Fachbeiträge & Interviews
Mittwoch, 19. Februar 2020
Ausgabe 6757 | Nr. 50 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Studium und Ausbildung: Mehr Kommunikationskompetenz angestrebt

# 07.01.2020

Mangelnde Abstimmung macht Bauprojekte oft teurer. Projekt zur Erarbeitung und Einführung von neuem Fachkonzept an Ruhr-Universität gestartet. Umgang mit 3D-Modellen und BIM wird geschult

Mangelhafte Kommunikation kostet Geld

Kommunikativ gut ausgebildete Bauingenieure sind überall gefragt. Foto: Konstantin Gastmann  / pixelio Kommunikativ gut ausgebildete Bauingenieure sind überall gefragt. Foto: Konstantin Gastmann / pixelio

Scheitert die Kommunikation am Bau, scheitert auch das Projekt bzw. es wird teurer. Um diese Kosten zu minimieren, bedarf es einer gekonnten Abstimmung zwischen allen Akteuren des Bauwesens.

An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) will man bereits angehenden Bauingenieuren das nötige kommunikative Rüstzeug für die erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit mitgeben.

Zu diesem Zweck sollen die Studierenden auch gleichzeitig den Umgang mit entsprechenden digitalen Hilfsmitteln erlernen.

Digitales Fachkonzept als Prototyp für Bauingenieursstudium

Konkret entwickelt ein Team aus Vertretern der Disziplinen pädagogische Psychologie, Informatik im Bauwesen und Informations- und Technikmanagement der RUB ein prototypisches digitales Fachkonzept für die Bauingenieursausbildung an Hochschulen, das Studierende befähigen soll, sich interdisziplinär auszutauschen sowie die Vorteile von 3D-Fachmodellen optimal nutzen zu können.

Unter 3D-Fachmodellen (Stichwort BIM) verstehen die Projektbeteiligten eine Art "virtuelles Planungsbüro", in dem sämtliche Informationen und Daten eines geplanten Bauwerks zusammenlaufen und immer aktuell für alle beteiligten Gewerke zur Verfügung stehen.

Bauwesen: Kommunikation und Kooperation zusammen denken

Im Rahmen des Projekts "Kooperieren lernen im Bauingenieursstudium anhand digitaler 3D-Repräsentation von komplexen Informationen", kurz "Kolibri", ist man laut Projektleiterin Nikol Rummel vom Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der RUB auf der Suche nach "einer gemeinsamen Sprache", damit der Informationsfluss auf Baustellen besser funktionieren kann.

Damit das Fachkonzept nachhaltig in Studiengänge und Ausbildungsberufe im Bauwesen integriert wird, arbeitet das Team mit folgenden assoziierten Partnern zusammen:

  • Fakultätentag für Bauingenieurwesen, Geodäsie und Umweltingenieurwesen
  • Arbeitskreis Bauinformatik
  • Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen
  • Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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