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Dienstag, 19. Februar 2019
Ausgabe 6393 | Nr. 50 | 18. Jahrgang
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Gebäudesanierung: Einsparpotentiale für Städte und Gemeinden

# 12.11.2013

Energiewende zentrales Projekt für Koalition. Energieeffizientes Bauen wichtiger Bestandteil für Verbrauchssenkung bei Kommunen. Gebäudefachmesse zeigt Wege zur Plusenergiegemeinde auf

Der Weg in eine energiesparende und darüber hinaus -gewinnende Zukunft soll nicht nur für private Haushalten, sondern auch für Kommunen geebnet werden. Foto: Rainer Sturm  / Pixelio Der Weg in eine energiesparende und darüber hinaus -gewinnende Zukunft soll nicht nur für private Haushalten, sondern auch für Kommunen geebnet werden. Foto: Rainer Sturm / Pixelio

Noch steht die neue Bundesregierung nicht fest, obwohl die Tendenz eindeutig ist. Wie auch immer die Kernziele der zukünftigen Regierung aussehen mögen, die Energiewende wird dem parteiübergreifenden Vernehmen nach sicher dazu gehören. Geht es nach dem Willen des amtierenden Bundesumweltministers, wird die Energiewende sogar das zentrale Projekt der Koalition.

Die flächendeckenden Auswirkungen dieses tatsächlichen Megaprojekts werden vor allem die deutschen Kommunen in Zukunft weiter verstärkt spüren. Sie stehen aufgrund der bereits beschlossenen Klimaschutzziele vor großen Herausforderungen. Der bisherige Energieverbrauch ist demnach deutlich zu reduzieren. Dies soll vor allem durch Effizienzmaßnahmen in der Infrastruktur und im Gebäudebestand gelingen.

Gleichzeitig ist eine Umstellung auf eine erneuerbare dezentrale Energieversorgung notwendig. Knackpunkt der dafür benötigten sauberen Technologien um Solar- und Windenergie ist und bleibt ein fluktuierendes Angebot. Ein intelligentes Lastmanagement sowie die Einbindung von verbesserten Speichermöglichkeiten soll mittelfristig Abhilfe schaffen.

Plusenergiegemeinde heute schon denkbar

Die dezentrale Versorgung von Gemeinden mit regenerativer Energie war schon 2013 einer der Themenschwerpunkte auf der CEB. Foto: CEB Die dezentrale Versorgung von Gemeinden mit regenerativer Energie war schon 2013 einer der Themenschwerpunkte auf der CEB. Foto: CEB

Wer in Anbetracht dieser schwierigen, weil grundlegenden Umstellung das Positive hervorheben möchte, der verweist auf die Chance für Gemeinde und Kommunen, zur Plusenergiegemeinde zu werden. Es winkt dabei die schöne Aussicht, künftig von Energiepreisschwankungen fossiler Energieträger unabhängig zu sein, neue Einnahmequellen auch und vor allem für Gemeindemitglieder zu generieren und eine signifikante Steigerung in der lokalen Wertschöpfungskette zu erreichen.

Der Weg zur Plusenergiegemeinde ist von Experten bereits vorgezeichnet und so bietet die internationale Fachmesse Clean Energy Building (CEB) vom 6. bis 8. März 2014 in Stuttgart unter anderem eine passende Tagung zu dem Thema. Das Ziel der Veranstaltung ist es, Gemeinden eben jene Wege und Chancen im Rahmen der Energiewende aufzuzeigen sowie Planern und Handwerkern Handlungsfelder und künftige Entwicklungspotentiale darzulegen. Die dabei vorgestellten theoretischen Konzepte u.a. zur regenerativen Wärme- und Stromversorgung sowie zu den Rückwirkungen auf das lokale Stromnetz sollen parallel mit Modellen zur aktiven Partizipation verknüpft werden.

Gebäudehülle als Themenschwerpunkt auf CEB

Die CEB will darüber hinaus mit weiteren Veranstaltungen, einem Kongress sowie den Angeboten der rund 200 Aussteller den drei Themenkomplexen

  • Energieeffiziente Gebäude,
  • Regenerative Energieerzeugungen und
  • Technische Gebäudeausrüstung

gerecht werden. Für die Vertreter von Gemeinden und Kommunen dürfte die Messe insbesondere im Hinblick auf die Gebäudesanierung interessant sein. Der Veranstalter legt hier einen Messeschwerpunkt. Hintergrund sind die hohen Anforderungen an die moderne Gebäudehülle, welche der Veranstalter mit dem Ziel der harmonischen Verbindung von Ästhetik, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wohnkomfort begründet. Energieeffizienz ziehe sich als roter Faden quer durch die gesamte Gebäudehülle und entsprechend auch durch die CEB, heißt es.

Von der Bodenplatte, über Dämmstoffe, Fassadensysteme, Fenster, bis hin zum Dachziegel wolle man zeigen, wie ein modernes Gebäude von heute richtig gebaut oder saniert wird. Energieeinsparung und Energiegewinnung sollen dabei am Ende Hand in Hand gehen. Eine Vorstellung, der wohl jedes Stadt- bzw. Gemeindeoberhaupt in Zeiten klammer Kassen gerne nachkommen möchte.

Quellen-und-Verweise  QUELLEN UND VERWEISE:
Clean Energy Building 2014
Gebäudesanierung Energiewende Gebäudefachmesse CEB Plusenergiegemeinde EnEV Energie Gebäudesanierung https://www.bauingenieur24.de/fachbeitraege/energie/gebaeudesanierung-einsparpotentiale-fuer-staedte-und-gemeinden/2596.htm 528 de-DE
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