Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 17. November 2019
Ausgabe 6663 | Nr. 321 | 19. Jahrgang
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Neuer Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International wird kommen

# 05.04.2006

Wichtiges Infrastrukturprojekt für die Region Berlin-Brandenburg / Hauptverband der Deutschen Bauindustrie begrüßt Urteil zum Ausbau des Flughafens Berlin-Brandenburg International

Der Weg für den Bau des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) ist frei. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 16.3.2006 in letzter Instanz. Die Auflagen für den Lärmschutz wurden allerdings verschärft. Von 0 bis 5 Uhr gilt für den Airport ein Nachtflugverbot. Bis Ende 2011 kann damit am Standort des ehemaligen DDR-Zentralflughafens Berlin-Schönefeld im Süden Berlins der drittgrößte deutsche Flughafen für zunächst 22 Millionen Passagiere im Jahr entstehen.

Flughafen Schönefeld: Am südöstlichen Berliner Stadtrand wird in den nächsten Jahren der neue Flughafen für die Hauptstadtregion entstehen, Foto: Günter Wicker (Photur) / Berliner Flughäfen Flughafen Schönefeld: Am südöstlichen Berliner Stadtrand wird in den nächsten Jahren der neue Flughafen für die Hauptstadtregion entstehen, Foto: Günter Wicker (Photur) / Berliner Flughäfen

Als Aufbruchsignal und wichtigen Impuls für die Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg, insbesondere für die Bauwirtschaft, hat der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau des Flughafens Berlin Brandenburg International begrüßt. "Nach Querelen, die über ein Jahrzehnt angedauert haben, wird Berlin endlich ein Luftfahrtdrehkreuz erhalten, das der Hauptstadt angemessen ist und die strukturschwache Region Brandenburg wirtschaftlich besser integriert", erklärte Knipper in Berlin. Der Flughafen werde auf Jahre hinaus das mit Abstand wichtigste Infrastrukturprojekt der Region sein und der Hauptstadt einen wichtigen Vorteil im Standortwettbewerb sichern, so Knipper weiter. Darüber hinaus habe der Flughafen auch für die gesamte deutsche Wirtschaft eine enorme Bedeutung. Mit dem Großflughafen in Berlin-Brandenburg hätte Deutschland neben Frankfurt/Main und München einen internationalen Großflughafen, der Deutschlands Position im Handel mit Mittel- und Osteuropa strategisch stärkt und sichert.

Knipper erläuterte, dass man die Schaffung von 40.000 Dauerarbeitsplätzen in der Region durch den Großflughafen erwartet. An direkten Bauleistungen würden über 2,6 Milliarden Euro ausgeschrieben, die während der fünfjährigen Bauphase jährlich etwa 6.000 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft schaffen bzw. sichern. Jetzt komme es darauf an, die Planungen so schnell wie möglich umzusetzen und die optimale Anbindung des Flughafens an Schiene und Straße zu gewährleisten. Hierzu zählten vor allem die Fertigstellung der im Bau befindlichen Autobahn 113 und die zügige Abwicklung der Schienenverbindung zwischen dem Flughafenbahnhof und der Görlitzer Bahn. Die Kapazität des Flughafens soll nach den Plänen der Länder Berlin und Brandenburg und des Bundes von derzeit 4,5 Millionen Passagiere jährlich auf den bisherigen Flughäfen Tegel, Tempelhof und Schönefeld auf 30 Millionen Passagiere gesteigert werden. (ots)

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