Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 16. Januar 2021
Ausgabe 7089 | Nr. 16 | 20. Jahrgang
Autor: Pressestelle
Herausgeber: Bayerische Ingenieurkammer - Bau email-weiterempfehlendruckansicht

Planfeststellungsbeschlüsse für A 94 und A 96

# 22.10.2001

Planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Umfahrung von Mühldorf, Altötting und Neuötting geschaffen

Drängt die Bundesregierung,  den bisher vorgegebenen Finanzierungsbeginn im Jahre 2003 vorzuziehen - Staatsminister Dr. Beckstein Drängt die Bundesregierung, den bisher vorgegebenen Finanzierungsbeginn im Jahre 2003 vorzuziehen - Staatsminister Dr. Beckstein

München - Der Planfeststellungsbeschluss für den dritten und letzten Abschnitt der A 94-Umfahrung Mühldorf von Ampfing bis Erharting ist jetzt vollziehbar. Während der Rechtsbehelfsfrist waren keine Anträge auf Herstellung der aufschiebenden Wirkung eingegangen. Damit sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Umfahrung von Mühldorf, Altötting und Neuötting geschaffen. Am 19. Oktober 2000 konnte der erste von drei Abschnitten der A 94-Umfahrung Mühldorf von Winhöring bis Alzgern dem Verkehr übergeben werden. Am 2. Mai 2001 wurde mit dem zweite Abschnitt von Erharting bis Winhöring begonnen. Voraussichtlich 2005 wird dieser Abschnitt unter Verkehr gehen können. Jetzt liegt mit dem Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern auch für den letzten Abschnitt im Zuge der Umfahrung von Mühldorf-Altötting-Neuötting vollziehbares Baurecht vor. Der Bund ist nun in der Pflicht, die dafür notwendigen Mittel sicherzustellen. Staatsminister Dr. Beckstein drängt die Bundesregierung, den bisher vorgegebenen Finanzierungsbeginn im Jahre 2003 vorzuziehen. Laut Beckstein könnte die A 94 schon 2005 in diesem Abschnitt fertiggestellt sein.

Ebenfalls bestandskräftig ist der Planfeststellungsbeschluss für den 12,6 Kilometer langen und 120 Millionen Mark teuren Abschnitt der A 96 zwischen Memmingen und Erkheim geworden. Die A 96 Lindau-München ist als Hauptverbindung des Bodenseegebiets und des Allgäus mit den Verdichtungsräumen München und Augsburg von besonderer Bedeutung für Schwaben. Sie ist seit vielen Jahren ein Investitionsschwerpunkt beim Autobahnbau im südbayerischen Raum. Von dem rund 124 km langen bayerischen Streckenanteil der A 96 sind bereits rund 108 Kilometer zweibahnig ausgebaut. Im rund 4 km langen Abschnitt zwischen Bad Wörishofen und Wiedergeltingen wird seit Mai dieses Jahres mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Mark südlich der bestehenden B 18 als erste Baustufe eine zweite zweistreifige Fahrbahn mit Standstreifen für den Verkehr Richtung München angebaut. Voraussichtlich Ende 2002 kann diese neue Fahrbahn unter Verkehr gehen. Die bestehende B 18 dient dann mit zwei Fahrstreifen voll dem Verkehr Richtung Memmingen, bleibt baulich zunächst unverändert. Der Abschnitt zwischen Memmingen und Erkheim ist damit die letzte noch nicht im Bau befindliche Lücke der A 96 auf bayerischem Gebiet.

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