Fachbeiträge & Interviews
Dienstag, 22. September 2020
Ausgabe 6973 | Nr. 266 | 20. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Frankfurter Flughafen: Rollbahn-Sanierung in 140 Nachtschichten

# 14.08.2020

Flughafenbetreiber plant Stellenabbau und investiert in Infrastruktur. 35.000 Quadratmeter große Fläche aus Beton und Asphalt wird erneuert. Zusammenarbeit mit Bauunternehmen vor über 40 Jahren gestartet

Fraport: Wachstum im Flugverkehr trotz aktueller Verluste

Am Frankfurter Flughafen werden zur Zeit in 140 Nachtschichten zwei Rollbahnen aus Beton und Asphalt saniert. Foto: Strabag Am Frankfurter Flughafen werden zur Zeit in 140 Nachtschichten zwei Rollbahnen aus Beton und Asphalt saniert. Foto: Strabag

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport erleidet derzeit aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen große Verluste. Infolgedessen will das Unternehmen zwischen 3.000 und 4.000 seiner insgesamt rund 22.000 Stellen abbauen.

Am Bau des dritten Terminals will Fraport ungeachtet der aktuellen Lage festhalten, da man nach wie vor mit einem "moderaten Wachstum" im Flugverkehr rechnet. Gleichzeitig investiert Fraport in seine bestehende Infrastruktur. Aktuell werden beispielsweise zwei Schnell-Rollbahnen im Süden des Flughafengeländes saniert.

Enger Zeitplan für Sanierung auf 35.000 Quadratmetern

Dabei sind Mitarbeiter des ausführenden Bauunternehmens Strabag seit Mitte Juni zwischen 22 Uhr und sechs Uhr im Einsatz. Geplant sind bis zum Jahresende 140 solcher Nachtschichten. Insgesamt werden rund 35.000 Quadratmeter Rollbahn erneuert.

"Damit die Arbeiten in diesem engen Zeitfenster erledigt werden können, ist eine akribische Vorbereitung und der Einsatz erfahrener Teams entscheidend", betont Rüdiger Essfeld, Technischer Bereichsleiter bei Strabag.

Strabag seit über 40 Jahren am Frankfurter Flughafen im Einsatz

Für das Unternehmen sind Baumaßnahmen auf dem Frankfurter Flughafen keine Seltenheit. Seit über 40 Jahren ist man hier tätig. In den letzten Jahren wurden auf rund 100.000 Quadratmetern Fläche Arbeiten in Beton und Asphalt verrichtet.

Zum aktuellen Auftragsumfang gehören der Abbruch von Flugbetriebsflächen, der Neubau von Betonfahrdecken mit hydraulisch gebundener Tragschicht sowie der Neubau von Asphaltoberflächen. Hinzu kommen flankierende Arbeiten wie der Neubau von Kabelschutzrohrtrassen, Kabelschächten und der Infrastruktur für die Befeuerungsanlagen.

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