Fachbeiträge & Interviews
Sonntag, 16. Mai 2021
Ausgabe 7209 | Nr. 136 | 20. Jahrgang
Autor: Christian Wieg
Herausgeber: bauingenieur24® Informationsdienst email-weiterempfehlendruckansicht

Bayern Spitze beim Heizen mit erneuerbaren Energien

# 31.07.2008

Die Zahl der Wohnungen, die mit erneuerbaren Energien (Holz, Solaranlagen, Windenergie, Wärmepumpen u. ä.) beheizt werden, hat sich verdreifacht von 347.000 (2002) auf 1.078.000 Einheiten im Jahre 2006. Der Anteil dieser Heizsysteme stieg damit in nur vier Jahren von einem auf drei Prozent an. Vorreiter dieser Entwicklung sind die Hauseigentümer in Bayern und Baden-Württemberg.

7,9 % oder 426.000 Wohneinheiten werden in Bayern alternativ beheizt, Abb.: Landesbausparkassen 7,9 % oder 426.000 Wohneinheiten werden in Bayern alternativ beheizt, Abb.: Landesbausparkassen

Spitzenreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien sind Baden-Württemberg und Bayern. Mehr als 60 % der alternativ beheizten Objekte fallen auf die beiden südlichen Länder. Relativ am stärksten aufgeholt haben Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, wo die Zahl der betreffenden Objekte seit 2002 um den Faktor 5 bis 7 angewachsen ist. Bezogen auf die Gesamtzahl aller Wohnungen weist Thüringen (4,3 %) hinter Bayern (7,9 %) und Baden-Württemberg (5,4 %) bereits die dritthöchste Quote an "Erneuerbaren" auf. Nordrhein-Westfalen kommt demgegenüber nur auf einen Wert von 0,9 %. Auch Schleswig-Holstein, das Saarland, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bleiben noch unter der Marke von 2 %.

Bei der Umstellung auf erneuerbare Energie wurden nach Angaben der Landesbausparkassen (LBS) offenbar die größten Fortschritte erzielt bei den Ein- und Zweifamilienhäusern. Auf sie entfallen 86 % der Wohnungen mit Heizungen auf der Basis erneuerbarer Energien.

Auch in die Verwendung der verschiedenen Energieträger kommt Bewegung. So geht bei den fossilen Energieträgern der Trend weiter weg vom Heizöl. Der Anteil sinkt von 31,8 % (2002) auf 30,2 % (2006) und damit auf weniger als 11 Millionen Einheiten. Die Zahl der mit Kohle beheizten Wohnungen ist in vier Jahren sogar um 35 % auf nur noch 370.000 zurückgegangen.

Der einzige weitere "Gewinner" - wenn auch nur in relativ bescheidenem Umfang - ist die Gasheizung, auf die mit 17,6 Millionen fast die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland entfallen. Die Zahl der mit Fernwärme beheizten Objekte, die vor allem in den neuen Ländern große Bedeutung haben, ist dagegen mit 4,8 Millionen genauso konstant geblieben wie die knapp 1,5 Millionen Wohnungen mit Stromheizung.

Ihre Bewertung für diesen Fachbeitrag
0 von 5 Sternen | 0 Abstimmungen
Kurz-Link  Kurz-Link zu diesem Beitrag:
https://www.bauingenieur24.de/url/700/1995