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Montag, 22. April 2019
Ausgabe 6454 | Nr. 112 | 18. Jahrgang
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Bologna-Prozess nachgebessert: BTU Cottbus-Senftenberg passt Programm im Bauingenieurwesen an

# 13.10.2017

Bachelorabschluss nach sechs oder acht Semestern möglich. Duales Studium bietet zusätzlich auch Berufsabschluss. Anpassung soll Berufseinstieg für Bauingenieure erleichtern

Wintersemester mit neuem Bachelorprogramm gestartet

Dr. Volker Wetzk und Prof. Markus Otto von der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der BTU werben für ihr neues Studienprogramm. Foto: BTU Dr. Volker Wetzk und Prof. Markus Otto von der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der BTU werben für ihr neues Studienprogramm. Foto: BTU

Für die aktuell Studierenden im Bauingenieurwesen hat gerade das Wintersemester begonnen. Wer sich dabei als Studienanfänger an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg eingeschrieben hat, kommt in den Genuss eines reformierten Bachelorprogramms.

Dieses bietet erstmalig die Möglichkeit, innerhalb ein und desselben Studiengangs zwischen einem 6-semestrigen und einem 8-semestrigen Abschluss frei zu wählen. Zusammen mit dem bereits zuvor reformierten, 4-semestrigen Masterstudiengang folgt für die Studierenden eine bisher ungewohnte Freiheit bei der Wahl ihrer Regelstudiendauer, welche je nachdem sechs, acht oder zehn Semester umfasst.

Deutschlandweit einmalige Ausbildung im Bauingenieurwesen

"Drei unterschiedliche Qualifizierungsprofile, zudem die Möglichkeit, dual zu studieren, dieses Angebot im Bauingenieurwesen dürfte zumindest in Deutschland einmalig sein", sagt Prof. Markus Otto, Dekan der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der BTU.

Bereits 2014 startete im Bauingenieurwesen das reformierte Masterprogramm, welches mit seinen Freiheiten das verschulte Vorgängerangebot ablöste und damit auf einen Hauptkritikpunkt der Bologna-Reform reagierte.

Erstkontakt zu Arbeitgebern durch zusätzliche Praxissemester und Berufsausbildung

Der neue Bachelorstudiengang mit zwei unterschiedlichen Studiendauern bietet nun sinnbildlich einen Eingang bei zwei möglichen Ausgängen. Der 6-semestrige Ausgang führt in Ergänzung mit dem 4-semestrigen Master zu einem Abschluss vergleichbar mit dem früheren Diplom einer Universität.

Der 8-semestrige Ausgang ergänzt den 6-semestrigen durch ein zusätzliches Praxis- und Theoriesemester und soll so den direkten Einstieg in die Ingenieurpraxis erleichtern. Die Möglichkeit, parallel zum Studium ausbildungsintegriert einen Beruf zu erlernen, soll laut Prof. Claus König, Verantwortlicher für das duale Angebot im Studiengang, ebenfalls dafür sorgen, "dass die jungen Leute praktisch schon den Fuß in der Tür des späteren Arbeitgebers haben."

BTU-Fakultät: Bologna als Chance begreifen

Die Verantwortlichen heben hervor, dass bei der Umstrukturierung der Studiengänge sowohl der Bologna-Prozess, also die Umstellung vom Diplom-Ingenieur auf Bachelor und Master, als auch die Neustrukturierung der Hochschullandschaft in der Lausitz eine Rolle spielten.

Volker Wetzk, Referent für Studium und Lehre an der Fakultät, zieht ein positives Fazit: "Jede Reform bietet Chancen, auch Bologna. Es waren schwierige Zeiten, aber genau die spezielle Gemengelage bot für die BTU Cottbus-Senftenberg das Potenzial für einen offensiven Neustart."

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