Fachbeiträge & Interviews
Montag, 16. September 2019
Ausgabe 6601 | Nr. 259 | 19. Jahrgang
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Verkehrsinfrastruktur: Pflege und Erhalt studieren

# 25.08.2014

Master-Studiengang will erstmals Fokus auf Instandhaltung legen. Fachkräfte in Kommunen und Verkehrsbetrieben stark nachgefragt. Abschluss in anderthalb Jahren möglich

Sinnvolle Ergänzung für Postgraduierte

Die bestehende Infrastruktur erhalten lernen, ist das erklärte Hauptziel des neuen Studiengangs zur Verkehrsinfrastruktur an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Foto: Daniel Litzinger  / Pixelio Die bestehende Infrastruktur erhalten lernen, ist das erklärte Hauptziel des neuen Studiengangs zur Verkehrsinfrastruktur an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Foto: Daniel Litzinger / Pixelio

Die ganzheitliche Betrachtungsweise der Verkehrsinfrastruktur steht im Fokus eines neuen Master-Studiengangs an der Hochschule für Technik Stuttgart. Mit der Fachrichtung "Verkehrsinfrastrukturmanagement" wollen die Initiatoren besonders Studierende ansprechen, die bereits über einen Bachelor-Abschluss in den Fachbereichen Infrastrukturmanagement oder Bauingenieur- und Verkehrswesen verfügen. Das Studiem kann noch in diesem Jahr, zum anstehenden Wintersemester 2014/15, aufgenommen werden.

Interdisziplinäres Studium in drei Semestern

Aufgrund der Tatsache, dass Mobilität eine Grundvoraussetzung des öffentlichen Lebens und Wirtschaftens geworden ist und ihr unter dem Einfluss von Klimawandel, Ressourcenverknappung und demographischen Verschiebungen eine Schlüsselfunktion zur zukunftsfähigen Gestaltung unserer Lebensverhältnisse zukommt, sehen die Verantwortlichen es als erforderlich an, dass sich Kommunen und Regionen zunehmend um komplexere integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklungsplanungen sowie eine effiziente Infrastrukturplanung bemühen.

Hier setze der Master-Studiengang "Verkehrsinfrastrukturmanagement" an, heißt es von Seiten der Fakultät Bauingenieurwesen, Bauphysik und Wirtschaft. Er nehme in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise die Verkehrsinfrastruktur in den Blick. In interdisziplinärer Ausrichtung würden die wirtschaftlichen, technischen und juristischen Komponenten von Planung, Entwurf, Betrieb und Erhaltung von Verkehrsinfrastrukturanlagen beleuchtet.

Dabei sollen alle Verkehrsträger sowie alle Mobilitätsformen vom Individualverkehr bis zum Öffentlichen Personennahverkehr einbezogen werden. Die Fakultät will die Studierenden in einem dreisemestrigen Vollzeitstudium optimal auf einen Abschluss als Master of Engineering (M.Eng.) vorbereiten.

Hervorragende Berufsaussichten locken

Nachdem in Deutschland das Verkehrsnetz in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive ausgebaut wurde, geht der Fokus nun zunehmend auf Pflege und Erhalt von Verkehrsinfrastruktur bzw. deren effiziente Steuerung über.

"Bislang wurde in bestehenden Studiengängen häufig nur der Neu- und Ausbau von Verkehrsanlagen thematisiert. Auf die aktuellen Anforderungen und Problemlagen sind Berufseinsteiger klassischer Studiengänge daher meist unzureichend vorbereitet", erklärt Lutz Gaspers, Professor an der technischen Hochschule Stuttgart.

In diese Lücke stoße der neue Master-Studiengang Verkehrsinfrastrukturmanagement, weshalb die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen in der Praxis, darunter Betreiber von Verkehrsanlagen, Verkehrsbetriebe, Ingenieurbüros oder auf Verkehr spezialisierte Beratungsgesellschaften stark nachgefragt werden würden.

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