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Saturday, 20. August 2022
Ausgabe 7670 | Nr. 232 | 22. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

VBI: Planermangel gefährdet Bauaktivitäten

# 08.03.2022

"Runden Tisch Ingenieurnachwuchs" gefordert / Weiteres Wachstum durch Fachkräftemangel behindert

Personalsituation verschärft sich

Auf die Frage "Welche Faktoren haben die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens maßgeblich beeinflusst?" antworten 45 Prozent mit Ingenieurmangel. Grafik: VBI Auf die Frage "Welche Faktoren haben die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens maßgeblich beeinflusst?" antworten 45 Prozent mit Ingenieurmangel. Grafik: VBI

Die im Februar 2022 vorgestellte VBI-Konjunkturumfrage zeigt eine weitere Verschärfung der Personalsituation in den Planungsbüros.

In einem Drittel der Unternehmen konnten freie Stellen aus Mangel an geeigneten Bewerbern überhaupt nicht besetzt werden. 41 Prozent aller neueingestellten Beschäftigten kamen 2021 direkt von der Hochschule oder Universität.

"Wir sehen mit großer Sorge, dass die Schere zwischen wachsenden Herausforderungen für die Baubranche und dem Mangel an fähigen Ingenieurinnen und Ingenieuren immer weiter aufgeht", betonte VBI-Präsident Jörg Thiele bei Vorstellung der Umfrage.

Runder Tisch für Ingenieurnachwuchs gefordert

"Wenn wir 400.000 neue Wohnungen jährlich bauen wollen, die lange vernachlässigten Brücken sanieren, die Schieneninfrastruktur ausbauen und Hochwasservorsorge betreiben wollen, müssen Politik und Baubranche gemeinsam Veränderungen anstoßen", so Thiele weiter.

Der VBI schlägt daher die Einrichtung eines "Runden Tischs Ingenieurnachwuchs" vor, um schnell und systematisch mehr junge Leute für ein Bauingenieurstudium zu gewinnen und auszubilden. Thiele: "Bundesregierung, Länder, Hochschulen und Verbände müssen jetzt an einen Tisch, wir haben keine Zeit zu verlieren."

Wirtschaftlicher Ausblick gut

Trotz wachsender Personalprobleme blicken die VBI-Mitgliedsunternehmen insgesamt aber optimistisch in die Zukunft. 84 Prozent beurteilen zu Jahresbeginn ihre wirtschaftliche Situation als gut oder sogar sehr gut, fast 40 Prozent verbuchen Auftragszuwachs und mit mehr als 30 Prozent erwarten deutlich mehr Ingenieurbüros als vor einem Jahr Umsatzzuwächse im laufenden Geschäftsjahr.

Ein Fünftel steigert Umsatzrendite

Die Ertragslage hat sich nur wenig verändert, allerdings zu Ungunsten der Firmen. Meldeten im Vorjahr rund 26 Prozent einen Anstieg der Umsatzrendite, konnten 2021 nur 21 Prozent Gewinnzuwachs verbuchen. Rückgänge bei der Umsatzrendite gaben aktuell 31 Prozent an, im Vorjahr traf dies 28 Prozent der Teilnehmer.

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