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Dienstag, 18. September 2018
Ausgabe 6238 | Nr. 261 | 18. Jahrgang
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BIM: Kammern beschließen bundesweiten Fortbildungsstandard

# 08.11.2017

Sicherung der Weiterbildungsqualität auf Bundesversammlung beschlossen. Fokus auf Herausforderungen der Digitalisierung gerichtet. Politik zur Kräftebündelung ermahnt

Ingenieurkammern bekräftigen Willen zur Weiterbildung

Ein einheitlicher Bundesstandard für die Weiterbildung, speziell zum Thema BIM, wurde von den Ingenieurkammern der Länder beschlossen. Foto: Dieter Schütz / Pixelio Ein einheitlicher Bundesstandard für die Weiterbildung, speziell zum Thema BIM, wurde von den Ingenieurkammern der Länder beschlossen. Foto: Dieter Schütz / Pixelio

In letzten Fachbeitrag auf bauingenieur24 wurde die Entwicklung der Weiterbildungslandschaft innerhalb der Baubranche in Deutschland thematisiert (siehe Quellen und Verweise). Darin fand auch die Rolle der Bauverbände und Ingenieurkammern am Markt für Fortbildungen der Planer und Bauschaffenden Erwähnung.

Das eigene Selbstverständnis in Bezug auf die gesetzliche Verpflichtung zur Weiterbildung der Ingenieure wurde auf der jüngsten Bundeskammerversammlung im Oktober dieses Jahres von den Ingenieurkammern der Länder noch einmal bekräftigt.

Bundeskammerversammlung: Digitalisierung schafft großen Weiterbildungsbedarf

Dabei kam man überein, dass es einen "umfangreichen Bedarf an qualifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten für Ingenieurinnen und Ingenieure" gebe. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass "die Digitalisierung des Planungs- und Bauwesens in Deutschland massiv" voranschreite.

Um die Fortbildung und Weiterqualifizierung der Berufsgruppe der Ingenieure auf einem qualitativ hohen Niveau zu sichern, wurde von den Ingenieurkammern ein bundesweit einheitlicher Fort- und Weiterbildungsstandard anhand der VDI/bS-Richtlinie 2552 Bl. 8.1 vereinbart.

Flächendeckender Standard zu Building Information Modeling eingeführt

Spezielle Berücksichtigung fand dabei das Thema Building Information Modeling mit der Einführung des "BIM Standards Deutscher Ingenieurkammern". Hiermit will man ein "qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot" für die Weiterbildung im Bereich BIM schaffen.

Mit der Verständigung auf die verstärkten eigenen Anstrengungen zur Bewältigung der Herausforderungen durch die Digitalisierung verbanden die Vertreter der Länderkammern zusammen mit den Kollegen der Bundesingenieurkammer auf ihrem Treffen konkrete Forderungen an die Politik.

Wiederholte Forderung nach einem Bundesressort für Infrastruktur und Bau

So sollten die Kräfte im Bereich der Infrastruktur und beim Hochbau angesichts eines zunehmenden Handlungsbedarfs durch die Digitalisierung noch stärker gebündelt werden. "Es ist aus unserer Sicht unerlässlich, dass diese beiden Ressorts in einer künftigen Bundesregierung wieder unter einem Dach fungieren", sagte Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer.

Damit wiederholte er einen Punkt, welcher von seinem Haus und mehreren weiteren Bauverbänden bereits vor der Bundestagswahl in den so genannten "Wahlprüfsteinen" benannt wurde.

2017-11-13 BIM Ingenieurkammern bundesweiten Fortbildungsstandard Building Information Modeling Bundesingenieurkammer Bauverbände Wahlprüfsteine Infrastruktur Hochbau Digitalisierung Weiterbildungen Bundeskammerversammlung Bundesministerium Politik Berufswelt BIM https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/berufswelt/bim-kammern-beschliessen-bundesweiten-fortbildungsstandard/2987.htm 351 de-DE
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