Fachbeiträge & Interviews
Donnerstag, 14. November 2019
Ausgabe 6660 | Nr. 318 | 19. Jahrgang
Autor: Volker Zappe, Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Deutscher Brückenbaupreis 2006 in Dresden vergeben

# 20.03.2006

Die "Talbrücke Wilde Gera" im Thüringer-Wald in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" und die Fuß- und Radwegbrücke "La-Ferté-Steg" in Stuttgart-Zuffenhausen sind die Gewinner des am 13. März vergebenen Deutschen Brückenbaupreises 2006

Der Bogen als Urform der Brücken wird bei der Talbrücke in völlig neuer Dimension ausgeführt, dabei technisch und ästhetisch überzeugend, Foto: BIngK/VBI Der Bogen als Urform der Brücken wird bei der Talbrücke in völlig neuer Dimension ausgeführt, dabei technisch und ästhetisch überzeugend, Foto: BIngK/VBI

Als maßgeblich verantwortliche Ingenieure wurden Dr. Roland von Wölfel und Dr. Matthias Schüller ausgezeichnet. Von Wölfel hat Deutschlands größte Betonbogenbrücke - die 2001 fertiggestellte Talbrücke über die Wilde Gera - entworfen. Der 2001 eingeweihte La-Ferté-Steg von Schüller fand als rundum stimmiges Ingenieurbauwerk höchste Juryanerkennung in der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken". Mit den Preisträgern erlebten rund 900 Gäste die feierliche Veranstaltung zur Vergabe des Deutschen Brückenbaupreises 2006 im Audimax der Technischen Universität Dresden.

Der Preis, den die Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Verband Beratender Ingenieure (VBI) im vergangenen Jahr erstmals ausgelobt hatten, wurde in den beiden Kategorien "Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie "Fußgänger- und Radwegbrücken" vergeben. Neben dem ausgezeichneten Bauwerk erhielt jeweils derjenige unter den beteiligten Ingenieuren die Preisskulptur, dessen schöpferische Leistung maßgeblich zum Entstehen des Bauwerks beigetragen hat.

Einstimmig hat die Jury den La-Ferté-Steg in Stuttgart zum Sieger in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken ernannt, Foto: BIngK/VBI Einstimmig hat die Jury den La-Ferté-Steg in Stuttgart zum Sieger in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken ernannt, Foto: BIngK/VBI

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt und fördert den Deutschen Brückenbaupreis als Schirmherr im Rahmen der Initiative Baukultur. Nach der diesjährigen Premiere werden die BIngK und der VBI den Deutschen Brückenbaupreis regelmäßig alle zwei Jahre vergeben, um den Beitrag der Ingenieure zur Baukultur stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Preis dient der Auszeichnung kreativer Ingenieurleistungen im Brückenbau. Zum Deutschen Brückenbaupreis 2006 waren 70 Bewerbungen eingegangen. Daraus hat die Jury je Kategorie drei Bauwerke mit einer Nominierung ausgezeichnet und jeweils ein Siegerbauwerk gekürt. Neben den Preisträgern nominierte die Jury noch folgende Bauwerke zum Deutschen Brückenbaupreis 2006: In der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken" die Luckenberger Brücke in Brandenburg an der Havel und die Eisenbahnbrücke über die Donau bei Ingolstadt. In der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken" die Holzbrücke im Forstbotanischen Garten Tharandt in Sachsen sowie die Brücke über die Gahlensche Straße in Bochum.

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