Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 11. April 2021
Ausgabe 7174 | Nr. 101 | 20. Jahrgang
Autor: Michael Braun
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 12 wird 2014 vollendet

# 03.08.2012

Bis November 2014 wird die von Berlin nach München führende Bundesautobahn A9 zwischen den Anschlussstellen Dittersdorf und Schleiz von einer Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der Eurovia GmbH auf sechs Spuren erweitert. Damit wird das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 12 zum Abschluss gebracht.

Arnaud Judet, Technischer Geschäftsführer der Via Gateway Thüringen GmbH & Co. KG, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius (v. l.) beim Spatenstich an der Autobahn 9, Foto: Eurovia Arnaud Judet, Technischer Geschäftsführer der Via Gateway Thüringen GmbH & Co. KG, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius (v. l.) beim Spatenstich an der Autobahn 9, Foto: Eurovia

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer unterstreicht die Bedeutung der Baumaßnahme: "Dieser Spatenstich ist in zweifacher Hinsicht bedeutsam: Wir bringen damit das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 12 zum Abschluss. Gleichzeitig beginnen wir ein ganz besonderes ÖPP-Projekt. Erstmals im Straßenbau wird hier das Verfügbarkeitsmodell angewandt. Damit beschreiten wir bei der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur neue Wege."

Mit dem Verfügbarkeitsmodell werden im ÖPP-Bereich neue Wege beschritten. Neben einer Anschubfinanzierung erhält die Via Gateway Thüringen GmbH & Co. KG eine leistungsabhängige Vergütung - je nach zeitlicher Verfügbarkeit der Strecke und Ausführungsqualität bei Erhaltung und Betriebsdienst. Bei den vorherigen ÖPP Pilotprojekten im Bundesfernstraßenbereich erfolgte die Vergütung verkehrsmengenabhängig, d.h. überwiegend aus den Mauteinnahmen der Strecke. Die Via Gateway hat seit Vertragsschluss am 1. Oktober 2011 den Ausbau des rund 19 km langen A9-Teilabschnittes Triptis - Schleiz sowie die Erhaltung und den Betrieb der gesamten etwa 47 Kilometer langen Strecke übernommen. Der Ausbau soll bis November 2014 abgeschlossen sein.

Auf dem sechsstreifig auszubauenden Teilstück der A9 werden die beteiligten Baufirmen um die Eurovia - einem Tochterunternehmen des französischen Vinci-Konzerns – insgesamt rund 2,8 Millionen Kubikmeter Boden ab- und auftragen sowie 550.000 Quadratmeter Betondecke herstellen. Bislang verläuft die knapp 19 Kilometer lange Strecke zwischen Dittersdorf und Schleiz vierspurig ohne Standstreifen. Die ARGE EW A9 Thüringen unter der technischen Federführung der Eurovia errichtet 24 neue Brücken auf der Strecke. Zusätzlich baut die Arbeitsgemeinschaft zwei neue Parkplatz und WC-Anlagen. Die Anschlussstelle Dittersdorf wird ebenfalls komplett erneuert. Die gesamte Maßnahme des Streckenneubaus erfolgt grundsätzlich unter Aufrechterhaltung des Verkehrs.

Eurovia

ist nach eigenen Angaben mit rund 40.000 Mitarbeitern weltweit ein führendes Unternehmen im Verkehrswegebau. Mit Hauptsitz in Frankreich verfügt Eurovia in 18 Ländern, in Europa sowie in Indien und Nord- und Südamerika, über ein Verbundnetz von 300 Niederlassungen, 1.000 Baustoffproduktionsstätten und Logistikzentren für die Gesteinsversorgung.

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