Fachbeiträge & Interviews
Samstag, 31. Oktober 2020
Ausgabe 7012 | Nr. 305 | 20. Jahrgang
Autor: Pressestelle
Herausgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie email-weiterempfehlendruckansicht

Baugenehmigungen mit e-Signatur

# 04.03.2002

Das digital vernetzte Gemeinwesen steht im Fokus des [email protected] Förderprojektes des BMWI. Jetzt wird hier der Startschuss für die Nutzung der elektronischen Signatur im Online-Baugenehmigungsverfahren gegeben

Im Auftrag von MediaKomm Esslingen haben das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und das Münchner Software Unternehmen conject AG eine Internetlösung für den kommunalen Baugenehmigungsprozess entwickelt. Damit sollen künftig alle am Baugenehmigungsprozess Beteiligten über das Internet rechtssicher zusammenarbeiten können.

Auf der von der conject AG entwickelten Projektmanagement-Plattform werden sämtliche am Genehmigungsprozess Beteiligten über das Internet miteinander vernetzt. In virtuellen Projekträumen können sie gemeinsam auf die relevanten Dokumente zugreifen, sie bearbeiten und sämtliche Kommunikation parallel und aktuell führen. Durch die Integration einer elektronischen Signaturkomponente der Secude GmbH können Antragsteller und Ämter sich selbst und die von ihnen erstellten Dokumente authentifizieren bzw. signieren – der Versand per Post und der Gang zur Behörde erübrigen sich.

Insbesondere der Zugriff auf ein Geographisches Informationssystem der SICAD geomatics und die Möglichkeit für den Antragsteller, Kartenausschnitte online herunterzuladen sowie für die Verwaltungsmitarbeiter, diese elektronisch zu signieren, erleichtert die Zusammenstellung aller erforderlichen Unterlagen. Die Anbindung bereits vorhandener Genehmigungssoftware an die Projektmanagement-Plattform ermöglicht eine umfassende und halbautomatisierte Steuerung des Prozesses durch die Mitarbeiter des federführenden Amtes. Damit wird es möglich, dass der Antragsteller jederzeit den Status der Bearbeitung nachfragen und so seinen Baubeginn konkretisieren kann.

Schon im konventionellen Genehmigungsprozess steht den Bauämtern vieler Kommunen eine Arbeitsplatzsoftware zur Verfügung.
Aber: Die Kommunikation und der Dokumentenaustausch zwischen den Antragstellern und den stellenweise bis zu 30 beteiligten Ämtern wird dabei nicht unterstützt. In der Konsequenz werden die Unterlagen nacheinander bearbeitet, hin- und hergesendet, Ergänzungen müssen vom Antragsteller sehr umständlich vorgenommen werden. Dadurch zieht sich die Dauer des Genehmigungsverfahrens in die Länge und weder das federführende Amt noch der Antragsteller haben zu jeder Zeit die notwendige Transparenz. Nicht selten sind kostspielige Verzögerungen im gesamten Bauprozess die Folge.

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Quellen-und-Verweise  QUELLEN UND VERWEISE:
conject AG
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