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Dienstag, 21. Mai 2019
Ausgabe 6483 | Nr. 141 | 18. Jahrgang
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"Opernturm" erweitert die Frankfurter Skyline

# 18.05.2007

Die Hochbauarbeiten für den 170 m hohen Opernturm (ehemaliger Arbeitstitel: Hochhaus am Opernplatz – HAO) im Frankfurter Westend beginnen im Juli 2007 / 230 Mio. Euro Baukosten

Der Opernturm soll im Herbst 2009 fertiggestellt werden, Abb.: Ed. Züblin AG Der Opernturm soll im Herbst 2009 fertiggestellt werden, Abb.: Ed. Züblin AG

Die Opernplatz Property Holdings GmbH & Co. KG erteilte Ende April 2007 der Ed. Züblin AG den Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung des 44-geschossigen Hochhauses gegenüber der Alten Oper - im Kreuzungsbereich Bockenheimer Anlage / Bockenheimer Landstraße. An der Stelle des geplanten Opernturms stand bis 2002 das 1962 errichtete Zürich-Hochhaus. 1998 ließ die Zürich-Versicherung als Eigentümer des Gebäudes vom Architekten Prof. Christoph Mäckler einen Neubau entwerfen. Als die Zürich-Versicherung aufgrund eigener wirtschaftlicher Probleme den Neubau nicht beginnen wollte, verkaufte sie die Brachfläche im Juli 2004 an die US-Immobilienfirma Tishman Speyer, die auch den Frankfurter Messeturm errichtete. Das Unternehmen realisiert nun den Opernturm - ebenfalls nach einem Entwurf des Architekten Mäckler.

Um den Turm herum ist eine Blockrandbebauung mit sieben Etagen und einem Staffelgeschoss vorgesehen. Zusammen ergibt sich eine vermietbare Fläche von 60.000 m². Der zweigeschossige Arkadenbereich im Sockel des Turms soll Laden- und Gastronomieflächen bieten. Sowohl der Opernturm als auch die Blockrandbebauung erhalten eine Fassadengestaltung aus hellem Naturstein. Die 580 Stellplätze in der Tiefgarage sollen teilweise auch den Besuchern der Alten Oper zur Verfügung stehen.

Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) zeigte sich erfreut, dass es gelungen sei, die langwierigen Verhandlungen um die Bebauung des Zürich-Areals zu einem glücklichen Ende zu bringen. Schwarz hatte nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwischenzeitlich erheblichen Druck auf die Zürich-Versicherung ausgeübt, um zu verhindern, dass sich das 2002 freigeräumte Grundstück in prominenter Lage zur Dauerbrache entwickelt. Es sei intensiv um die Fassadengestalt gerungen worden, berichtete Schwarz. Die Stadt habe, in Einklang mit der Vorstellungen des Architekten, auf einer Fassade mit hohem Steinanteil bestanden. Schwarz deutete an, dass den Investoren eine reine Glasfassade lieber gewesen wäre. Man habe einen guten Kompromiss gefunden. Auch Oberbürgermeisterin Roth wies darauf hin, dass Hochhäuser mit Glasfassade oft konturenlos erschienen. Der erste Mieter steht bereits seit Mitte 2006 fest: die Deutschland-Niederlassung der Schweizer Bank UBS mit ca. 1100 Mitarbeitern hat sich rund 60 Prozent der zur Verfügung stehenden Mietflächen gesichert.

Opernturm, Skyline, Frankfurt am Main, Edwin Schwarz, Zürich Versicherung, Züblin Bauprojekte https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/bauprojekte/opernturm-erweitert-die-frankfurter-skyline/1832.htm 351 de-DE
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