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Dienstag, 18. September 2018
Ausgabe 6238 | Nr. 261 | 18. Jahrgang
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KfW: 15 Prozent Zuschuss auf neue Heizungsanlage

# 09.12.2015

Staat setzt 165 Millionen Euro zur Förderung effizienter Kombinationslösungen ein. Tilgungs- oder Investitionszuschuss für Einbau von Heizungs- oder Lüftungspaketen bei gleichzeitiger Gebäudesanierung

Kombinierte Sanierungsmaßnahmen im Fokus

Die deutlichen Zuschüsse der KfW sollen Bauherren ab dem kommenden Jahr zum Austausch alter Heizungsanlagen bewegen. Foto: Lupo / Pixelio Die deutlichen Zuschüsse der KfW sollen Bauherren ab dem kommenden Jahr zum Austausch alter Heizungsanlagen bewegen. Foto: Lupo / Pixelio

Nach den Neubauten die Bestandsbauten: Nachdem sie zuletzt die Förderung für den energieeffizienten Neubau verbessert hat (wir berichteten), erweitert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum 1. Januar 2016 ihr Förderangebot im Programm "Energieeffizient Sanieren". Die zusätzliche Förderung wird Bauherren zuteil, die ihre Heizung austauschen möchten oder eine Lüftungsanlage einbauen wollen.

Zugleich werden erstmals auch so genannte Kombinationslösungen gefördert. Diese ist dann gegeben, wenn der Einbau von Lüftungsanlagen ("Lüftungspaket") mit einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle kombiniert wird. Ziel, so die Verantwortlichen, sei es, neben der Energieeinsparung auch Bauschäden wie Schimmel zu verhindern und den Wohnkomfort zu steigern. Ein eigenes "Heizungspaket" unterstützt wiederum den Einbau besonders effizienter Heizungen, wobei hier zugleich das Heizsystem in Gänze (Heizung und Wärmeverteilung) optimiert werden soll.

165 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Für die genannten Maßnahmen stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mittel aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz zur Verfügung, das insgesamt 165 Millionen Euro für Zinsverbilligung und Zuschüsse umfasst. Mit der Erweiterung der Paketlösungen werde ein fließender Übergang zwischen den bewährten Einzelmaßnahmen und den KfW-Effizienzhausstandards geschaffen, so die Hoffnung der KfW.

Laut Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel (SPD), gelte es, mittels der beschlossenen Förderpakete "zusätzliche Einsparpotenziale im Heizungskeller zu heben". Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, sieht die verbesserte Förderung für Bauherren durch weitere Anreize bei Energieeinsparmaßnahmen als eine wichtige Unterstützung für die Bundesregierung, das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands in 2050 zu erreichen.

12,5 % Tilgungszuschuss, 15 % Investitionszuschuss

Doch wie sehen die Maßnahmen konkret aus? Kreditnehmer sollen für das jeweilige Paket einen Tilgungszuschuss i. H. v. 12,5 Prozent bzw. maximal 6.250 Euro auf den Förderhöchstbetrag von 50.000 Euro pro Wohneinheit erhalten.

Bauherren, die aus eigenen Mitteln finanzieren, können zukünftig mit einem Investitionszuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten von 50.000 EUR, max. 7.500 EUR, pro Wohneinheit rechnen.

Das Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren"

dient der Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden mittels zinsgünstiger langfristiger Kredite oder Zuschüsse.

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