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Sonntag, 21. April 2019
Ausgabe 6453 | Nr. 111 | 18. Jahrgang
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Seestadt Aspern verfügt über erstes Plus-Energie-Bürohaus

# 13.03.2013

Technologiezentrum Teil der ersten Bauphase des städtebaulichen Zukunftsprojekts in Wien. Drei weitere Bauabschnitte stehen noch aus. Gebäude selbst Beispiel der nachhaltigen Technologieentwicklung

Das Technologiezentrum "aspern IQ" wurde 2012 als erstes Projekt der geplanten Seestadt in Wien Realität. Foto: ATP Wien Das Technologiezentrum "aspern IQ" wurde 2012 als erstes Projekt der geplanten Seestadt in Wien Realität. Foto: ATP Wien

Eines der derzeit größten europäischen Stadtentwicklungsprojekte ist mit 240 Hektar für je 20.000 Bewohner und arbeitende Menschen die zukünftige Seestadt Aspern in Wien. Als erstes Hochbauprojekt der Seestadt wurde 2012 das von ATP Architekten und Ingenieure, Wien, geplante Technologiezentrum "aspern IQ" der Wirtschaftsagentur Wien fertig gestellt.

Nach Aussage des Geschäftsführers von ATP, Horst Reiner, soll das Plus-Energie-Bürohaus "als Leuchtturmprojekt in der Seestadt vorbildhaft die Errichtung eines Gebäudes aufzeigen, das sich an das lokale Ressourcenangebot anpasst, einen möglichst hohen Nutzerkomfort bietet und den Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht wird."

Im Januar 2010 gewann ATP Architekten und Ingenieure, Wien, den EU-weiten, offenen Realisierungswettbewerb für das in drei Bauetappen zu errichtende Technologiezentrum "aspern IQ" (IQ = Innovationsquartier). Wichtige Kriterien bei der Umsetzung waren die energieeffiziente und schadstoffarme Bauweise sowie funktionale und gestalterische Aspekte.

Passivhausniveau und Plus-Energie-Standards

In einem integralen Planungsprozess von Architekten und Ingenieuren sowie unter Einbindung von Bauphysik, thermischer Gebäudesimulation, Tageslichtsimulation und Bauökologie gelang es ATP, den Primärenergiebedarf des Gebäudes so zu optimieren, dass die Anforderungen an den klima:aktiv Qualitätsnachweis sowie das TQB-Gebäudezertifikat und darüber hinaus erreicht wurden.

Das Technologiezentrum "aspern IQ" wurde im Plus-Energie-Standard geplant und setzt konsequent zahlreiche Aspekte nachhaltigen Bauens um. Der Fokus liegt auf Flexibilität, Energieeffizienz und Qualität der verwendeten Materialen im Innenausbau.

Auflockerung durch kleinteilige Baukörper

In der Entwurfsidee wurde darauf geachtet, dass unter anderem eine herkömmliche Blockrandbebauung vermieden wird. Durch dieses Aufbrechen sind "Risse" entstanden, die das Bauvolumen in kleinteilige Baukörper zerlegen.

Die Hülle des Gebäudes, seine Fassade und die technische Ausrüstung hat laut ATP den höchsten energetisch optimierenden Standard. Der Gesamtkomplex ist in drei weitere Bauphasen unterteilt.

Multifunktionsräume für Entwicklungsunternehmen

Dieses erste Hochbauprojekt der Seestadt Aspern soll Unternehmen und Einrichtungen aus dem Bereich der nachhaltigen Technologieentwicklung multifunktionale Flächen im Erdgeschoss und Büroflächen in den Obergeschossen bieten.

Das endgültige Ziel sind mehrere Objekte, welche radial zur Geometrie des Bauplatzes verlaufen. Durch die Sprengung des Blocks haben unter anderem Fußgänger und Fahrradfahrer die Möglichkeit, sich zwischen den einzelnen Gebäuden hindurch zu bewegen. Die Anordnung der Gebäudeeingänge und zahlreiche Allgemeinflächen dienen der Schaffung eines belebten urbanen Campus.

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