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Dienstag, 23. Juli 2019
Ausgabe 6546 | Nr. 204 | 18. Jahrgang
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Bauingenieure äußerst gefragt

# 14.06.2013

Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt für Bauingenieure und Architekten. Derzeit doppelt so viele Stellen wie Bewerber. Schwache Binnennachfrage im Euroraum ohne Auswirkungen auf Ingenieurengpass

Höchststand an offenen Stellen

Sich beim Studium überhasten muss derzeit kein angehender Bauingenieur. Es sind nach wie vor genügend freie Stellen vorhanden. Foto: Gerd Altmann / AllSilhouettes / Pixelio Sich beim Studium überhasten muss derzeit kein angehender Bauingenieur. Es sind nach wie vor genügend freie Stellen vorhanden. Foto: Gerd Altmann / AllSilhouettes / Pixelio

Gesamtwirtschaftlich waren im April 2013 in allen Ingenieurberufen zusammen genommen 68.200 offene Stellen zu besetzen. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der offenen Stellen um 1.700. Das entspricht einem Rückgang um 2,4 Prozent.

In den einzelnen Berufsgruppen zeichnet sich jedoch ein uneinheitliches Bild ab. So verzeichneten auf der einen Seite die Bauingenieure und Architekten in Folge der Frühjahrsbelebung ihres Arbeitsmarktes mit 17.500 offenen Stellen einen neuen Allzeithöchststand. In dieser Berufsgruppe stieg der Engpass auf 2,1, Stellen je Arbeitslosen. Auf der anderen Seite ging die Nachfrage nach industrienahen Ingenieurqualifikationen mit den Schwerpunkten Maschinen- und Fahrzeugtechnik oder Energie- und Elektrotechnik in Folge der abgeschwächten Konjunktur leicht zurück.

Asien und USA heben Absätze

"Die Schuldenkrise der Eurozone hinterlässt nun auch am deutschen Ingenieurarbeitsmarkt erste Spuren. Einer schwächelnden Industriegüternachfrage aus der Eurozone stehen jedoch positive Impulse aus den Märkten Asiens und den USA gegenüber", kommentiert der Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Hans-Peter Klös, die aktuellen Zahlen.

Gute Aussichten für Jungingenieure

Willi Fuchs, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sieht in der Abschwächung des Arbeitsmarktes keine negativen Konsequenzen für Absolventen und angehende Bauingenieure: "Trotz der Eintrübung sind die Ingenieurengpässe in Deutschland nach wie vor so gravierend, dass sich junge Ingenieure in der Regel keine Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen müssen", erklärt Fuchs. Im Durchschnitt kamen im April 2013 in allen Ingenieurberufen auf einen Arbeitslosen 2,6 offene Stellen.

Der VDI

besteht seit über 150 Jahren und ist mit rund 150.000 Mitgliedern die größte Ingenieurvereinigung Deutschlands. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung des Technikstandorts.

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