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Samstag, 23. Oktober 2021
Ausgabe 7369 | Nr. 296 | 21. Jahrgang
D.I.E. Baustatik Software - Einfach | Anders | Besser
Autor: Fabian Hesse
Herausgeber: bauingenieur24 Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Assmann Gruppe tauscht komplette Führung aus

# 06.08.2021

Dortmunder Planungsgesellschaft beugt mit Wechsel Generationenkonflikt vor. Neues Geschäftsführerteam erfreut über gute Auftragslage. Baumanagement für 180-Millionen-Euro-Großprojekt gestartet

Unterschiedliche Gründe machen Führungswechsel erforderlich

Zur neuen Führungsriege der Assmann Gruppe gehören (v.l.n.r.) Mohamed Genedy, Christian Cramer, Ralf Uennigmann, Eric Olaf Bruske und Ulrich Schneider. Foto: assmann gruppe Zur neuen Führungsriege der Assmann Gruppe gehören (v.l.n.r.) Mohamed Genedy, Christian Cramer, Ralf Uennigmann, Eric Olaf Bruske und Ulrich Schneider. Foto: assmann gruppe

Für einen personellen Wechsel in der Chefetage gibt es verschiedene Gründe. Im besten Fall ist es erst das Alter, welches die Personen an der Spitze eines Unternehmens am Weitermachen hindert.

Gleichwohl muss auch ein frühzeitiger Abschied kein schlechter sein, etwa wenn es darum geht, mit neuem Führungspersonal auch neue Geschäftsfelder abzudecken, junge Fachkräfte rechtzeitig einzubinden und gut einzuarbeiten oder auch dem technologischen Fortschritt bzw. dem allgemeinen Wandel der Arbeitswelt Rechnung zu tragen (vgl. Quellen und Verweise).

Die Verantwortlichen der Assmann Gruppe gehen mit ihrem Modell des Führungswechsels ganz eigene Wege. Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 traten die langjährigen Mitarbeiter Eric Olaf Bruske, Christian Cramer, Ulrich Schneider und Ralf Uennigmann die Nachfolge von Burkhard Grimm, Andreas Krebs, Ulrich Tillmann und Wolfgang Ußler als Geschäftsführer und Gesellschafter der bundesweit agierenden Planungs- und Beratungsgesellschaft an.

Kollektiver Führungswechsel im Generationenvertrag festgeschrieben

Damit sei die langfristig vorbereitete interne Übergabe vollzogen und sorge laut Unternehmen "gemäß des assmann-Generationsvertrages für Kontinuität im Wandel". Ihre Vorgänger, welche mehr als 30 Jahre an der Spitze des Unternehmens standen, würden ein sehr gut bestelltes Feld hinterlassen, heißt es aus dem neuen Managementteam. Mit ihnen habe sich die Gruppe als leistungsstarker und zuverlässiger Partner der Bauherren profiliert.

"Wir starten mit gut gefüllten Auftragsbüchern und innovativen Plänen in die neue Ära", sagt die neue Geschäftsführung. Für die Kunden und Geschäftspartner werde sich indes nichts ändern.

Erfahrener Geschäftsführer bleibt als Berater aktiv

Auch bleibe mit Andreas Krebs ein erfahrener Mann in beratender Funktion aktiv. Krebs war seit 2001 als Geschäftsführender Gesellschafter der Assmann GmbH tätig. In Fachgremien und Normenausschüssen trug er zu verschiedensten Entwicklungen in der Projektsteuerung bei. 2004 wurde er am Fachbereich Architektur der Hochschule Bochum im Lehrgebiet Baukostenplanung zum Honorarprofessor berufen.

Zu den aktuell von Assmann verantworteten Projekten (Baumanagement) zählt ein Krankenhausneubau für das Delme Klinikum Delmenhorst, welcher 290 Planbetten beherbergen soll. Ein Anschluss an die Bestandgebäude ist nicht vorgesehen.

Baumanagement für 180-Millionen-Euro-Projekt im Krankenhausbau

Das denkmalgeschützte Hauptgebäude, der "Högerbau" von 1928, ist zentraler Bestandteil des Areals und wurde im städtebaulichen Entwurfskonzept entsprechend berücksichtigt. Der Neubau nimmt durch die geplante Baukörperkubatur mittels Staffelung Bezüge zum "Högerbau" auf.

Das vorgesehene Baufeld liegt im Bereich vorhandener Parkplatzflächen, sodass vor Beginn der Neubaumaßnahme zunächst eine alte Kinderklinik abgebrochen und eine Parkpalette mit circa 280 Stellplätzen errichtet wird. Das 180-Millionen-Euro-Projekt wird vom Land Niedersachen mit 80 Millionen und vom Bund mit 70 Millionen Euro gefördert. Die Fertigstellung ist für 2026 vorgesehen.

Die Assmann Gruppe

ging aus dem 1959 gegründeten Ingenieurbüro für Baustatik Aßmann hervor und gehört heute zu den führenden Planung- und Beratungsgesellschaften mit Standorten im gesamten Bundesgebiet. Teams aus Architekten, Ingenieuren und Ökonomen agieren interdisziplinär in den Bereichen Generalplanung, Architektur, Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung.

Ergänzt wird das Leistungsportfolio durch Projektvorbereitung, Projektmanagement und Facility Management. Zu den bislang realisierten Projekten gehören unter anderem der Ausbau des Signal Iduna Parks sowie das Bundeskanzleramt und das Reichstagsgebäude in Berlin.

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