt 29 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen (2016: 20) wurden in den beiden Wettbewerbskategorien Bauwerke in Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und zwei bayerische Projekte ausgewählt.

Alle Projekte mussten zwischen dem 1. September 2014 und dem 1. September 2017 abgeschlossen worden sein.

Die beiden Gewinnerbeiträge werden am 12. März 2018, dem Vorabend des 28. Dresdner Brückenbausymposiums (siehe Quellen und Verweise), bekannt gegeben und, zusammen mit den jeweiligen maßgeblich verantwortlichen Ingenieuren, geehrt.

Um den Preis in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" konkurrieren bei der siebten Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises folgende Brückenbauwerke (inkl. maßgeblich verantwortlicher Ingenieure):

Lahntalbrücke, Limburg, Hessen

Lahntalbrücke in Limburg, Hessen. Foto: Eva Bartussek / Mario Andreya / Konstruktionsgruppe Bauen Lahntalbrücke in Limburg, Hessen. Foto: Eva Bartussek / Mario Andreya / Konstruktionsgruppe Bauen

Die Nominierung wird wie folgt begründet: "Die neue Lahntalbrücke wird für den Deutschen Brückenbaupreis nominiert, weil sie sich zwischen Limburger Dom und einer markanten Bahnbrücke elegant behauptet und zugleich dezent in die Umgebung einfügt. Der Ersatzneubau ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie traditionelle Ingenieurbaukunst gepaart mit neuen Ideen ästhetische Qualität mit kostengünstiger Herstellung verbinden kann."

Ingenieur: Dipl.-Ing. Norbert Nieder (Konstruktionsgruppe Bauen AG, Kempten)

Pilotbauwerk Greißelbach, Oberpfalz, Bayern

Pilotbauwerk Greißelbach, Oberpfalz, Bayern. Foto: Max Bögl Stiftung Pilotbauwerk Greißelbach, Oberpfalz, Bayern. Foto: Max Bögl Stiftung

"Das Pilotbauwerk Greißelbach demonstriert in kleinem Maßstab, wie durch modulares Bauen mit Fertigteilen nachhaltige Konstruktionen schnell und wirtschaftlich realisiert werden können."

Damit sei das innovative Pilotprojekt wegweisend für den effizienten Ersatz einer alternden Verkehrsinfrastruktur, wertet die Jury.

Ingenieur: Dipl.-Ing. Martin Hierl (Max Bögl Stiftung & Co. KG, Sengenthal)

Bleichinselbrücke, Heilbronn, Baden-Württemberg

Bleichinselbrücke Heilbronn, Baden-Württemberg. Foto: Ingolf Pompe / schlaich bergermann partner Bleichinselbrücke Heilbronn, Baden-Württemberg. Foto: Ingolf Pompe / schlaich bergermann partner

Die Bleichinselbrücke wurde nominiert, "weil sie in idealer Weise die Anforderungen an ein schönes, wartungsarmes und preiswertes Bauwerk erfüllt. Sie passt sich sensibel in ihr städtisches Umfeld ein und erzielt mit ihrer modernen Formensprache dennoch einen hohen Wiedererkennungswert."

Ingenieur: Dipl.-Ing. Andreas Keil (schlaich bergermann partner sbp GmbH, Stuttgart)

In der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" sind folgende Bauwerke (inkl. maßgeblich verantwortlicher Ingenieure) nominiert:

Isarsteg Nord, Freising, Bayern

Isarsteg Nord, Freising, Bayern. Foto: Oliver Jaist / Bergmeister Ingenieure Isarsteg Nord, Freising, Bayern. Foto: Oliver Jaist / Bergmeister Ingenieure

Der Isarsteg Nord in Freising ist nominiert, "weil er sich mit seiner skulpturalen Gestalt in Verbindung mit einer hohen Schlankheit und der Patina des für das integrale Rahmentragwerk verwendeten wetterfesten Stahls organisch in die Auenlandschaft der Isar einfügt."

Ingenieure: Dr. Ing. Josef Taferner (Bergmeister Ingenieure GmbH, München) und Prof. Dr. Oliver Engelhardt (&structures, München)

Hennebergbrücke, Braunschweig, Niedersachsen

Hennebergbrücke in Braunschweig, Niedersachsen. Foto: Daniela Nielsen / Stadt Braunschweig Hennebergbrücke in Braunschweig, Niedersachsen. Foto: Daniela Nielsen / Stadt Braunschweig

Die Hennebergbrücke hat die Jury durch ihre Leichtigkeit, zurückhaltende Gestaltung und konstruktive Konsequenz überzeugt.

"Die schlanke Stahlbalkenbrücke ist bis ins Detail sorgfältig gearbeitet und ihrem Umfeld angepasst. Die Fugen- und lagerlose Konstruktion macht das Bauwerk langlebig und wartungsarm."

Ingenieure: Dr. Dirk Sperling (EHS Beratende Ingenieure für Bauwesen GmbH, Braunschweig) und Dipl.-Ing. Dietmar Gerstenberg (Stadt Braunschweig)

Schaukelbrücke, Weimar, Thüringen

Schaukelbrücke im Park an der Ilm in Weimar, Thüringen. Foto: Alexander Burzik / Klassik Stiftung Weimar Schaukelbrücke im Park an der Ilm in Weimar, Thüringen. Foto: Alexander Burzik / Klassik Stiftung Weimar

Die Instandsetzung der historischen Schaukelbrücke wurde nominiert, "weil sie ein gelungenes Beispiel dafür ist, wie historische Tragwerke für die Zukunft gesichert, in ihrer Funktion erhalten und weitgehend unverändert für eine Nutzung auch nach heutigen Maßstäben ertüchtigt werden können."

Ingenieure: Dipl.-Ing. Arch. Johann Philipp Jung (Klassik Stiftung Weimar) und Dipl.-Ing. Oliver Hahn (Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung, Weimar)

Kleinere Brücken stark im Wettbewerb um Brückenbaupreis vertreten

Die eingereichten Vorschläge seien laut Jury durchweg von hoher Qualität gewesen, wobei sich unter den eingereichten Teilnehmern wieder mehr kleinere Brücken befunden hätten.

Darüber zeigte sich das Gremium um den Juryvorsitzenden Manfred Curbach sehr erfreut: "Damit werden Bauwerke in den Mittelpunkt gerückt, die in unserem Leben eine große Rolle spielen, weil oft gerade die kleinen Brücken in vielen Städten und Gemeinden entscheidend sind für Attraktivität und Bürgerfreundlichkeit."

bauingenieur24 als Medienpartner und Sponsor

bauingenieur24 unterstützt die Bundesingenieurkammer und den Verband Beratender Ingenieure auch 2018 bei der Vergabe des Deutschen Brückenbaupreises als Medienpartner und Sponsor.

Der Preis dient seit 2006 alle zwei Jahre der Würdigung der einzelnen Bauwerke und der Ingenieure, welche maßgeblich an ihrem Entstehen beteiligt waren. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Preis und übernimmt die Schirmherrschaft.

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