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Montag, 27. Mai 2019
Ausgabe 6489 | Nr. 147 | 18. Jahrgang
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Nachwuchsproblem im Bauingenieurwesen: Absolventenzahl im Allzeit-Tief

# 09.11.2007

Die aktuelle Studierendenstatistik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) verzeichnet für 2006 nur noch 3.350 Absolventen, die niedrigste Absolventenzahl seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1986. Gleichzeitig zeichnet sich eine erhebliche Lücke in der zukünftigen Deckung des Führungsnachwuchses in der Baubranche ab.

Das Baubüro bleibt häufiger unbesetzt, Foto: Redaktion Das Baubüro bleibt häufiger unbesetzt, Foto: Redaktion

"In Anbetracht dieser Entwicklung werden wir uns auf einen scharfen Wettbewerb um Fachpersonal einstellen müssen", kommentierte Prof. Manfred Nußbaumer als Vizepräsident Technik des HDB die aktuellen Zahlen. "Bei unverändert hohen Studienabbrecherquoten ist nicht damit zu rechnen, dass der Einstellungsbedarf von jährlich 4.500 Bauingenieuren auch nur annähernd gedeckt werden kann".

Bereits seit einigen Jahren verzeichneten die deutschen Baustudiengänge einen stetigen Rückgang der Studienanfängerzahlen. In der Folge gingen auch die Zahlen der Absolventen seit 2000 kontinuierlich zurück. Dieser Trend hat sich im Sommersemester 2006 und Wintersemester 2006/07 fortgesetzt. Von den 3.350 Absolventen des Bauingenieurwesens 2006 haben 3.300 noch mit Diplom abgeschlossen, was einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Erstmals konnte nach mehr als 10 Jahren ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent bei den Studienanfängern registriert werden. Im Jahr 2006 hatten 6.160 Jugendliche das Bauingenieurstudium begonnen, davon 2.600 in einem Diplomstudiengang, 3.560 in einem Bachelorstudiengang. Aufgrund der hohen Studienabbrecherquote von 46 Prozent, trägt dieser Zuwachs nicht zur Entschärfung der Personalsituation bei.

Eine Ursache für das Nachwuchsproblem sieht Nußbaumer in der Schulbildung, bei der das Fach Technik in einer von Technik dominierten Zeit einfach zu kurz kommt. Und die Gesellschaft habe zu wenig Kenntnisse über den interessanten Beruf des Bauingenieurs. Nußbaumer sieht daher gute Berufschancen für Studierende des Bauingenieurwesens. Voraussetzung seien Engagement, Flexibilität und die Bereitschaft, sich ständig weiter zu qualifizieren.

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