Fachbeiträge & Interviews
Dienstag, 12. November 2019
Ausgabe 6658 | Nr. 316 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Bauhaus-Universität Weimar feiert 65 Jahre Fakultät Bauingenieurwesen

# 11.10.2019

Hochschule für Architektur und Bauwesen startet 1954 mit konstruktivem Ingenieurbau und Baustoffingenieurwissenschaft. Fachbereiche über die Jahre stetig erweitert. Neuer Infrastruktur-Professor ab Wintersemester

Bauingenieure aus Weimar in Forschung und Entwicklung bedeutsam

Aus der 1860 gegründeten Kunstschule Weimar ging 1919 das Bauhaus, 1954 die Hochschule für Architektur und Bauwesen und 1996 schließlich die heutige Universität hervor. Grafik: Bauhaus-Universität Weimar Aus der 1860 gegründeten Kunstschule Weimar ging 1919 das Bauhaus, 1954 die Hochschule für Architektur und Bauwesen und 1996 schließlich die heutige Universität hervor. Grafik: Bauhaus-Universität Weimar

Im Februar 1954 wurde die Fakultät Bauingenieurwesen der heutigen Bauhaus-Universität in Weimar gegründet. Im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 blicken Lehrende und Studierende somit auf 65 Jahre Ausbildung und Forschung im Bauingenieurwesen zurück.

Vor Ort sieht man die eigene Leistung vor allem darin, dass durch Bauingenieure, welche an der Bauhaus-Universität ausgebildet wurden, die Entwicklung von Städten und ländlichen Gebieten nachhaltig geprägt wurde.

Dabei spielten und spielen unter anderem moderne Bauweisen und Tragwerke, Ressourcen schonende High-Tech-Baustoffe, neue energetische Sanierungsmethoden, innovative Abwasser- und Mobilitätskonzepte oder auch die digitale Bauwerksüberwachung eine Rolle.

Thematische Bandbreite und Internationalität im Bauingenieurwesen wachsen

Lehr- und Laborräume liegen in der Fakultät Bauingenieurwesen eng beieinander. Fotos: Bauhaus-Universität Weimar / Jens Hauspurg / R. Möhler (kleines Bild) Lehr- und Laborräume liegen in der Fakultät Bauingenieurwesen eng beieinander. Fotos: Bauhaus-Universität Weimar / Jens Hauspurg / R. Möhler (kleines Bild)

Im Laufe der Zeit sind an der Fakultät Bauingenieurwesen zu den klassischen Disziplinen (Konstruktiver Ingenieurbau und Baustoffingenieurwissenschaft) folgende Fachrichtungen und internationalen Masterprogramme hinzugekommen:

  • Umweltingenieurwissenschaften
  • Management für Bau, Immobilien und Infrastruktur
  • Natural Hazards and Risks in Structural Engineering (international)
  • Digital Engineering (international)

Im Oktober dieses Jahres bekam die Fakultät Bauingenieurwesen mit Thorsten Beckers zudem einen neuen Professor für "Infrastrukturwirtschaft und -management" (IWM). Als promovierter Wirtschaftsingenieur knüpft Beckers dabei an die Vorgängerprofessur "Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen" an, welche bis März 2019 von dem emeritierten Professor Wilhelm Alfen geleitet wurde.

Infrastruktur-Professur mit Schwerpunkt auf Technik, Ökonomie und Recht

Kern der neu eingerichteten Professur ist laut Fakultät die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit technischen, ökonomischen und rechtlichen Fragestellungen innerhalb des Bereichs Verkehr und Energie, der Abfall- und Wasserwirtschaft sowie im öffentlichen Beschaffungswesen.

Das Lehrangebot richtet sich dabei vor allem an Studierende im Bachelor- und Master-Studiengang "Management [Bau Immobilien Infrastruktur]". Darüber hinaus würden aber auch Studierende in den Studiengängen "Umweltingenieurwissenschaften", "Urbanistik" und eben "Bauingenieurwesen" angesprochen, so Beckers.

Wirtschaftsingenieur und Verkehrsexperte mit gesellschaftlichem Anspruch

Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte Thorsten Beckers seine akademische Laufbahn überwiegend an der Technischen Universität Berlin, wo er zuletzt den Bereich "Infrastrukturmanagement und Verkehrspolitik" an der Fakultät Wirtschaft und Management verantwortete.

Seine Erfahrungen bei der Konzeption und Koordination volkswirtschaftlicher Bachelor- und Masterstudiengänge möchte Beckers aktiv einbringen, um das Studiengangportfolio an der Bauhaus-Universität Weimar kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Laut Universität interessieren Beckers dabei politisch relevante Themen wie die Verkehrs- und Energiewende besonders. Er wolle gesellschaftliche Diskussionen anregen und "gemeinsam mit jungen Nachwuchswissenschaftlern Prozesse des gesellschaftlichen Wandels" mitgestalten.

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