Fachbeiträge & Interviews
Mittwoch, 16. Oktober 2019
Ausgabe 6631 | Nr. 289 | 19. Jahrgang
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Neue Strelasundquerung nach Rügen im Rohbau fertig

# 15.08.2007

2. feste Verbindung der Insel Rügen zum vorpommerschen Festland

Der rund 2.830 m lange Brückenzug aus sechs Einzelbauwerken bildet das Kernstück der Querung, Abb.: Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern Der rund 2.830 m lange Brückenzug aus sechs Einzelbauwerken bildet das Kernstück der Querung, Abb.: Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

Die neue Strelasundquerung ist seit Ende Juli im Rohbau fertig. Mit Abschluss der letzten Betonierarbeiten ist damit ein wesentlicher Meilenstein beim Bau der neuen Querung vollendet. Zusammen mit dem Rügenzubringer von der Ostsee-Autobahn 20 nach Stralsund, erhält die Insel Rügen damit eine leistungsfähige Anbindung. Bis zur Verkehrsfreigabe der seilverspannten dreispurigen Pylonbrücke im Oktober sind nun noch Abdichtungs- und Belagsarbeiten notwendig.

Insgesamt wurden fast 25.000 m³ Beton, 7000 t Betonstahl sowie mehrere tausend Tonnen Konstruktionsstahl verbaut. Allein der 128 m hohe Pylon hat ein Stahlgewicht von 850 t, die Stahlseile wiegen 140 t. Der Bund investierte nach eigenen Angaben rund 125 Millionen Euro in den 4,7 km langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Bahnhof Rügendamm und Altefähr. In diesem Abschnitt liegt die 4.100 m lange neue Strelasundquerung, die als Bundesstraße 96n parallel zur alten Verbindung künftig das Festland mit der Insel Rügen verbinden wird.

Kernstück der Baumaßnahme bildet der rund 2.830 m lange Brückenzug, der sich aus sechs Einzelbauwerken zusammensetzt: Den zwei Vorlandbrücken Stralsund, der Ziegelgrabenbrücke, den Vorlandbrücken Dänholm und Strelasund sowie der Strelasundbrücke.

Ingenieurtechnisch herausragend ist die rund 600 m lange Schrägseilbrücke, die den Ziegelgraben mit Schifffahrtsöffnungen von 126 und 198 m bei 42 m Durchfahrtshöhe stützenfrei überspannt. Mit dem markanten 128 m hohen Pylon bildet dieses Bauwerk auch den architektonischen Höhepunkt des Brückenzuges. Die 2. Strelasundquerung wird nach Fertigstellung eine der längsten Brückenbauwerke Deutschlands sein.

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