Fachbeiträge & Interviews
Donnerstag, 03. Dezember 2020
Ausgabe 7045 | Nr. 338 | 20. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Erdwärme: Moderne Stahlrohre liefern Energie

# 17.02.2016

Für die Nutzung von Erdwärme wird in Holzkirchen aus einer Tiefe von rund 5.000 Metern zirka 140 Grad Celsius heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert. Dort werden aus dem heißen Wasser mithilfe eines Dampferzeugers und Wärmeüberträgers Strom und Wärme gewonnen. Das erkaltete Wasser wird anschließend in diesem geschlossenen Kreislauf über die zweite Bohrung wieder in die Wasser führende Kalksteinschicht zurückgeleitet. Für das Verfahren sind besonders hitze- und druckbeständige Rohrleitungssysteme erforderlich.

Die bei der Tiefengeothermie eingesetzten Rohre müssen Temperaturen von über 180 Grad Celsius sowie einem Außendruck von bis zu 743 bar widerstehen. Foto: Vallourec Deutschland GmbH Die bei der Tiefengeothermie eingesetzten Rohre müssen Temperaturen von über 180 Grad Celsius sowie einem Außendruck von bis zu 743 bar widerstehen. Foto: Vallourec Deutschland GmbH

In Holzkirchen im Alpenvorland will man in Zukunft Erdwärme als Energiequelle nutzen. Tiefengeothermie hat sich in Bayern, Brandenburg und Baden-Württemberg bereits seit Jahren als umweltschonende, unabhängige und regionale Energiegewinnung durchgesetzt. Bayern setzt seit mehr als zehn Jahren auf Erdwärme, die auch in der zukünftigen Versorgung Münchens eine wichtige Rolle spielen soll: Bis 2025 plant die Stadt den Bedarf an Strom vollständig aus erneuerbaren Energien zu speisen.

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